Sant' Ambroggio – Port de Sant' Ambroggio

Liegeplätze und Versorgung im Port de Sant’Ambroggio

Der kommunale Port de Sant’Ambroggio liegt in einer in den 1960er Jahren angelegten Küstensiedlung zwischen Calvi und L’Île-Rousse. Die offizielle korsische Tourismusinformation nennt 180 Liegeplätze. Hafen, Ferienwohnungen, kleine Geschäfte und Strand bilden eine zusammenhängende Anlage. Platzzahl, zulässige Bootsmaße und Tiefgang sind wegen der kompakten Becken vor der Ankunft direkt mit der Capitainerie abzustimmen.

Wasser und Strom mit 220 Volt sind als Stegservice veröffentlicht. Anschlussleistung und Verfügbarkeit an einem konkreten Platz bleiben zu bestätigen. Ein Sanitär-Bereich ist vorhanden; die Hafeninformationen nennen jedoch weder Anzahl noch ganzjährige Öffnungszeiten. Zugang und Schlüssel- oder Coderegelung erteilt die Capitainerie. Im Marine-Komplex befinden sich alltägliche Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie.

Eine Tankstelle gehört zum Hafen; kommunale Unterlagen dokumentieren zwei Dieselzapfsäulen und eine Benzinzapfsäule. Aktuelle Betriebszeiten und Zahlungsmöglichkeiten müssen vor Ort erfragt werden. Eine feste öffentliche Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser wird in den verfügbaren aktuellen Informationen nicht verlässlich beschrieben. Die Entsorgung darf daher nicht eingeplant werden, ohne sie mit dem Hafenbüro zu bestätigen.

Ein privater Werftbetrieb und ein Schiffsausrüster arbeiten im Hafenbereich. Die Traglast von Kran oder Travelift sowie zulässige Bootsmaße sind in den kommunalen Nutzerinformationen nicht aktuell veröffentlicht; Heben, Reparaturen und Winterlager müssen direkt mit dem Betrieb vereinbart werden. Parkflächen liegen rund um die Marine, werden aber auch von Bewohnern, Strandgästen und Geschäften genutzt. Der meterspurige Zug zwischen Calvi und L’Île-Rousse hält oberhalb der Siedlung.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Sant’Ambroggio und Lumio: eine moderne Marine unter dem verlassenen Dorf Occi

Die Marine entstand als geplante Feriensiedlung an einer zuvor offenen Küste

Sant’Ambroggio ist kein historisch gewachsener Hafenort. Die Marina und die sie umgebenden niedrigen Wohnanlagen wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als zusammenhängender Ferienkomplex entwickelt. Kleine Buchten, Granitfelsen und die Bahnlinie der Balagne bestimmten die Form der neuen Siedlung.

Der Halt Sant’Ambroggio gehört zur schmalspurigen Strecke Ponte-Leccia–Calvi, die Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet wurde. Heute verbinden die lokalen Züge die Marine mit Calvi, Lumio und L’Île-Rousse. Die Bahn ist damit nicht nur Verkehrsmittel, sondern ein erhaltenes Element der frühen modernen Erschließung der Balagne.

Occi wurde zum Aussichtspunkt, weil die Küste unsicher war

Über der Marina liegen auf etwa 335 bis 377 Metern Höhe die Ruinen von Occi. Bewohner der Pointe de Spano zogen im 15. Jahrhundert auf den Berg, um sich vor Angriffen von See zu schützen. Ende des 16. Jahrhunderts lebten dort ungefähr 150 Menschen; Landwirtschaft und Viehhaltung nutzten die Terrassen zwischen den Granitfelsen.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts sank die Einwohnerzahl stark. 1852 wurde die ehemals selbstständige Gemeinde mit Lumio vereinigt. 1862 blieben nur Fra Felice und die Bauernfamilie Pinelli, wenig später war der Ort vollständig verlassen. Seit den 1990er Jahren sichert ein Verein Teile der Ruinen; die wiederhergestellte Kapelle Annunziata steht zwischen den offenen Hausmauern.

Lumios Sakralbauten reichen von der Romanik bis zur Dorfkirche

Unterhalb des Dorfs steht die romanische Kapelle San Pietro e San Paolo aus dem 11. Jahrhundert. Ihr zweifarbiges Mauerwerk und die plastisch gearbeitete Außendekoration gehören zu den markanten Beispielen pisanisch beeinflusster Romanik auf Korsika. Der Bau könnte einen älteren christlichen oder antiken Kultplatz übernommen haben.

Im Dorfkern liegen die Pfarrkirche Sainte-Marie aus der Zeit um 1800 und die ältere Kirche Saint-Antoine von 1590, die später als Bruderschaftskapelle diente. Das steinerne Bauwerk U Carrubu wurde im 18. Jahrhundert als Unterkunft für Bedürftige und Schule errichtet. Heute nutzt das polyphone Ensemble A Filetta den Raum als Probenort und führt damit eine andere Form lokaler Kultur fort.

Restaurants und Hotels in der Nähe