Porto Vecchio – Marina de Porto Vecchio

Liegeplätze und Versorgung im Port de Porto-Vecchio

Der Port de Porto-Vecchio liegt am Ende eines neun Kilometer tiefen Golfs unterhalb der Zitadelle. Der kommunale Betreiber nennt 350 Liegeplätze, davon 150 für durchreisende Boote. Aufgenommen werden Einheiten bis 50 Meter; die aktuelle Serviceseite begrenzt den Tiefgang auf drei Meter, während die allgemeine Präsentation noch 4,5 Meter nennt. Für die Platzentscheidung gilt deshalb ausschließlich die Bestätigung der Capitainerie auf UKW-Kanal 9.

Wasser und Strom stehen an allen Kais und Pontons über europäische Anschlüsse bereit. Für den Wasseranschluss wird ein männlicher Gardena-Schnellverbinder benötigt; passende Stromadapter können gegen Hinterlegung eines Dokuments bei der Capitainerie ausgeliehen werden. Der Sanitär-Bereich umfasst sechs Duschen und acht Toiletten. Ein WC und Waschbecken bleiben rund um die Uhr zugänglich, die übrigen Einrichtungen schließen 30 Minuten vor dem Hafenbüro.

Die Tankstelle wird von einem privaten Betrieb im Hafen geführt. Kraftstoffsorten und aktuelle Öffnungszeiten sind direkt dort oder über die Capitainerie zu erfragen. Absauganschlüsse für Schmutzwasser sind am Ehrenkai dokumentiert; ob eine Pumpe für den zugewiesenen Platz und zum gewünschten Zeitpunkt verfügbar ist, muss vorab abgestimmt werden. Sammelstellen für Hausmüll, Altöl und technische Abfälle sind entsprechend den Hafenhinweisen zu benutzen.

Reparaturen und maritime Concierge-Leistungen bieten private Unternehmen im Hafenumfeld an. Die aktuelle kommunale Serviceseite nennt keine verbindliche Traglast eines öffentlichen Travelifts; ältere Projektunterlagen dürfen daher nicht als aktuelle Hebegarantie verstanden werden. Kranen, Landlager und größere Arbeiten sind separat zu vereinbaren. Eine kostenlose elektrische Stadtlinie verbindet den Hafen mit der höher gelegenen Altstadt und den Parkplätzen.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Porto-Vecchio: bronzezeitliche Festungen, genuesische Mauern und die Stadt des Salzes

Tappa und Ceccia belegen Besiedlung lange vor der Zitadelle

In der Ebene von Porto-Vecchio stehen mit Tappa und Ceccia zwei casteddi der Torre-Kultur. Die massiven Anlagen aus großen Granitblöcken entstanden in Bronze- und Eisenzeit und verbanden befestigte Aufenthaltsräume mit Aussicht über landwirtschaftlich genutzte Flächen. Araghju ergänzt dieses Netz prähistorischer Höhenplätze im Hinterland.

Die Fundorte zeigen, dass Viehhaltung, Ackerbau und saisonale Wege zwischen Küste und Bergland Jahrtausende älter sind als die heutige Stadt. Noch bis ins 19. Jahrhundert zogen Herden im Frühjahr in die höheren Gebiete von Ospedale und Alta Rocca, auch um der Malaria in den Küstenebenen auszuweichen.

Genua musste seine neue Festungsstadt mehrfach neu aufbauen

1539 schlugen genuesische Senatoren der Banco di San Giorgio eine Festung auf dem rosafarbenen Porphyrfelsen über dem Golf vor. Sie sollte die fruchtbare Ebene sichern und Ausfuhren nach Genua ermöglichen. Malaria, Angriffe und der Widerstand lokaler Gemeinschaften machten die Gründung jedoch schwierig.

Zwischen 1540 und 1589 wurde die Zitadelle dreimal zerstört und wiedererrichtet. Fünf Bastionen, darunter der Bastion de France, und die Porte Génoise bestimmen den erhaltenen Mauerring. Erst im 19. Jahrhundert öffneten neue Durchgänge die Stadt; 1855 verband die Route de la Marine die Oberstadt direkt mit einem neu angelegten Hafenkai.

Salz und Kork prägten die industrielle Stadt am Wasser

Zwischen 1795 und 1815 erlebten die Salinen ihren stärksten Ausbau. In guten Jahren erzeugten sie bis zu 1.000 Tonnen Salz, etwa ein Fünftel des damaligen korsischen Verbrauchs. Die Becken am Stabiacciu gaben Porto-Vecchio den bis heute verwendeten Beinamen „Cité du Sel“. Seit den 2000er Jahren ruht die Produktion.

Von 1876 bis 1975 verarbeitete die Usine Saint-Joseph Kork aus den umliegenden Wäldern zu Flaschenkorken, Fischernetz-Schwimmern, Isoliermaterial und weiteren Produkten. Die Eisenbahn aus Bastia reichte bis zum Quai de la Marine und band diese Industrie an den Hafen. Das ehemalige Fabrikgebäude wird heute kulturell genutzt und erinnert neben den Salinen an eine Wirtschaftsphase vor dem touristischen Ausbau der 1950er Jahre.

Restaurants und Hotels in der Nähe