Sainte-Maxime – Port Sainte-Maxime

Liegeplätze und Infrastruktur im Port de Sainte-Maxime

Der Hafen von Sainte-Maxime besteht aus einem nördlichen und einem südlichen Becken mit zusammen rund 780 Liegeplätzen, darunter etwa 170 Plätze für Gäste. Die Becken nehmen Freizeitboote, Fischer und zahlreiche Fahrgastschiffe auf. Verbindlich sind die aktuelle Reservierung und die Zuweisung der Capitainerie; die veröffentlichten Gesamtzahlen bedeuten nicht, dass jeder Platz für durchreisende Boote verfügbar ist.

Wasser und Strom mit 230 Volt stehen an den ausgerüsteten Liegeplätzen bereit. Die maximal verfügbare Stromstärke hängt vom jeweiligen Platz ab und wird nicht als einheitlicher Wert ausgewiesen. Sanitär-Anlagen mit Duschen und Toiletten sind rund um die Uhr zugänglich; Waschmaschine und Trockner ergänzen die Ausstattung.

Am Empfangs- und Versorgungskai können Grau- und Schwarzwasser sowie Bilgenwasser kostenlos abgepumpt werden. Die technische Arbeitsfläche entspricht den aktuellen Umweltanforderungen und nimmt Boote bis 13 Meter Länge und zehn Tonnen Gewicht auf. Angeboten werden Kranen, Ein- und Auswassern, Aufbocken und Slipbetrieb. Termin, Breite, Anschlagplan und zulässige Standzeit sind vorab zu bestätigen. Batterien, Altöl und leere technische Gebinde werden getrennt gesammelt.

Die Tankstelle ist über einen Kartenautomaten rund um die Uhr nutzbar. Welche Kraftstoffsorten aktuell erhältlich sind und welche maximale Bootsgröße am Tankkai zugelassen ist, veröffentlicht der Betreiber auf seiner Serviceseite nicht eindeutig. Diesel oder Benzin, Wassertiefe, freie Seite und Betriebsstatus sollten deshalb vor der Anfahrt geklärt werden.

Fahrgastschiffe verbinden Sainte-Maxime mit Saint-Tropez und weiteren Orten im Golf. Ihre Anleger und Manöverflächen sind freizuhalten. Die Hafenanlagen werden derzeit beziehungsweise abschnittsweise neu geordnet; Wege und einzelne Servicepunkte können sich gegenüber älteren Plänen ändern.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Port Sainte-Maxime
Ansicht von Port Sainte-Maxime. Foto: Zorkamax / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Sainte-Maxime: römischer Fischbehälter, Wehrturm und Riviera-Architektur

Bei den Sardinaux blieb eine römische Küstenanlage erhalten

An der Pointe des Sardinaux ist direkt in den Fels ein etwa 35 Quadratmeter großer Fischbehälter gearbeitet. Eine Steinwand teilt ihn in zwei annähernd gleiche Becken. Zwei ungefähr einen Meter tiefe Kanäle ließen Meerwasser zirkulieren und hielten Fische und Muscheln getrennt lebendig.

Ausgrabungen im Jahr 2002 brachten Amphoren, Mörser, Geschirr und Glasgefäße aus dem späten 1. und frühen 2. Jahrhundert ans Licht. Sie weisen auf eine nahe römische Villa hin. Der Behälter war damit Teil einer aufwendigen Küstenresidenz und kein moderner Fischteich.

Die Tour Carrée erfüllte über fünf Jahrhunderte wechselnde Aufgaben

Die quadratische Tour Carrée wurde 1520 errichtet, 1560 um ein Geschoss erhöht und 1856 nochmals verändert. Als bewaffneter Turm überwachte sie den Golf; zugleich diente das Gebäude zeitweise als herrschaftlicher Sitz, Getreide- oder Heulager und Gefängnis.

Von der Revolution bis 1935 waren hier Rathaus und Schule untergebracht. Seit 1977 steht die Tour als Monument historique unter Schutz. Heute beherbergt sie die Maison des Traditions. Unmittelbar neben dem Hafen zeigt das Gebäude daher nicht nur Küstenverteidigung, sondern die Entwicklung kommunaler Verwaltung und Alltagsgeschichte.

Wintergäste und Architekten formten die moderne Stadt

Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wandelte sich Sainte-Maxime vom Küstenort zur Riviera-Station. Wohlhabende Wintergäste ließen Villen in sehr unterschiedlichen Stilrichtungen bauen. Der Architekt René Darde prägte zahlreiche Gebäude und verband regionale Materialien mit zeitgenössischen Formen.

Auch der Filmpionier Léon Gaumont gehörte zu den bekannten Bewohnern. Er kaufte 1912 das Château des Tourelles, ließ es durch Darde erweitern und nutzte es als Wohn- und Empfangsort sowie für einzelne Dreharbeiten. Nach seinem Rückzug aus der Firmenleitung lebte er bis zu seinem Tod 1946 dauerhaft in Sainte-Maxime. Römische Küstentechnik, Wehrturm und Villenarchitektur liegen damit innerhalb eines kompakten Stadtgebiets, das heute oft nur als Gegenüber von Saint-Tropez wahrgenommen wird.

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