Côte d’Azur · 7 Tage · Rundtörn ab Golfe-Juan
Cannes und Saint-Tropez mit Stil
Antibes, Cannes, die rote Felsenküste des Estérel und Saint-Tropez lassen sich auf dieser kompakten Runde mit kurzen bis mittleren Etappen verbinden. Zwei unterschiedliche Lérins-Inseln, historische Hafenstädte und ruhige Nächte abseits großer Marinas sorgen für Abwechslung.
Tag 1 · Samstag
Golfe-Juan → Antibes
Nach der Yachtübernahme kann die Crew noch die rund acht Seemeilen nach Antibes fahren. Port Vauban, die Altstadt und das Picasso-Museum machen den ersten Abend abwechslungsreich; bei einer späten Übergabe bleibt die Yacht in Golfe-Juan.
Acht Meilen sind ein guter Auftakt, aber kein Pflichtprogramm
Die Yachtübernahme in Golfe-Juan findet gewöhnlich erst am späten Nachmittag statt. Einweisung, Inventar, Sicherheitsausrüstung und Proviant haben Vorrang vor einem schnellen Ablegen. Erst wenn die Crew das Boot kennt und alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände gefunden sind, wird über die rund acht direkten Seemeilen nach Antibes entschieden.
Die kurze Etappe eignet sich gut, um Motor, Steuerung und die Rollen bei den Hafenmanövern kennenzulernen. Voraussetzung sind ein bestätigter Liegeplatz in Port Vauban und genügend Tageslicht für die Ankunft. Endet die Übergabe spät, bleibt die Yacht in Golfe-Juan. Antibes ist am nächsten Morgen schnell erreicht, ohne dass ein wichtiger Teil der Route entfällt.
Golfe-Juan verbindet praktische Basisarbeit mit einem historischen Aufbruch
Der Vieux Port von Golfe-Juan liegt zwischen Cannes und Antibes und arbeitet auf UKW-Kanal 12. Wasser, Strom, Sanitäranlagen, Wäscherei, WLAN, Abwasserpumpen, Werftbetriebe und Hilfe beim An- und Ablegen stehen zur Verfügung. Wo vor der Rückgabe getankt wird, klärt die Crew bereits bei der Übernahme mit der Charterbasis.
Am Ufer erinnert eine Stele an Napoleons Landung am 1. März 1815. Von Golfe-Juan aus begann sein Marsch ins Landesinnere, dessen Strecke später den Namen Route Napoléon erhielt. Wer vor dem Ablegen Zeit hat, kann den historischen Ort bei einem kurzen Spaziergang besuchen.
Am Cap d’Antibes wechselt der Blick von Strandküste zu Festungsstadt
Nach der Hafenausfahrt bleibt Golfe-Juan achteraus, während die Halbinsel von Antibes den Kurs bestimmt. In diesem Bereich treffen Küstenverkehr und Ausflugsboote auf die Zufahrten zu den beiden großen Hafenstädten. Die erste Fahrt ist deshalb ideal, um Ausguck und Kartenbild miteinander abzugleichen, ohne die Crew gleich mit einer langen Passage zu beschäftigen.
Port Vauban erscheint am Fuß der Altstadt und des Fort Carré. Die Marina nutzt UKW-Kanal 9 und zählt rund 1.500 Liegeplätze; zwischen kleinen Fischerbooten und der großen Yachtzone liegen sehr verschiedene Hafenbecken. Der zugewiesene Bereich wird vor der Einfahrt eindeutig bestätigt. Wasser, Strom, Sanitärversorgung, technische Betriebe und Werftangebote erlauben es, offene Fragen der Übergabe noch am ersten Abend zu lösen.
Antibes beginnt direkt hinter der Hafenmauer
Vom Liegeplatz führt die Porte Marine direkt in die Altstadt. Befestigungswälle, helle Steinmauern und enge Gassen erinnern daran, dass Antibes nicht als Ferienkulisse entstand. Die Griechen gründeten hier Antipolis; später wurde die Stadt stark befestigt. Fort Carré und die seeseitigen Mauern zeigen noch heute ihre strategische Lage zwischen Nizza und Cannes.
Für einen kurzen Abend bietet sich eine Runde über Cours Masséna, Marché Provençal, Kathedrale und Safranier-Viertel an. Pissaladière, Oliven, Gemüse und Käse vom Markt ergänzen zugleich den Bordproviant. Alle Ziele liegen nah beieinander, und von den Mauern reicht der Blick über Hafen, Altstadtdächer und Meer.
Picasso arbeitete hier nicht nur mit Blick aufs Meer
Das Château Grimaldi wurde 1946 für zwei Monate zu Picassos Atelier. Der Künstler hinterließ der Stadt anschließend 23 Gemälde und 44 Zeichnungen; aus dem damaligen Grimaldi-Museum entstand später das erste Picasso-Museum überhaupt. Die Sammlung erklärt, warum Antibes in der Kunstgeschichte mehr ist als ein hübscher Hafen mit prominenten Yachten.
Wer am nächsten Vormittag Zeit hat, kann Museum und Terrasse besuchen; aktuelle Öffnung und Eintritt werden vor Ort geprüft. Ein kürzerer Spaziergang führt zum Bastion Saint-Jaume und zu Jaume Plensas großer Figur „Nomade“. Dahinter liegt der Quai Camille Rayon, oft „Milliardärskai“ genannt. Kunst, Befestigung und moderne Großyachten stehen hier so nah beieinander, dass Antibes den Ton dieses Côte-d’Azur-Törns schon am ersten Tag setzt.
Morgen gehören die Inseln dem Tag und Cannes dem Abend
Die nächste Etappe umfasst rund 14 direkte Seemeilen und führt über die Îles de Lérins in den Vieux Port von Cannes. Noch in Antibes werden der Liegeplatz in Cannes und die aktuellen Regeln für das Inselgebiet geprüft. Im Kanal zwischen den Inseln gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie besondere Bade- und Schutzzonen. Geankert wird nur in ausdrücklich zulässigen Bereichen.
Badesachen und leichte Schuhe bleiben für den Inselstopp griffbereit. Alles, was erst am Abend in Cannes gebraucht wird, bleibt trocken verstaut. So verbindet der Tag einen ruhigen Landgang auf Saint-Honorat mit einem Abend in der Stadt, ohne nach dem Festmachen lange umpacken zu müssen.
Der vollständige Törnplan ist für Charterberater-Kunden verfügbar
Charterberater-Kunden erhalten diese sorgfältig aufbereiteten Törnvorschläge kostenfrei, einschließlich aller Etappen, Häfen, Restaurant- und Liegeplatzempfehlungen sowie einer druckbaren PDF. Wenn wir Sie nach einer qualifizierten Anfrage bereits als Kunden angelegt haben, können Sie sich mit Ihrer bei uns hinterlegten E-Mail-Adresse einloggen oder einmalig registrieren.
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