Santa Ponsa – Port Adriano

Liegeplätze und Infrastruktur in Port Adriano

Port Adriano liegt bei El Toro an der Südwestküste Mallorcas. Der 1974 angelegte und 2012 nach Plänen von Philippe Starck erweiterte Hafen besitzt aktuell 488 Liegeplätze für Boote von sechs bis 80 Meter Länge. Einzelne Großyachten bis etwa 100 Meter können nach technischer Prüfung aufgenommen werden; verbindlich sind ausschließlich die Maße der bestätigten Platzzuweisung.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen zur Verfügung. Ältere technische Unterlagen nennen je nach Platzgröße elektrische Anschlüsse von 230 Volt und 63 Ampere bis 600 Volt und 600 Ampere, doch aktuelle Leistung und Steckersystem müssen für den konkreten Platz bestätigt werden. Glasfaser, WLAN, Marinerodienst, Shuttle, Parkplätze und eine ganzjährige Sicherheitszentrale gehören zum Betrieb.

Die aktuelle öffentliche Leistungsübersicht beschreibt die Sanitär-Infrastruktur nicht vollständig. Zugang zu Toiletten, Duschen, Umkleiden und Wäscherei ist deshalb vor dem Aufenthalt mit dem Hafenbüro zu klären. An großen Liegeplätzen können Schmutz- und Bilgenwasser abgesaugt werden; die Annahme weiterer Abfälle folgt den Vorgaben des Marinerodienstes.

Die Tankstelle besitzt drei Diesel- und eine Benzinzapfsäule. Seit 2011 kann Diesel für Yachten ab 20 Meter auch direkt am Liegeplatz geliefert werden. Öffnungszeiten, Kraftstoffsorte, Mindestmenge und Zufahrt am Kraftstoffkai sind vorab zu bestätigen; eine Liegeplatzreservierung enthält keine automatische Betankung.

Das Werftareal umfasst rund 10.000 bis 11.000 Quadratmeter. Travellifte mit 320 und 75 Tonnen, ein Hubgerät bis zwölf Tonnen sowie eine Trockenmarina für Boote bis zehn Meter ermöglichen Einwinterung und technische Arbeiten. Gewicht, Breite, Tiefgang und Anschlagplan werden vor jedem Hub geprüft. Werkstätten decken unter anderem Motoren, Elektrik, Elektronik, Metall, Holz, Lack und Verbundwerkstoffe ab.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Santa Ponsa – Port Adriano
Ansicht von Santa Ponsa – Port Adriano. Foto: Ivan Curra / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Puig de sa Morisca: ein Küstenposten zwischen Mallorca und dem Mittelmeer

Die Lage über Santa Ponça war bewusst gewählt

Der Puig de sa Morisca erhebt sich rund 120 Meter über der Bucht von Santa Ponça. Vom Gipfel reicht der Blick über Küste, Zufahrten und das Hinterland bis nach El Toro. Diese Sichtverbindung zum Meer machte den Hügel bereits am Ende der Bronzezeit zu einem geeigneten Siedlungs- und Beobachtungsplatz.

Keramikfunde und frühe Befestigungsspuren werden ungefähr in die Zeit zwischen 1300 und 800 vor Christus datiert. Später entstanden Wohnbereiche, Mauern, Türme, Höhlenplätze und geschützte Zugänge. Die Anlage war damit kein einzelner Talayot, sondern ein räumlich gegliedertes Siedlungssystem.

Punische Waren gelangten hier ins Inselinnere

Während der Eisenzeit wurde Sa Morisca zu einem wichtigen Kontaktpunkt für den Austausch mit der punischen Welt. Schiffe brachten Erzeugnisse aus anderen Teilen des westlichen Mittelmeers an die Küste; vom Gebiet um Santa Ponça wurden sie weiter ins Innere Mallorcas verteilt.

Die archäologischen Funde zeigen deshalb mehr als lokale Landwirtschaft oder Verteidigung. Importierte Gefäße und andere Waren dokumentieren, wie eng die Inselgemeinden in überregionale Handelsnetze eingebunden waren. Die erhöhte Lage ermöglichte zugleich, Bewegungen in der Bucht früh zu erkennen.

Die Besiedlung endete mit der Eroberung von 1229

Der Hügel blieb über viele Epochen genutzt. Auf die talayotische und punisch geprägte Zeit folgten weitere Besiedlungsphasen bis zur almohadischen Herrschaft. 1229, im Jahr der Eroberung Mallorcas durch König Jaume I., wurde die Anlage endgültig aufgegeben. In der Umgebung lag zugleich der Schauplatz der ersten Auseinandersetzung dieses Feldzugs.

Heute umfasst der archäologische Park 45 Hektar und acht Kilometer Wege. Seit 1997 arbeiten die Gemeinde Calvià und die Universität der Balearen an Erforschung und Vermittlung. Der Park vereint Ausgrabungsstätten, Köhlerplätze, Hütten, mediterrane Vegetation und ein Museumsgebäude. So lässt sich oberhalb der modernen Küstenorte noch nachvollziehen, weshalb dieselbe Bucht über Jahrtausende als Verkehrsraum, Warenumschlagplatz und strategischer Aussichtspunkt diente.

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