Puerto Pollensa
Liegeplätze und Infrastruktur im öffentlichen Port de Pollença
Diese Seite bezeichnet den direkt von PortsIB verwalteten Teil des Port de Pollença, nicht den benachbarten Reial Club Nàutic. PortsIB nennt im Beschreibungstext 611 Liegeplätze, davon 90 für Transitboote; einzelne Zähler derselben Website zeigen abweichende Werte. Die tatsächliche Kapazität und Platzgröße sind deshalb ausschließlich über die bestätigte Zuweisung des Hafenbüros verbindlich.
Wasser und Strom werden in der veröffentlichten Ausstattungsübersicht des öffentlichen Hafenteils nicht eindeutig jedem Liegeplatz zugeordnet. Anschluss und elektrische Leistung sind bei der Reservierung zu bestätigen. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst öffentliche Toiletten, Duschen und Wäscherei. Abfallbehälter, Annahme gefährlicher Stoffe sowie Absaugung von Bilgen- und Schmutzwasser sind ebenfalls ausgewiesen.
Eine Tankstelle gehört zum Hafen. Kraftstoffsorten, aktuelle Öffnung, Wassertiefe und Warteposition veröffentlicht PortsIB jedoch nicht detailliert; diese Angaben müssen vor der Anfahrt beim Hafenservice erfragt werden. Die Tankstelle des Reial Club Nàutic ist ein getrennt verwalteter Betrieb.
Der öffentliche Bereich besitzt Pórtico elevador, Kran und Rampe. Traglasten und zulässige Bootsmaße sind auf der aktuellen Hafenseite nicht genannt und dürfen nicht mit dem 45-Tonnen-Travellift sowie dem Drei-Tonnen-Mobilkran des Yachtclubs verwechselt werden. Jeder Hub benötigt eine technische Freigabe; Reparatur- und Mechanikbetriebe sind im Hafenumfeld vorhanden.
Hafenbüro, Fischereikai, Ausflugsboote und Charterbetrieb teilen sich die Anlage. Transitgäste müssen das vom Marinerodienst ausgegebene Formular zeitnah im Büro abgeben. PortsIB arbeitet auf UKW-Kanal 8; der Yachtclub nutzt einen eigenen Kanal und eine separate Reservierung.
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Eu Moll: vom ersten Ladekai zur Bucht der Wasserflugzeuge
Der erste Kai entstand erst 1829
Port de Pollença heißt bei den Einheimischen schlicht „eu Moll“, der Kai. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es so wenige Boote, dass ein fester Anleger lange nicht als notwendig galt. Ein Gemeindeprotokoll von 1825 begründete den Neubau damit, Waren endlich in Boote laden zu können, ohne dass die Männer dafür ins Wasser steigen mussten. 1829 war der erste Kai fertig.
Auch die Siedlung blieb winzig. Die erste überlieferte Einwohnerzahl von 1860 nennt lediglich zehn Menschen. Fischerei und kleinere Transporte bestimmten das Ufer; traditionelle Llaüts lagen beim Moll Vell, an dem sich noch heute Fischereiarbeit und Hafenbüro befinden.
Künstler und Reisende entdeckten die Bucht
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestand eu Moll aus einer kleinen Gruppe von Fischerhäusern. Dann kamen erste Reisende und bekannte Künstler, die Licht, Berge und die weite Bucht als Motiv wählten. Pensionen und andere touristische Betriebe öffneten, und aus dem Hafenplatz wurde allmählich ein eigener Ortsteil von Pollença.
Am Passeig Vora Mar steht mit Can Pescador noch eine einzige historische Fischerhütte an der gesamten Uferfront. Sie macht den Maßstab des alten Ortes sichtbar, bevor Promenade, Hotels und Wohnhäuser die Küste neu ordneten.
Wasserflugzeuge prägten den Hafen seit den 1920er Jahren
Schon in den 1920er Jahren nutzten italienische Wasserflugzeuge die geschützte Bucht. 1937 entstand eine feste Militärbasis. Während des Spanischen Bürgerkriegs hielten sich spanische, deutsche und italienische Offiziere und Flieger in Port de Pollença auf; ihre Nachfrage stützte Hotels, Landwirtschaft und Gewerbe trotz des Krieges.
In den 1940er Jahren ließen Militärangehörige und Beschäftigte der Basis den Ort weiter wachsen. Die Anlage besteht weiterhin und beherbergt heute Wasserflugzeuge für die Waldbrandbekämpfung. Damit treffen am selben Ufer drei Entwicklungsstufen aufeinander: der alte Fischereikai, die moderne Freizeit- und Ausflugsschifffahrt und eine selten gewordene aktive Basis für Amphibienflugzeuge.