Porto Cristo – Club Nautic Porto Cristo

Liegeplätze und Infrastruktur im Club Nàutic Porto Cristo

Der Club Nàutic Porto Cristo verwaltet 206 Liegeplätze auf Schwimmstegen in einem eigenen Teil des Naturhafens. Weitere 259 Plätze, davon 33 für Transitboote, gehören zum direkt von PortsIB verwalteten Bereich und sind nicht Teil einer Clubreservierung. Der Club nimmt Tagesgäste bis 20 Meter auf; größere Yachten werden nur nach direkter Anfrage geprüft.

Wasser und Strom sind im Liegepreis enthalten, der Strom jedoch ausdrücklich nur zum Laden der Batterien. Klimaanlagen und andere leistungsstarke Verbraucher sind von dieser Pauschale ausgeschlossen. Anschlusswert, Steckertyp und eine mögliche gesonderte Freigabe müssen vor Nutzung mit dem Marinerodienst geklärt werden.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen und Wäscherei. Restaurant, Wetterinformationen und zwei für Transitboote vorgesehene Becken ergänzen die Clubanlage. Vor der Belegung ist das polizei- und zollrechtliche Einreiseformular auszufüllen; ohne dieses Formular weist der Club keinen Platz zu.

Eine eigene Tankstelle des Clubs wird auf dessen aktueller Leistungsseite nicht ausgewiesen. Eine Tankstelle befindet sich im Gesamtareal des Hafens, fällt aber in einen getrennten Zuständigkeitsbereich. Kraftstoffsorte, Öffnung, Liegeplatz und zulässige Bootsgröße sind daher beim jeweiligen Betreiber zu bestätigen.

Der Club betreibt einen Kran für Boote bis 12,5 Tonnen sowie ein Landlager für kurze oder längere Aufenthalte. Ein- und Auswasserung kann nach Termin täglich erfolgen; Wartung und Reparatur von Booten und Motoren werden organisiert. Die in manchen Marinaführern genannte Traglast von 60 Tonnen bezieht sich nicht auf den aktuell vom Club veröffentlichten Kran und darf nicht für eine Hubplanung verwendet werden.

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Anreise und Einkaufen

Porto Cristo: ein Hafenort, dessen erste Bewohner in Höhlen lebten

Fischer nutzten die Coves Blanques als Wohnungen

Bevor an der Cala de Manacor ein planmäßiger Ort entstand, boten natürliche Höhlen am Wasser den ersten Bewohnern Schutz. Bereits in den frühen Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts lebten Fischer in den Coves Blanques und in der Cova del Patró Pelat, die heute im Gartenbereich des Yachtclubs liegt.

Gabriel Fornés richtete die Coves Blanques um 1844 weiter her. Die kleinen Räume waren dennoch so knapp, dass sie nicht immer ganze Familien aufnehmen konnten. Bis zur Mitte des Jahrhunderts bildeten diese Felswohnungen den ersten dauerhaft bewohnten Kern an der Bucht.

1888 entstand die Colònia del Carme

Die Höhlen blieben bis 1888 bewohnt. In diesem Jahr wurde die Colònia del Carme gegründet und die Siedlung oberhalb des Wassers planmäßig ausgebaut. Familien von Fischern aus Felanitx, Capdepera und Valldemossa zogen hinzu und verstärkten Fischerei und Handel.

Mit der wachsenden Flotte wurden feste Kaianlagen und ein Slip dringend nötig. Eine Fischerkasse für Porto Cristo und Cala Bona entwickelte sich später zur Cofradía; 1943 eröffnete Jaume Vaquer, genannt Vermell, eine Werft. Hafenarbeit wurde damit schrittweise von improvisierten Uferplätzen in spezialisierte Betriebe verlagert.

Club und öffentlicher Hafen teilen sich die Bucht

Der Club Nàutic wurde 1969 von Joan Servera Amer gegründet. Seine Schwimmstege ergänzten Fischereikai und staatlich verwaltete Liegeplätze, ohne diese zu ersetzen. Diese geteilte Zuständigkeit besteht bis heute und erklärt, weshalb zwei Reservierungen und unterschiedliche Platzkontingente innerhalb desselben Hafens existieren.

Die Cova del Patró Pelat liegt ausgerechnet im heutigen Clubgelände. Dadurch bleibt der Ursprung der Siedlung unmittelbar neben der modernen Hafeninfrastruktur sichtbar. Gegenüber markieren Strand, Promenade und Coves Blanques den Weg von notdürftigen Felswohnungen zur Colònia del Carme und schließlich zum heutigen Porto Cristo.

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