Porto Colom – Marina Porto Colom

Liegeplätze und Werftinfrastruktur der Marina Portocolom

Marina Portocolom bezeichnet die von Nàutica Gomila betriebene technische Anlage am natürlichen Hafen von Portocolom. Sie ist nicht mit dem Club Nàutic Portocolom und dessen Gastliegeplätzen gleichzusetzen. Der Betrieb verwaltet Liegeplätze, veröffentlicht derzeit aber weder eine belastbare Gesamtzahl noch verbindliche maximale Bootsmaße; jede Belegung muss individuell bestätigt werden.

Wasser und Strom werden auf der aktuellen Unternehmensseite nicht als standardisierte Ausstattung sämtlicher Liegeplätze beschrieben. Anschluss, Verbrauchsabrechnung und elektrische Leistung sind deshalb zusammen mit dem konkreten Platz zu vereinbaren. Eine öffentlich dokumentierte Sanitär-Anlage für Transitgäste mit Toiletten, Duschen oder Wäscherei ist ebenfalls nicht ausgewiesen.

Eine eigene Tankstelle führt Marina Portocolom in ihrer aktuellen Leistungsübersicht nicht auf. Kraftstoffversorgung erfolgt im Hafen über eine dafür zugelassene Station, deren Betreiber, Öffnung und zulässige Bootsmaße vorab zu erfragen sind. Ein bestätigter Werft- oder Landlagerauftrag schließt Betankung nicht automatisch ein.

Die Stärke der Anlage liegt im technischen Bereich: Rund 20.000 Quadratmeter Freifläche dienen Verwahrung und Winterlager, weitere 1.500 Quadratmeter geschlossenen Werkstätten und Hallenarbeiten. Nàutica Gomila übernimmt Motoren, Elektronik, Lack, Antifouling, Holz- und Verbundwerkstoffe sowie Bootslogistik. Ein Kran steht für Ein- und Auswasserung bereit; eine selbstentladende Hydraulikplattform transportiert Boote bis 20 Tonnen.

Die Traglast des Krans selbst und die zulässigen Rumpfmaße werden nicht veröffentlicht. Sie müssen vor jedem Hub anhand von Gewicht, Breite und Anschlagpunkten bestätigt werden. Für Gastlieger, Wasserliegeplätze und Bojen im übrigen Hafen gelten jeweils die Zuständigkeiten des Club Nàutic oder von PortsIB; eine Reservierung bei Marina Portocolom gilt nicht automatisch dort.

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Anreise und Einkaufen

Portocolom: vom geschützten Naturhafen zum Ausfuhrplatz des Felanitxer Weins

Piratenangriffe bremsten den mittelalterlichen Hafen

Die tief eingeschnittene Bucht bot bereits in römischer Zeit Schiffen Schutz. Auch im Mittelalter bestand Handelsverkehr, doch wiederholte Angriffe von See machten eine dauerhafte Siedlung riskant. Fischer und Wachposten gehörten lange zu den wenigen ständigen Bewohnern.

Seit dem 14. Jahrhundert sicherten Aussichtspunkte die Zufahrt. Um 1570 entstand am Hafeneingang eine steinerne Wachtturmstellung; 1713 kam die Batterie von Cala Barbacana hinzu. Erst als der Handel im 18. Jahrhundert den Schutzbedarf zunehmend überwog, wuchsen feste Hafenbauten und Häuser am Ufer.

Wein machte Portocolom im 19. Jahrhundert groß

Das Hinterland um Felanitx entwickelte sich zu Mallorcas wichtigstem Weinbaugebiet. Fässer wurden vom Hafen vor allem in die französische Stadt Cette, das heutige Sète, verschifft. Für Zollabfertigung und Handel entstand 1854 ein eigenes Zollgebäude, und neue Kais erleichterten den Umschlag.

Der Boom erreichte im letzten Drittel des Jahrhunderts seinen Höhepunkt. 1883 erhielt Portocolom den Status eines Hafens von allgemeinem Interesse. Nur wenige Jahre später zerstörte die Reblaus große Teile der Felanitxer Weinberge. Mit der Krise ab 1891 brach auch ein wesentlicher Teil des Hafenverkehrs abrupt weg.

Der Leuchtturm wuchs mit den Anforderungen der Schifffahrt

Ingenieur Emili Pou entwarf den 1863 eröffneten Leuchtturm an der Hafeneinfahrt. Das Feuer verhinderte nicht jeden Unfall: Für 1874 und 1875 sind unter anderem Wracks traditioneller Llaüts überliefert. Bei Gefahr hissten die Wärter eine weiße Flagge und bliesen in ein Muschelhorn, damit die Zollbeamten im Hafen Hilfe organisierten.

1918 wurde der Turm um sechs Meter erhöht und erhielt eine neue Laterne. Mit der Elektrifizierung 1965 kamen weitere zehn Meter hinzu. Seine schwarz-weißen Bänder prägen heute die Einfahrt, während Bootsschuppen, Fischerhäuser mit Obergeschossloggien und alte Lagerbauten rund um die Bucht die unterschiedlichen Phasen des Hafens bewahren.

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