Palma de Mallorca – Port Olimpic Calanova

Liegeplätze und Infrastruktur im Port Calanova

Der frühere Port Olímpic Calanova tritt heute als Port Calanova mit Nationaler Segelschule auf. Die Marina nimmt Boote bis 25 Meter Länge auf; eine belastbare aktuelle Gesamtzahl aller kommerziellen Liegeplätze veröffentlicht der Betreiber nicht. Zusätzlich sind 40 Plätze ausschließlich für die Segelschule reserviert. Transitbelegung hängt deshalb besonders von Platzmaß und Schulbetrieb ab.

Wasser und Strom stehen am Liegeplatz zur Verfügung; im Werftbereich reicht der dreiphasige Anschluss bis 125 Ampere. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten und Duschen. WLAN, Wetterinformationen, Parkplätze, Hafenbüro, 24-Stunden-Manöverhilfe und Videoüberwachung ergänzen den Betrieb. Zwei Restaurants, Sportresidenz, Schwimmbecken und Unterrichtsräume gehören zum Komplex.

Die Tankstelle arbeitet rund um die Uhr im Selbstbedienungsbetrieb und verkauft Diesel sowie Benzin 95. Bezahlung ist per Karte oder mit passend eingeworfenem Bargeld möglich. Ein 26 Meter langer Wartekai kann nach Betreiberangaben von Booten bis 35 Meter genutzt werden; wer Manöverhilfe benötigt, meldet die Ankunft vorab auf UKW-Kanal 9.

Das Werftareal bietet 3.000 Quadratmeter Arbeitsfläche, Rampe, einen 3,5 Meter tiefen Travellift-Schacht und einen Travellift bis 75 Tonnen. Hinzu kommen ein Negativstapler bis fünf Tonnen, selbstfahrende Transportwagen, Gerüste und Hebezeuge. Gewicht, Breite, Tiefgang und Anschlagplan müssen dennoch für jeden Hub bestätigt werden.

Reparaturleistungen umfassen Motor, Elektrik, Elektronik, Metall, Holz, Polster, Lack, Antifouling und Verbundwerkstoffe. Abwasserkanäle, Absetzbehälter und getrennte Abfallsammlung sichern das Arbeitsgelände. In und vor der Einfahrt ist jederzeit mit vielen kleinen Schulbooten zu rechnen; bei starken Ost- und Südostwinden kann im künstlichen Becken Schwell entstehen.

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Anreise und Einkaufen

Calanova: wie eine nationale Segelschule den kleinen Hafen prägte

Der Hafen wurde 1976 als Ausbildungszentrum eröffnet

Calanova entstand nicht zuerst als gewöhnliche Ferienmarina. Im August 1976 eröffneten König Juan Carlos und Königin Sofía den Hafen als Standort der Escuela Nacional de Vela. Ziel war eine dauerhafte Anlage, in der Segeln systematisch vermittelt und Nachwuchs ausgebildet werden konnte.

Die kleine Bucht lag damals am Rand der dichter werdenden Stadt. Neben dem Schulhafen blieben ein schmaler Sand- und Felsstrand sowie frühe Sommerhäuser wohlhabender Familien aus Palma erhalten. Diese Mischung aus Wohnküste und Sportanlage unterscheidet Calanova von den großen Innenstadthäfen.

Lehre bestimmt den Hafenbetrieb bis heute

Die Segelschule verfügt über 40 eigene Liegeplätze, 2.000 Quadratmeter Freifläche, acht Unterrichtsräume, Sportzentrum, Fitnessraum und Schwimmbecken. Mehr als 147 Jollen und 15 Sicherungsboote bilden eine Flotte, die von Optimist und Laser bis zu Gruppenbooten, Windsurfern und Kajaks reicht.

Mehr als 30 qualifizierte Lehrkräfte unterrichten Kinder und Erwachsene. Dadurch ist die Hafeneinfahrt nicht nur Zufahrt zu privaten Liegeplätzen, sondern täglich Teil eines Ausbildungsreviers. Kleine Boote kreuzen dicht vor der Mole, begleitet von Sicherungsfahrzeugen und häufig mit unerfahrenen Steuerleuten an Bord.

Aus öffentlicher Schule wurde ein gemischter Hafenbetrieb

Die Anlage blieb eng mit Sport und öffentlicher Ausbildung verbunden, wurde aber später um Marina, Werft, Unterkunft, Gastronomie und Veranstaltungen erweitert. Ein Konzessionsverfahren von 2013 übertrug Betrieb und Weiterentwicklung von Hafen und Schule gemeinsam an einen privaten Betreiber.

Gerade diese Verbindung erklärt die heutige Struktur. Die 75-Tonnen-Werft und Liegeplätze bis 25 Meter stehen neben einer der größten Jollenflotten Europas; eine Sportresidenz ermöglicht mehrtägige Lehrgänge. Calanova ist damit weder bloß Yachtclub noch ausschließlich kommerzielle Marina, sondern ein Hafen, dessen Flächen seit fünf Jahrzehnten vor allem durch nautische Ausbildung organisiert werden.

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