Palma de Mallorca – Port de Mallorca
Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Port de Mallorca
Marina Port de Mallorca liegt am Paseo Marítimo gegenüber dem Hotel Victoria. Die 2001 eröffnete und 2017 vollständig modernisierte Anlage besitzt 200 Liegeplätze für Yachten von zwölf bis 50 Meter Länge. Vier Stege und ein breiter Außenkai verteilen sich auf 27.800 Quadratmeter Liegefläche innerhalb eines 73.530 Quadratmeter großen Hafenbeckens.
Wasser steht über Trinkwasseranschlüsse am Platz bereit. Strom wird mit 220 oder 380 Volt und für große Yachten bis 250 Ampere geliefert. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten und Duschen; Wäscherei und Reinigung können über den Concierge organisiert werden. WLAN, Wetterinformationen, Paketannahme, kontrollierter Zugang, bewachte Parkplätze sowie Marinerodienst und Sicherheit rund um die Uhr ergänzen den Betrieb.
Eine eigene Tankstelle besitzt die Marina nicht. Kraftstoff wird im benachbarten technischen Zentrum STP am Moll Vell bezogen. Öffnung, Sorte, Preis, Wassertiefe und Zufahrt sind mit STP abzustimmen; die Marinareservierung schließt dort weder einen Tanktermin noch einen Warteplatz ein.
Für Notfall- und Wartungsarbeiten arbeitet die Marina mit technischen Betrieben der Gruppe zusammen. Ein- und Auswasserung sowie größere Werftaufträge finden in einer gesonderten Anlage statt; aktuelle Traglasten von Kran oder Travellift werden für Port de Mallorca selbst nicht ausgewiesen. Gewicht, Breite und Termin sind deshalb vor Verlegung zur Werft zu bestätigen.
Graue, schwarze und ölhaltige Abwässer können selektiv abgesaugt werden, hinzu kommen getrennte Abfallsammlung, Taucher, Manöverhilfe, Schlauchboot und Brandschutz. Die Marina überwacht UKW-Kanal 9 und 16. Sie ist ein eigenständiger Betrieb und darf nicht mit Marina Moll Vell, Club de Mar oder Marina Palma Cuarentena verwechselt werden.
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Palmas Paseo Marítimo: eine Stadtstraße auf gewonnenem Meeresgrund
Bis ins 20. Jahrhundert reichte das Wasser weiter landeinwärts
Die heutige Avenida de Gabriel Roca wirkt wie eine natürliche Grenze zwischen Palma und Hafen. Tatsächlich ist ein großer Teil dieser Uferzone künstlich. Westlich der Altstadt lagen Buchten, Werften und felsige Abschnitte unmittelbar am Wasser; Straßenverbindungen verliefen weiter im Landesinneren.
Mit dem Wachstum von Handelshafen, Marine und Stadt wurde eine durchgehende Verbindung entlang der Küste immer wichtiger. Hafenbecken und Kaianlagen veränderten bereits zuvor die Strömung und Uferlinie, doch erst das große Promenadenprojekt schuf den heutigen Maßstab.
Gabriel Roca trieb den Bau ab Ende der 1940er Jahre voran
Der Ingenieur Gabriel Roca förderte ab dem Ende der 1940er Jahre den Ausbau der Hafenfront. Aufschüttungen gewannen Flächen aus dem Meer; in den 1950er und 1960er Jahren verlängerte sich die neue Verkehrsachse Richtung Porto Pi. Der offizielle Straßenname erinnert bis heute an ihn.
Die Arbeiten beeinflussten bestehende Betriebe unmittelbar. Astilleros de Palma musste zeitweise eine Drehbrücke in der neuen Straße nutzen, damit Schiffe weiterhin von den Hellingen zu Wasser gelassen werden konnten. Die Promenade verband also nicht nur Viertel, sondern durchschnitt eine zuvor zusammenhängende Arbeitszone am Hafen.
Aus der Verkehrsschneise wurde erneut eine Stadtpromenade
Über Jahrzehnte trug die Avenida mehrere Fahrspuren und trennte Fußgänger deutlich vom Wasser. Sporthäfen wie Port de Mallorca entstanden auf den vorgelagerten Hafenflächen; die Marina eröffnete 2001 und wurde 2017 technisch neu geordnet.
Die jüngste Umgestaltung des Paseo Marítimo reduzierte die Dominanz des Autoverkehrs und gab Fußwegen, Bäumen und Aufenthaltsflächen mehr Raum. Damit schließt sich ein bemerkenswerter Kreis: Eine Uferstraße, die einst durch Landgewinnung und Hafentechnik entstand, soll die Stadt heute wieder näher ans Wasser führen. Von den Stegen aus ist diese Schichtung gut erkennbar – Marina im Vordergrund, Promenade auf Aufschüttung und die ältere Bebauung erst dahinter.