Palma de Mallorca – Muelle de La Lonja

Liegeplätze und Infrastruktur der La Lonja Marina Charter

Die Liegeplatzanlage am Muelle de la Lonja wird von La Lonja Marina Charter verwaltet und ist für gewerblich vermietete Boote bestimmt. Die Ende 2025 neu erteilte Konzession umfasst 18.288,60 Quadratmeter und läuft acht Jahre. Die zugrunde liegende Planung sieht auf zwei Stegen 103 Plätze für Charterboote von zwölf bis 20 Meter Länge vor.

Wasser und Strom sind in den öffentlich auffindbaren Unterlagen zur neuen Konzession nicht so detailliert beschrieben, dass Anschlussart und Leistungswerte zuverlässig genannt werden können. Beide Leistungen sind mit dem Flottenbetreiber zu bestätigen. Dasselbe gilt für Sanitär-Einrichtungen: Toiletten, Duschen, Wäscherei, Zugang und Öffnungszeiten werden nicht in einer aktuellen allgemein zugänglichen Serviceliste erläutert.

Zur Konzessionsplanung gehört eine Tankstelle beziehungsweise Kraftstoffversorgungsanlage für Charterboote. Kraftstoffart, Betriebsbeginn nach dem Betreiberwechsel, Öffnung, maximale Bootsmaße und Berechtigung sind vor dem Anlaufen zu klären. Die Anlage ist kein beliebiger öffentlicher Tankstopp außerhalb des Charterbetriebs.

Am Muelle de la Lonja gibt es kein eigenes Werftareal mit veröffentlichtem Kran oder Travellift. Ein- und Auswasserung, Landlager und größere Reparaturen müssen in einem technischen Hafenbereich wie STP oder bei einer anderen geeigneten Werft bestellt werden. Fremdfirmen dürfen nur im Rahmen der Hafen- und Betreiberregeln arbeiten.

Die Stege liegen unmittelbar vor der Altstadt, nahe Fischereikai und stark genutzten inneren Hafenflächen. Die Marina dient vor allem festen Charterbasen und deren Wechselbetrieb; ein freier Transitliegeplatz darf nicht vorausgesetzt werden. Maßgeblich sind die Bestätigung des Charterunternehmens, die aktuelle Belegung und die Weisungen des Hafenpersonals.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Palma de Mallorca – Muelle de La Lonja
Ansicht von Palma de Mallorca – Muelle de La Lonja. Foto: Andrés Nieto Porras from Palma de Mallorca, España / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 2.0.

La Llotja: Palmas steinerne Börse am mittelalterlichen Hafen

Die Kaufleute ließen sich einen eigenen Handelssaal bauen

Nur wenige Schritte vom heutigen Muelle de la Lonja steht das Gebäude, das dem Kai und dem gesamten Viertel den Namen gab. Im frühen 15. Jahrhundert beauftragte das Kollegium der Kaufleute den mallorquinischen Bildhauer und Architekten Guillem Sagrera mit einem repräsentativen Versammlungs- und Vertragsort. Die Bauzeit wird gewöhnlich mit 1426 bis 1448 angegeben.

Damals stand die Llotja unmittelbar am Meer und war Teil der maritimen Stadtfront. Händler, Reeder und Seeleute bewegten Waren und Informationen zwischen Hafen, Kontor und den engen Straßen dahinter. Das Gebäude machte ihren wirtschaftlichen Einfluss in einer Form sichtbar, die sonst vor allem Kirchen und Palästen vorbehalten war.

Sechs Säulen verwandeln den Saal in einen steinernen Palmenhain

Der rechteckige Innenraum besteht aus einer einzigen Halle. Sechs schlanke, spiralförmig gedrehte Säulen steigen ohne Sockel und Kapitell auf und verzweigen sich direkt in die Rippen der Gewölbe. Dadurch bleibt der Raum offen, hell und erstaunlich leicht, obwohl er vollständig aus Stein gebaut ist.

An den äußeren Ecken stehen achteckige Türme; große Maßwerkfenster gliedern die Fassaden. Über dem Hauptportal wacht ein Schutzengel als Patron der Kaufmannschaft. Sagreras Lösung wurde später in der Börse von Valencia und sogar an einem Turm des Castel Nuovo in Neapel aufgegriffen.

Vom Handelsgericht zum Kulturraum

Die Llotja war Sitz des Colegio de la Mercancía, Vertragssaal und Versammlungsort des Consolat de Mar. Dieses maritime Handelsgericht regelte Streitfälle einer Wirtschaft, deren Verträge, Risiken und Warenströme weit über Mallorca hinausreichten.

Heute bildet der denkmalgeschützte Bau zusammen mit Kaufmannskapelle und Consolat de Mar ein Ensemble der Balearenregierung. Die Halle dient Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen. Zwischen dem gotischen Saal und den heutigen Charterstegen liegt inzwischen der Passeig de Sagrera; dennoch bleibt die historische Beziehung unmittelbar ablesbar: Vor der früheren Börse des Seehandels befindet sich weiterhin ein Hafenarbeitsplatz, nur sind es heute Charterübergaben statt Warenkontrakte, die den Rhythmus bestimmen.

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