Palma de Mallorca – Marina Palma Cuarentena

Liegeplätze und Infrastruktur in Marina Palma Cuarentena

Marina Palma Cuarentena liegt am historischen Quarantäne-Kai im inneren Hafen von Palma. Seit 2025 wird sie von D-Marin Spain betrieben. Die kompakte Anlage besitzt 70 Liegeplätze und nimmt Yachten bis 70 Meter Länge auf. Platzbreite, Tiefgang und Manövrierraum werden für jede Anfrage einzeln geprüft.

Wasser und Strom stehen rund um die Uhr am Liegeplatz bereit. Die Anschlüsse liefern 220 oder 380 Volt und für große Yachten bis 250 Ampere. WLAN, Satellitenfernsehen, Rezeption, Paketannahme, Parkplätze, Marinerodienst, Manöverhilfe per Schlauchboot sowie bewachte Zugänge gehören zur aktuellen Ausstattung.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten und Duschen in einem eigenen Servicebereich. Die öffentlich zugängliche Betreiberübersicht nennt keine Wäscherei. Wer Wäsche, barrierefreie Räume oder einen Zugang außerhalb der Rezeptionszeit benötigt, sollte die konkrete Leistung deshalb vor dem Aufenthalt bestätigen lassen.

Eine eigene Tankstelle wird von D-Marin für Palma Cuarentena nicht ausgewiesen. Kraftstoffversorgung kann über die Anlagen des Hafens beziehungsweise über einen zugelassenen Lieferdienst organisiert werden; Sorte, Lieferstelle, Mindestmenge und Termin sind getrennt zu vereinbaren. Die Reservierung eines Liegeplatzes enthält keine Betankung.

Die Marina besitzt keine veröffentlichte eigene Werft und nennt weder Kran noch Travellift. Yachtwartung, Reinigung, Taucher sowie Absaugung von Bilgen- und Schwarzwasser werden organisiert; größere Arbeiten und Ein- oder Auswasserungen erfolgen in einer gesonderten Werftanlage. Brandschutz, Erste Hilfe und getrennte Abfallsammlung ergänzen den Betrieb. Der Name bezeichnet ausschließlich den Cuarentena-Ponton und nicht die benachbarten Marinas am Paseo Marítimo.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Palma de Mallorca – Marina Palma Cuarentena
Ansicht von Palma de Mallorca – Marina Palma Cuarentena. Foto: Z thomas / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0.

La Cuarentena: Palmas historische Sperrstation gegen Seuchen

Quarantäne begann in Palma bereits im 15. Jahrhundert

Als Hafenstadt war Palma regelmäßig mit der Gefahr eingeschleppter Krankheiten konfrontiert. Die Insel bot zugleich einen natürlichen Vorteil: Ankommende Schiffe, Menschen und Waren ließen sich vor dem Zugang zur Stadt kontrollieren. Bereits 1475 ordneten die Behörden eine organisierte Quarantäne an und nutzten dafür zunächst einen Turm im Gebiet von Porto Pi.

Die Bezeichnung meinte nicht nur vierzig Tage Wartezeit. Eigene Gesundheitsbeamte, sogenannte Morberos, prüften Herkunft, Ladung und Gesundheitszustand. Verdächtige Reisende und Güter blieben abgesondert, bis eine Freigabe erteilt wurde.

1656 entstand ein eigenes Lazarett am Süßwasser

In der Mitte des 17. Jahrhunderts reichte die provisorische Unterbringung nicht mehr aus. 1656 wurde bei s’Aigo Dolça ein festes Lazarett errichtet. Pläne aus dem 19. Jahrhundert zeigen einen gegliederten Komplex für Isolation, Lagerung und Verwaltung, der den Kontakt zwischen möglicherweise Infizierten und der Stadt begrenzen sollte.

Von den Gebäuden blieb nur wenig erhalten. Die meerseitige Pforte mit Inschrift und Wappen erinnert an den Standort; der benachbarte Park trägt weiterhin den Namen Jardins de la Quarantena. Der heutige Marinakai bewahrt dieselbe Ortsbezeichnung.

Im 19. Jahrhundert verlagerte sich die Insellösung nach Maó

Das Palmaer Lazarett blieb bis ins frühe 19. Jahrhundert in Gebrauch. Danach konzentrierten die Behörden die großen Quarantäneaufgaben zunehmend im Hafen von Maó, dessen abgeschlossene Lazarettinsel bessere räumliche Trennung bot. Palmas frühere Station verlor damit ihre ursprüngliche Funktion.

Die Umgebung entwickelte sich später zum Stadtviertel El Terreno. Was einst bewusst außerhalb der bebauten Stadt lag, wurde von Wohnhäusern, Promenade und Hafenanlagen umschlossen. Gerade deshalb ist der Name Cuarentena heute ein präziser historischer Hinweis: Unter den modernen Stegen liegt ein Abschnitt der Hafenfront, an dem Mallorca über Jahrhunderte versuchte, Handel offenzuhalten und Epidemien dennoch vor den Stadttoren zu stoppen.

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