Palma de Mallorca – Club de Mar
Liegeplätze und Infrastruktur im Club de Mar-Mallorca
Der Club de Mar-Mallorca wurde nach einer mehrjährigen, umfassenden Modernisierung im März 2026 wiedereröffnet. Die neu geordnete Marina besitzt 543 Liegeplätze; 251 sind für acht bis 15 Meter, 204 für 16 bis 30 Meter und 71 für 31 bis 60 Meter vorgesehen. Weitere Plätze nehmen Yachten bis etwa 170 Meter auf, stets nach individueller technischer Prüfung.
Wasser liegt an sämtlichen veröffentlichten Platzklassen an. Strom reicht von 20 Ampere einphasig bei kleinen Plätzen bis zu dreiphasigen Anschlüssen von 1.250 Ampere an einem 155-Meter-Liegeplatz. WLAN, 24-Stunden-Marinerodienst, ganzjährige Überwachung, Parken und Flovac-Absaugung für Schmutzwasser am Liegeplatz gehören zum Betrieb.
Die aktuelle Marinaübersicht erläutert die Sanitär-Infrastruktur nach der Neueröffnung nicht im Detail. Toiletten, Duschen, Umkleiden und Zugangsberechtigung sind deshalb mit der Rezeption zu klären, insbesondere solange einzelne neue Gewerbe- und Clubbereiche ihren Betrieb aufnehmen. Die vier neuen Gebäude enthalten außerdem Mitglieder-, Sport-, Gastronomie- und öffentliche Geschäftsflächen.
Die Tankstelle verkauft Benzin 95 und Diesel. Boote bis 25 Meter können am Kraftstoffkai tanken; Diesel wird größeren Yachten direkt am Liegeplatz geliefert. Als veröffentlichte Öffnungszeit gilt täglich 9 bis 20 Uhr. Liefermenge, Zugang und Preis sind vorab abzustimmen.
Der Club nennt Kran, Schwimmplattform, Taucher, Hafenverschleppung sowie Land- und Hallenaufenthalt als technische Leistungen, veröffentlicht aber keine aktuellen Traglasten oder maximalen Rumpfmaße. Jeder Hub und jede Werftbelegung erfordern daher eine gesonderte Freigabe. Die Marina liegt am Muelle Pelaires zwischen innerer Stadtfront und Porto Pi und ist nicht mit den weiter östlich gelegenen Palma-Marinas zu verwechseln.
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Porto Pi: ein seit sieben Jahrhunderten aktives Seezeichen
Die geschützte Bucht war schon in römischer Zeit ein Zufluchtsort
Westlich des Club de Mar schneidet die kleine Bucht von Porto Pi in die Küste. Römische Schiffe suchten hier Schutz vor Stürmen, lange bevor der heutige Großhafen entstand. Die schmale Zufahrt ließ sich gut beobachten und verteidigen; mehrere Türme sicherten später den Ankerplatz.
Von diesen Bauwerken blieben zwei erhalten. Der Torre de Paraires steht landseits der modernen Hafenstraße, der andere Turm befand sich ursprünglich am Ende der Einfahrt und wurde zum Träger des Hafenfeuers.
Der Leuchtturm ist seit dem frühen 14. Jahrhundert belegt
Schriftliche Hinweise auf das Licht von Porto Pi reichen bis ungefähr 1300 zurück. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde der vorhandene Turm zum Leuchtturm umgebaut. Er gilt nach dem Herkulesturm in A Coruña als zweitältester Leuchtturm Spaniens und gehört zu den ältesten noch arbeitenden Seezeichen weltweit.
Die Anlage war mehr als ein einzelnes Feuer. Beobachter und Hafenpersonal nutzten optische Signale, um Schiffsbewegungen zu melden und die Zufahrt zu organisieren. So verband Porto Pi Navigation, Verteidigung und Verwaltung an einem Punkt der Bucht.
Das Museum bewahrt die Technik der Balearenfeuer
Im historischen Komplex befindet sich heute eine Sammlung maritimer Signaltechnik. Optiken, Lampen, Möbel, Dokumente und Alltagsgegenstände zeigen, wie Leuchtturmwärter Lichtstärke, Brennstoff und Wartung über Generationen bewältigten. Das Archiv dokumentiert zugleich den Ausbau des gesamten balearischen Leuchtturmnetzes.
Die technische Kontinuität ist am Standort besonders deutlich. Hinter dem mittelalterlichen Turm liegen Marine- und Handelsflächen, davor moderne Großyachten mit elektrischen Anschlüssen im Megawattbereich. Trotz dieses Maßstabswechsels erfüllt das alte Feuer weiterhin seinen ursprünglichen Zweck: Es markiert den westlichen Teil eines Hafens, dessen sichere Nutzung seit Jahrhunderten von präzisen Seezeichen abhängt.