El Arenal – Club Nautico Arenal
Liegeplätze und Infrastruktur im Club Nàutic S'Arenal
Der Club Nàutic S'Arenal liegt an der östlichen Seite der Bucht von Palma, an der Mündung des Torrent des Saluet. Aktuelle Verzeichnisse nennen 645 bis 667 Liegeplätze für Boote ungefähr zwischen sechs und 20 Meter Länge. Da die veröffentlichten Summen voneinander abweichen, sind Platzmaß, Tiefgang und Verfügbarkeit nur mit einer bestätigten Reservierung verbindlich.
Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen zur Verfügung. WLAN, Marinerodienst und überwachte Zugänge ergänzen den Hafenbetrieb. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen, barrierefreie Einrichtungen sowie Waschmaschine und Trockner. Clubhaus, Restaurant, Schwimmbecken und Parkflächen liegen innerhalb des Geländes.
Eine Tankstelle versorgt Sportboote; aktuelle Kraftstoffsorten und Öffnungszeiten werden auf der frei zugänglichen Betreiberseite nicht zuverlässig dargestellt. Benzin oder Diesel dürfen daher erst nach telefonischer Bestätigung eingeplant werden. Gleiches gilt für Warteposition, maximale Bootslänge und Bezahlung außerhalb der Bürozeiten.
Das Werftareal besitzt Rampe, Freiflächen, Werkstätten und einen Travellift, der in aktuellen Marina-Verzeichnissen mit bis zu 70 Tonnen angegeben wird. Die Betreiberseite lässt sich öffentlich derzeit nicht so auswerten, dass diese Traglast verifiziert werden kann. Gewicht, Breite, Anschlagpunkte und Termin müssen deshalb vor jedem Hub direkt vom Club bestätigt werden.
Der Hafen ist Trainingszentrum für Segeln, Kanu und Regattasport und zugleich stark von festen Vereinsplätzen geprägt. Transitplätze sind nur nach Verfügbarkeit erhältlich. Die Clubanlage darf nicht mit Arenys de Mar auf dem spanischen Festland verwechselt werden, das wegen der ähnlichen Abkürzung CNAM in Suchergebnissen häufig an erster Stelle erscheint.
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S'Arenal: ein Hafen auf dem früheren Kai der Steinbrecher
Marès-Stein formte Küste und Siedlung
Rund um S'Arenal liegen mächtige Schichten aus Marès, einem Kalksandstein, der aus verfestigten alten Dünen und Resten von Muscheln und anderen Meeresorganismen entstand. In 41 Prozent des Gemeindegebiets von Llucmajor tritt dieses Material zutage. Seit mindestens dem frühen 15. Jahrhundert wurde es in zahlreichen Steinbrüchen gewonnen.
Die Trencadors brachen die Quader ursprünglich vollständig von Hand. Noch heute zeigen Felsstufen im Ort, aufgelassene Gruben und die Fundamente älterer Häuser, wo Material entfernt wurde. An der Küste tragen ehemalige Abbauflächen sogar den Namen Pedreres de la Seu, weil von dort Stein für Palmas Kathedrale und weitere Bauten kam.
Am Standort des Clubs wurden Steine verschifft
Ein kleiner Anleger befand sich dort, wo heute die Sporthafenanlage liegt. Karren brachten Marès-Quader aus den Gruben zum Wasser; Boote verteilten sie entlang der Küste. Auf dem Rückweg transportierten sie Rohgips aus dem Gebiet von Calvià über die Bucht.
In S'Arenal wurde der Gips in Öfen gebrannt und anschließend in Windmühlen zerkleinert. Dieselben Mühlen konnten auch Paprika mahlen. Eine erhaltene Struktur im oberen Ortsteil und eine Rekonstruktion eines Hebewerks im Parc Joan Ferrer erinnern an diese Verbindung von Steinbruch, Mühle und Küstentransport.
Aus dem Gewerbeanleger wurde ein Sporthafen
Die feste Siedlung entstand erst um 1887, als eine neue Straße den Zugang zum Strand erleichterte und große Landgüter parzelliert wurden. Steinbrecher, Fischer und Tagelöhner bildeten die frühe Bevölkerung. Neben dem Materialtransport gewann das Baden im Meer langsam an Bedeutung.
1952 gründete sich nahe der Torrentmündung ein kleiner Verein mit dem Ziel, einen Hafen für Sportfischer anzulegen. Erweiterungen von 1969 und 1982 schufen die Grundform des heutigen Club Nàutic. Damit blieb der Ort seinem historischen Verkehrspunkt treu, obwohl sich die Ladung vollständig änderte: Anstelle von Steinquadern und Rohgips bewegen die Stege heute Sportboote, Ausbildungsgruppen und Regattaflotten.