Andratx – Port d' Andratx

Liegeplätze und Infrastruktur im Port d’Andratx

Port d’Andratx ist ein natürlicher Hafen mit mehreren getrennten Betreiberbereichen. PortsIB verwaltet den östlichen Teil des inneren Beckens direkt; daneben liegen der Club de Vela und die neue Konzession Marina Port Andratx. Deren veröffentlichte Gesamtkapazität von 547 Plätzen bis 30 Meter darf nicht als Zahl frei buchbarer PortsIB-Transitplätze verstanden werden.

Wasser und Strom sind im direkt verwalteten Hafenbereich am Liegeplatz ausgewiesen. Maximale Stromstärke, Steckertyp und Verbrauchsabrechnung veröffentlicht PortsIB nicht im Detail. Transitplätze des Reservierungssystems sind grundsätzlich für Boote bis 15 Meter vorgesehen; größere oder saisonale Plätze müssen beim jeweils zuständigen Betreiber angefragt werden.

Die Sanitär-Infrastruktur des öffentlichen Hafens umfasst Toiletten. Duschen werden in der aktuellen PortsIB-Liste nicht ausdrücklich genannt und sind vor der Ankunft zu bestätigen. Parkplätze, Hafenbüro, Wetterinformationen, Restaurants, Bus- und Taxianschluss, Rettungs- und Feuerlöscheinrichtungen sowie getrennte Sammlung von Haus-, Gefahr-, Bilgen- und Schmutzwasserabfällen sind vorhanden.

Eine Tankstelle befindet sich im Hafen. Kraftstoffsorten, Öffnungszeiten, Wassertiefe am Zapfplatz und die zulässige Bootslänge werden aktuell nicht belastbar veröffentlicht; diese Angaben sind direkt beim Hafenbüro zu erfragen. Plätze von Club de Vela oder Marina Port Andratx besitzen eigene Zugangs- und Abrechnungsregeln.

Rampe, Hebemöglichkeit und Bootswerkstätten sind ausgewiesen, jedoch ohne aktuelle öffentliche Traglasten oder maximale Rumpfmaße. Jeder Hub benötigt deshalb eine technische Freigabe. PortsIB arbeitet auf UKW-Kanal 8. Im Sommer 2026 kommen am äußeren Damm elf saisonale Konzessionsplätze hinzu: acht Plätze mit 25 mal 7,5 Metern und drei längsseits genutzte Abschnitte, jeweils nur vom 1. Juni bis 30. September.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Port d’Andratx: Fischerbucht unter den Wachttürmen von sa Mola

Die tiefe Bucht bot Schutz, aber keine Sicherheit vor Korsaren

Port d’Andratx zählt zu Mallorcas ausgeprägtesten Naturhäfen. Die weit ins Land reichende Bucht schützte kleine Fischer- und Transportboote vor offenem Seegang, zugleich blieb ihre Einfahrt von See gut erreichbar. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert bedrohten deshalb wiederholt Korsaren die Küste und die weiter landeinwärts gelegenen Siedlungen.

Ein Netz aus Türmen sollte verdächtige Schiffe früh melden. Feuer-, Rauch- und andere vereinbarte Zeichen gaben Warnungen von Posten zu Posten weiter, damit Bewohner Schutz suchen und Verteidiger reagieren konnten.

Sa Mola bewachte die Hafeneinfahrt über Jahrhunderte

Auf der südlichen Halbinsel steht rund 80 Meter über dem Meer die Torre de sa Mola, auch Torre de Sant Carles oder Torre Vella genannt. Eine ältere Hafenbefestigung aus dem 14. Jahrhundert wurde 1590 im Rahmen des von Joan Binimelis entworfenen Küstenwarnsystems erneuert.

Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der massive Rundbau zwei Geschütze. Mit etwa 15 Metern Durchmesser und elf Metern Höhe war er Beobachtungspunkt und bewaffnete Stellung zugleich. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die militärische Nutzung aufgegeben. Eine zweite historische Verteidigungsanlage steckt heute, äußerlich kaum noch als solche erkennbar, in einem privaten Wohnhaus an der Carrer Rodríguez Acosta.

Die Fischerei blieb sichtbar, obwohl der Ort sich wandelte

Der Hafen entwickelte sich von einem kleinen Fischerrefugium zu einem Wohn-, Gastronomie- und Wassersportort. An der Uferpromenade liegen heute Restaurants und Geschäfte, doch die Llotja belegt, dass die Berufsfischerei nicht vollständig verschwunden ist. Dort werden die Fänge der lokalen Boote angelandet und am Nachmittag verkauft.

Auch die räumliche Struktur erzählt diesen Übergang: Fischereikai, öffentlicher Hafen, Yachtclub und neue Marina teilen sich dieselbe Bucht. Darüber stehen die alten Wachttürme, am Ausgang markiert der schwarz-weiß gestreifte Leuchtturm von Cap de sa Mola die Küste. So sind Verteidigung, Erwerbsfischerei und moderner Hafenbetrieb nicht nacheinander verschwunden, sondern an einem engen Naturhafen gleichzeitig ablesbar.

Restaurants und Hotels in der Nähe