Alcudia – Marina Alcudiamar

Liegeplätze und Infrastruktur in Alcudiamar

Alcudiamar ist die große Sportmarina im Port d’Alcúdia. Sie besitzt 745 Liegeplätze, davon 563 feste und 182 für Transitboote. Die Platzklassen reichen von sechs mal 2,5 Metern bis 30 mal 8,5 Metern; die Wassertiefe liegt je nach Hafenabschnitt zwischen ungefähr zwei und vier Metern.

Wasser und Strom stehen über intelligente Versorgungssäulen am Liegeplatz bereit. Die aktuellen Unterlagen nennen 220 oder 380 Volt und bis zu 125 Ampere. WLAN, Online-Check-in, Parkplätze, Wetterstation, 24-Stunden-Marinerodienst, CCTV, Sicherheitsdienst und barrierefreie Einrichtungen ergänzen den Betrieb.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen und Wäscherei. Deren veröffentlichte Öffnung liegt von April bis September zwischen 8 und 16 Uhr und von Oktober bis März zwischen 10 und 16 Uhr. Restaurants, Geschäfte, Minimarkt, Unterkunft und Kinderspielbereich befinden sich innerhalb des Komplexes.

Die Tankstelle arbeitet rund um die Uhr im Selbstbedienungsbetrieb. Zusätzlich ist für die Plätze A-649 bis A-745 Betankung direkt am Liegeplatz vorgesehen. Kraftstoffsorte, Kartenakzeptanz, Mindestmenge und erforderliche Anmeldung sind dennoch vorab zu prüfen. Bilgen- und Fäkalienwasser sowie Haus- und Gefahrstoffe werden getrennt angenommen.

Das Werftareal umfasst 12.000 Quadratmeter Freifläche. Der Travellift hebt bis 150 Tonnen bei maximal 6,8 Meter Breite; eine mobile Krananlage und Transportgeräte ergänzen ihn. Strom steht im Werftbereich bis 63 Ampere bereit. Gewicht, Abmessungen, Anschlagpunkte und Stellplan benötigen vor jedem Hub eine technische Freigabe.

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Pollentia: eine römische Hafenstadt zwischen zwei Buchten

Rom gründete Pollentia nach der Eroberung von 123 vor Christus

Als der Konsul Quintus Caecilius Metellus Mallorca 123 vor Christus in die römische Republik eingliederte, entstanden mit Palma und Pollentia zwei neue städtische Zentren. Pollentia lag strategisch zwischen der Bucht von Pollença und der Bucht von Alcúdia und kontrollierte damit fruchtbares Land sowie zwei Zugänge zum Meer.

Die junge Siedlung blieb zunächst klein. Nach politischen Neuordnungen im 1. Jahrhundert vor Christus wuchs sie jedoch stark und entwickelte sich zwischen dem 1. vorchristlichen und dem 3. nachchristlichen Jahrhundert zur bedeutendsten römischen Stadt der Balearen.

Auf 15 bis 20 Hektar entstand eine vollständige Stadt

Ein rechtwinkliges Straßennetz ordnete Wohnhäuser, Forum, Läden und Tempel. Wasserleitung und Kanalisation gehörten ebenso zur Infrastruktur wie große Domus mit Atrien, Mosaiken und bemalten Wänden. Die Ausgrabungszone La Portella macht mehrere dieser Häuser und eine überdachte Straße sichtbar.

Im Zentrum lagen Kapitolstempel, kleinere Heiligtümer und Tabernae rund um das Forum. Der Wohlstand beruhte nicht allein auf Landwirtschaft: Pollentias Lage verband den Ort mit maritimen Handelswegen im westlichen Mittelmeer.

Das Theater lag nahe dem vermuteten römischen Hafen

Südlich der Stadt wurde im 1. Jahrhundert nach Christus ein Theater in den natürlichen Fels eingeschnitten. Es lag nahe dem Bereich, in dem Archäologen den damaligen Hafen vermuten. Von den Sitzstufen, der Orchestra und den Aufnahmen für eine hölzerne Bühnenkonstruktion sind wesentliche Teile erhalten.

Der antike Hafen ist nicht einfach mit dem heutigen Alcudiamar gleichzusetzen; Küstenlinie und Hafenanlagen veränderten sich über zwei Jahrtausende. Dennoch erklärt Pollentia, weshalb dieser Abschnitt der Bucht schon früh überregionale Bedeutung hatte. Die moderne Marina liegt in einer Hafenlandschaft, deren Rolle als Verbindung zwischen Inselinnerem und See lange vor dem heutigen Port d’Alcúdia begann.

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