Nassau – Palm Cay Marina
Liegeplätze und Infrastruktur der Palm Cay Marina
Die Palm Cay Marina liegt an der Südostküste von New Providence und ist ein offizieller Port of Entry. Mit 194 festen Liegeplätzen bezeichnet der Betreiber sie als größte Marina für kleine und mittlere Yachten auf der Insel. Aufgenommen werden Yachten von 18 bis 100 Fuß beziehungsweise etwa 5,5 bis 30,5 Meter Länge.
Aktuelle Marinaübersichten nennen acht Fuß beziehungsweise rund 2,4 Meter Tiefgang als Obergrenze. Die Eignung hängt trotzdem vom konkreten Platz, der Yachtbreite und den Bedingungen in der Zufahrt ab. Platzmaße und Tiefgang sind deshalb vor der Reservierung zu bestätigen. Zoll- und Einreiseabfertigung muss entsprechend den aktuellen Anmeldeverfahren vereinbart werden.
An jedem Steg stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Genannt werden Anschlüsse mit 30, 50 und 100 Ampere. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen, Umkleiden und Wäscherei. Kostenloses WLAN, Eis, Köder, Abfallentsorgung, Fischreinigungsplatz, Pump-out und ein Marinafahrzeug ergänzen den Betrieb.
Die eigene Tankstelle verkauft Diesel und Benzin, allerdings nur an Mitglieder und Übernachtungsgäste der Marina. Die veröffentlichten Öffnungszeiten sind täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr. Vorrat und Ausgabezeit sollten dennoch bestätigt werden. Kran, Travellift, Slip, Trockendock und Landlager werden nicht mit technischen Grenzwerten als eigene Vollwerft ausgewiesen.
Zum abgeschlossenen Gelände gehören Café, Proviantladen, Restaurants, Strandclub, Erwachsenen- und Kinderpool, Fitnessbereich, Spa, Tennis- und Pickleballplätze. Palm Cay beherbergt außerdem eine BASRA-Seenotrettungsstation für die südöstliche Seite von New Providence. Welche Freizeitbereiche im jeweiligen Liegeplatzpreis enthalten sind, richtet sich nach Buchung und Gaststatus.
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Südliches New Providence: Mangrovenrest und Fox-Hill-Tradition
Bonefish Pond ist kein abgeschlossener Teich
Westlich von Palm Cay schützt der Bonefish Pond National Park 1.235 Acres beziehungsweise rund 500 Hektar Küstenfeuchtgebiet. Trotz seines Namens ist das Gewässer direkt mit dem Meer verbunden. Tide strömt durch Mangrovenkanäle, Seegrasflächen und flache Sandbereiche.
Dieses Gebiet gilt als letztes weitgehend intaktes Gezeiten-Mangrovensystem an der Küste von New Providence. Junge Schnapper, Zackenbarsche, Grunts, Langusten und Barrakudas finden zwischen den Wurzeln Schutz, bevor sie in vorgelagerte Riffe ziehen. Ein 600 Fuß langer Steg erschließt einen Teil des Feuchtgebiets.
Vom Müllplatz zum Nationalpark
Bonefish Pond wurde jahrzehntelang als illegale Ablagerungsfläche behandelt. Berge von Abfall lagen dort, wo sich heute Parkplatz und Zugang befinden. 2002 erklärte die Regierung das Gebiet zum Nationalpark; seit 2008 entfernten National Trust und Freiwillige Müll und pflanzten Mangroven neu.
Die Geschichte macht den Park zu mehr als einem Rest Natur am Stadtrand. Sie zeigt einen Wandel im Verständnis von Feuchtgebieten: Mangroven gelten nicht länger als wertloses Sumpfland, sondern als Kinderstube für Meerestiere, Filter für Küstenwasser und natürlicher Schutz bei Sturmfluten.
Fox Hill erinnert jedes Jahr an die Emanzipation
Im Osten von Nassau liegt Fox Hill, eines der ältesten afro-bahamaischen Dörfer auf New Providence. Die Gemeinde begeht am zweiten Dienstag im August den Fox Hill Day. Das Fest erinnert an die Befreiung der versklavten Vorfahren im britischen Kolonialreich und gilt als ältestes Festival des Landes.
Kirchengottesdienste, gemeinsames Essen, Musik, Tanz und Junkanoo-Rush-outs verbinden historische Erinnerung mit lebendiger Nachbarschaft. Während die Küstenlinie um Palm Cay erst in jüngerer Zeit stark bebaut wurde, bewahrt Fox Hill damit eine eigenständige Dorfidentität innerhalb des heutigen Großraums Nassau.