Nassau – Hurricane Hole Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Hurricane Hole Superyacht Marina

Die Hurricane Hole Superyacht Marina liegt auf Paradise Island östlich der beiden Hafenbrücken. Nach dem vollständigen Umbau wurde sie im November 2022 neu eröffnet. Die Anlage verfügt über 54 Liegeplätze und rund 6.100 laufende Fuß feste und schwimmende Betonstege. Sie ist ein offizieller Port of Entry mit Zoll- und Einreiseabfertigung vor Ort.

Die Plätze reichen von 35 bis 420 Fuß, ungefähr 10,7 bis 128 Meter. Das Hafenbecken besitzt eine 240 Fuß breite Wendefläche; die Tiefe beträgt je nach Platz etwa 13 bis 14,5 Fuß beziehungsweise 4,0 bis 4,4 Meter bei mittlerem Niedrigwasser. Die Zufahrt unter den Paradise-Island-Brücken hat eine begrenzte Durchfahrtshöhe. Länge, Breite, Tiefgang und Masthöhe müssen daher mit der Marina abgestimmt werden.

Wasser und Strom stehen an den Plätzen zur Verfügung. Angeboten werden einphasige Anschlüsse mit 30, 50 und 100 Ampere sowie dreiphasige Versorgung bis 480 Volt und 400 Ampere. Kostenloses WLAN ist vorhanden; auf Anfrage kann eine direkte Glasfaserverbindung eingerichtet werden. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören Toiletten, Duschen und Waschmaschinen. Pump-out erfolgt mobil am Liegeplatz.

Die öffentliche Tankstelle zwischen den Brücken verkauft täglich Diesel und Benzin. Zusätzlich kann Diesel mit mindestens 48 Stunden Vorlauf direkt an ausgewählte Liegeplätze geliefert werden. Eis, Müllabholung, Reinigung, Proviantlieferung und Yachtservice sind verfügbar. Kran, Travellift, Slip, Trockendock und allgemeines Landlager werden nicht als Teil der Marina ausgewiesen.

Captain’s Lounge, Crew-Fitnessraum, Pool, Sicherheitsdienst und Concierge gehören zur Anlage. Im Paradise-Landing-Komplex befinden sich außerdem Lebensmittelgeschäft, Apotheke, medizinisches Zentrum, Weinhandel und Restaurant. Die Marina ist stark auf große Yachten ausgerichtet; Leistungen und Nebenkosten müssen entsprechend dem konkreten Platzangebot geprüft werden.

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Anreise und Einkaufen

Paradise Island: von Hog Island zum abgeschlossenen Resortstandort

Der alte Name Hog Island blieb bis 1962 amtlich

Paradise Island hieß über Jahrhunderte Hog Island. Der Name wird oft mit dort gehaltenen Schweinen erklärt und ist spätestens auf frühen Karten und in Kolonialunterlagen belegt. Erst ein Gesetz von 1962 legte „Paradise Island“ als amtliche Bezeichnung fest.

Ein sichtbarer Rest des alten Namens steht an der Westspitze: der 1817 errichtete Hog Island Lighthouse. Er markiert die Einfahrt nach Nassau Harbour und gilt als ältester erhaltener Leuchtturm der Westindischen Inseln. Der Turm entstand lange bevor Hotels, Brücken und Marinas das Inselbild veränderten.

Die Brücken machten aus der Insel einen Stadtteil

Die Entwicklung großer Hotel- und Ferienanlagen erforderte eine feste Verbindung nach New Providence. Heute überspannen zwei Brücken den östlichen Nassau Harbour. Sie tragen Straßenverkehr nach Paradise Island und prägen zugleich die Zufahrt zur Hurricane Hole Marina.

Unter den Brücken liegt Potter’s Cay. Dort bestehen Fischerstege, Obststände und bunt gestrichene Conch-Shacks neben den Verkehrsachsen. Der Ort zeigt die andere Seite des Hafens: lokale Fischerei und täglicher Marktverkehr unmittelbar unter der Infrastruktur des internationalen Resortstandorts.

Hurricane Hole wurde 2022 technisch neu gebaut

Der Name bezeichnet ursprünglich einen geschützten Liegeplatz, in dem Boote bei schweren Stürmen Zuflucht suchen. Beim jüngsten Umbau wurde das Becken vertieft, mit festen und schwimmenden Betonstegen versehen und für sehr große Yachten ausgebaut. Neue Seemauern, kräftigere Beschläge und umfassende Stromversorgung ersetzten die frühere Anlage.

Auch die Nutzung änderte sich. Wo eine klassische Marina lag, bildet heute ein gesicherter Komplex aus Liegeplätzen, Wohnungen, medizinischen Angeboten, Einzelhandel und Gastronomie den Kern von Paradise Landing. Der Umbau macht damit die langfristige Transformation von Hog Island besonders deutlich: vom schmalen Gegenüber Nassaus zu einem hoch technisierten privaten Stadtquartier am Wasser.

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