Nassau – Bay Street Marina
Liegeplätze und Infrastruktur der Bay Street Marina
Die Bay Street Marina liegt im östlichen Nassau Harbour zwischen Innenstadt und den Brücken nach Paradise Island. Sie verfügt über 120 feste Liegeplätze für Yachten von 40 bis 500 Fuß, rund 12,2 bis 152 Meter. Zoll und Immigration kommen nach vorheriger Anmeldung zur Marina; die digitale Einreise über Click2Clear bleibt trotzdem erforderlich.
Der Betreiber nennt zwölf Fuß beziehungsweise etwa 3,7 Meter Tiefe bei Niedrigwasser und bis zu 20 Fuß in tieferen Bereichen. Nicht jeder Platz ist für den maximalen Tiefgang oder die größte Länge geeignet. Yachtlänge, Breite, Tiefgang und Liegeplatz müssen deshalb direkt bestätigt werden. Die Marina überwacht UKW-Kanal 16; für Hilfe am Steg wird Kanal 8 genannt.
Jeder Platz besitzt Umkehrosmose-Wasser und Strom. Die Versorgung reicht von 30 Ampere bis zu direkten 480-Volt-Anschlüssen für große Yachten. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören klimatisierte Toiletten, Duschen und eine vollständige Wäscherei. Kostenloses WLAN, Pump-out, Abfallentsorgung, Eis, Fischreinigungsplatz, Grillstation, CCTV und rund um die Uhr laufende Sicherheitstechnik ergänzen den Hafen.
Auf Dock D befindet sich eine RUBIS-Tankstelle für Diesel und Benzin; auf weiteren Docks ist Bunkerlieferung möglich. Preise, Mengen und Zeitfenster müssen vereinbart werden. Für längerfristige Belegung werden einzelne Trockenplätze mit Bootsliften angeboten. Einen allgemeinen Travellift, Kran, Slip oder Vollwerftbetrieb mit veröffentlichten Grenzwerten gibt es dagegen nicht.
Pool, Fitnessraum, Gästelounge, Businessbereich und das Restaurant Green Parrot gehören zur Anlage. Die Marina liegt nahe an Bootsausrüstern und städtischer Versorgung. Frischwasser und Strom werden nach Verbrauch berechnet; veröffentlichte Preise stammen aus 2023 und müssen vor Buchung als noch gültig bestätigt werden.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
Anreise und Einkaufen
Flughäfen in der Nähe
Supermärkte in der Nähe
Nassau Harbour: Leuchtturm, Festungsweg und Handelsgeschichte
Hog Island Lighthouse markiert die westliche Hafeneinfahrt
Am westlichen Ende des heutigen Paradise Island steht der 1817 errichtete Hog Island Lighthouse. Damals trug die Insel noch den Namen Hog Island. Der Turm gilt als ältester erhaltener Leuchtturm der Westindischen Inseln und markiert die nordwestliche Zufahrt nach New Providence und Nassau Harbour.
Der schmale Hafenkanal zwischen New Providence und Paradise Island war über Jahrhunderte zugleich Schutzraum, Handelsweg und militärischer Zugang. Heute teilen sich Frachtschiffe, Kreuzfahrtschiffe, Fähren, Arbeitsboote und Yachten diese Wasserstraße; die Brücken nach Paradise Island überspannen den östlichen Teil.
Die Queen’s Staircase wurde aus Kalkstein geschlagen
Oberhalb der Altstadt liegt Fort Fincastle. Zwischen 1793 und 1794 schlugen versklavte Arbeiter eine Treppe durch den massiven Kalkstein, um eine direkte Verbindung zwischen Fort und Nassau zu schaffen. Sie ist als Queen’s Staircase oder „66 Steps“ bekannt, obwohl heute nur 65 Stufen sichtbar sind.
Die unterste Stufe verschwand beim Asphaltieren des Zugangs. Später erhielt die Anlage ihren Namen zu Ehren Königin Victorias. Der tiefe Einschnitt macht sichtbar, wie der lokale Kalkstein nicht nur Baumaterial lieferte, sondern die Verteidigungs- und Verkehrswege der Kolonialstadt bestimmte.
Bay Street war Markt, Verwaltungsachse und Hafenfront
Bay Street gilt als älteste Hauptstraße der Bahamas. Ihre Lage parallel zum Hafen verband Lagerhäuser, Markt, Verwaltung und Schiffsanleger. Das vor 1769 errichtete Vendue House diente bis ins späte 19. Jahrhundert als Markthalle; dort wurden Waren und versklavte Menschen verkauft.
Seit 1992 beherbergt das Gebäude das Pompey Museum of Slavery and Emancipation. Es trägt den Namen des Exumaers Pompey, der 1829 Widerstand gegen die Zwangsumsiedlung versklavter Menschen leistete. Damit steht nur wenige Straßen von modernen Marinas entfernt ein Ort, der die wirtschaftliche und menschliche Gewalt hinter dem historischen Hafenhandel dokumentiert.