Georgetown / Great Exuma – Emerald Bay Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Marina at Emerald Bay

Die Marina at Emerald Bay liegt bei Rokers Point an der Nordostküste von Great Exuma, etwa 14 Meilen nordwestlich von George Town. Sie ist ein offizieller Port of Entry und wird von See aus direkt über den Exuma Sound erreicht. Die Marina ist geöffnet; ihre eigene Website befindet sich zwar im Wartungsmodus, nennt aber aktuelle Büro- und Tankzeiten.

Aktuelle Branchenangaben führen 133 schwimmende Betonliegeplätze, darunter ungefähr 40 Gastplätze. Yachten bis 240 Fuß beziehungsweise rund 73 Meter können aufgenommen werden. Für Zufahrt und Stege werden 14 Fuß beziehungsweise etwa 4,3 Meter Tiefe genannt. Länge, Breite, Tiefgang und Platz müssen dennoch vom Harbourmaster bestätigt werden. UKW-Kanal 16 wird überwacht, Kanal 11 dient als Arbeitskanal.

An den Stegen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Angeboten werden 30, 50 und 100 Ampere, auch dreiphasige Anschlüsse für größere Yachten. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen und Wäscherei. WLAN, Eis, Abfallentsorgung, Sicherheitsdienst und eine Captain’s Lounge ergänzen den Hafenbetrieb.

Die eigene Tankstelle verkauft Diesel und Benzin; veröffentlichte Öffnungszeiten sind 7:30 bis 17:00 Uhr. Preise und Vorrat sollten unmittelbar vor der Abnahme erfragt werden. Einen Pump-out führen aktuelle Verzeichnisse nicht einheitlich. Kran, Travellift, Slip, Trockendock und Landlager mit technischen Grenzwerten werden nicht als eigener Werftservice ausgewiesen.

Die Marina liegt neben dem ehemaligen Sandals Emerald Bay, das zu einem Beaches-Resort umgebaut wird. Zugang zu Golfplatz, Restaurants, Pools oder anderen Resortanlagen darf deshalb nicht automatisch aus dem Liegeplatz abgeleitet werden. Lebensmittel und weitere Versorgung befinden sich in der Umgebung, aber nicht in Form eines großen Marinashops direkt am Steg.

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Anreise und Einkaufen

Great Exuma: Plantagenland, Commonage und Pompeys Widerstand

Baumwolle brachte Loyalisten und versklavte Menschen nach Exuma

Nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kamen ab 1783 britische Loyalisten nach Great Exuma. Sie versuchten, auf dem dünnen Kalksteinboden Baumwolle anzubauen, und brachten dafür versklavte Menschen auf die Insel. Denys Rolle erhielt große Landflächen und errichtete mehrere Plantagen, darunter Steventon, Rolleville und Rolle Town.

Die Baumwollwirtschaft florierte nur kurz. Ausgelaugte Böden und Schädlingsbefall ließen die Erträge sinken, während Eigentümer häufig nach England zurückkehrten. Ruinen, Steinmauern und Gräber erinnern heute an diese Phase, die den Siedlungsplan und viele Familiennamen Great Exumas dauerhaft prägte.

Pompey widersetzte sich einer Zwangsumsiedlung

1829 sollte eine Gruppe versklavter Menschen von der Rolle-Plantage auf Exuma nach Cat Island gebracht werden. Rund 80 Menschen versteckten sich zunächst im Busch. Unter Führung des damals etwa 32-jährigen Pompey nahmen einige ein Salzboot und versuchten, in Nassau beim Gouverneur gegen die Umsiedlung vorzusprechen.

Die Gruppe wurde aufgegriffen und zurückgebracht; Pompey erhielt öffentlich 39 Peitschenhiebe. Der Widerstand löste weitere Streiks und Proteste auf den Rolle-Gütern aus. Pompey gilt deshalb als Nationalheld. Das Pompey Museum in Nassau trägt seinen Namen, während die Ruinen des Gefängnisses von Steventon an den Ort des Konflikts erinnern.

Commonage-Land blieb gemeinschaftlicher Besitz

Fünf sogenannte Lord John Rolle Commonage Estates bestehen auf Exuma fort. In diesen Gebieten wird Land gemeinschaftlich von Nachfahren der ehemals versklavten Bevölkerung gehalten und kann nicht wie gewöhnliches Privateigentum verkauft werden. Rolle Town ist ein besonders deutliches Beispiel für diese bis heute wirksame Rechts- und Sozialstruktur.

Damit steht die Geschichte Great Exumas in starkem Kontrast zu modernen abgeschlossenen Resorts und privaten Marinaentwicklungen. Wenige Kilometer hinter Emerald Bay liegt eine Kulturlandschaft, deren Besitzverhältnisse direkt aus Plantagenwirtschaft, Emanzipation und gemeinschaftlicher Landnutzung hervorgegangen sind.

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