Georgetown / Great Exuma Island – Georgetown Marina
Liegeplätze und Infrastruktur des Exuma Yacht Club
Der Datenbankeintrag „Georgetown Marina“ entspricht nach Lage und Koordinaten dem Exuma Yacht Club am südöstlichen Rand von George Town. Die Marina liegt unmittelbar an der Queen’s Highway und besitzt nach dem Neubau des Wellenbrechers rund 4.000 laufende Fuß Stegfläche. Eine aktuelle feste Zahl der nutzbaren Plätze veröffentlicht der Betreiber nicht.
Für Zufahrt und Liegeplätze werden ungefähr sieben Fuß beziehungsweise 2,1 Meter Tiefe bei Hochwasser angegeben. Diese Angabe ist tideabhängig und reicht nicht als pauschale Zusage. Aktuelle Bewertungen weisen zudem darauf hin, dass nicht jeder Platz für größere Yachten oder alle Versorgungsanschlüsse geeignet ist. Länge, Breite, Tiefgang, Tide und funktionsfähiger Platz müssen direkt bestätigt werden.
An den Stegen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Der Betreiber nennt 30, 50 und 100 Ampere, veröffentlicht aber keine vollständige aktuelle Spannungs- und Preisübersicht. Zur Sanitär-Ausstattung werden Toiletten und Duschen geführt. Eine eigene Wäscherei ist auf der aktuellen Betreiberseite nicht eindeutig genannt; mehrere Wäschereien befinden sich in George Town.
Die Marina besitzt eine Tankstelle für Diesel und Benzin sowie Wasser zum Auffüllen. Kraftstoffart, Vorrat und Ausgabezeit sollten vor Ankunft geprüft werden. Kran, Travellift, Slip, Trockendock oder Landlager mit technischen Grenzwerten werden nicht als eigener Werftbetrieb dokumentiert. Kleinere Reparaturen können örtlich vermittelt werden, sind aber keine garantierte Marina-Leistung.
Auf dem Gelände befinden sich Choppy Waters Bar & Grill, ein Spirituosenladen und vier Gästezimmer. Supermärkte, Restaurants, Banken und weitere Versorgung liegen im Zentrum von George Town. WLAN und Eis werden in aktuellen Marina-Verzeichnissen nicht durchgehend bestätigt und sollten bei Bedarf vorab erfragt werden.
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George Town und die National Family Island Regatta
Elizabeth Harbour wurde zum Treffpunkt der Inselboote
George Town liegt am geschützten Elizabeth Harbour gegenüber von Stocking Island. Der breite Naturhafen bot genügend Raum, um Arbeitsboote aus weit auseinanderliegenden Bahama-Inseln zusammenzubringen. Genau diese Eigenschaft führte 1954 zur ersten Out Island Regatta.
Fast 70 Segelboote kamen damals nach Great Exuma: Schooner, Sloops und Dinghys, die sonst Fracht, Fisch oder Menschen transportierten. Für viele Crews war es der erste organisierte Wettkampf. Die größeren Boote segelten einen 14-Meilen-Kurs, kleinere Dinghys eine Strecke von drei Meilen im Hafen.
Aus Arbeitsbooten wurden eigene Rennklassen
Schon nach dem ersten Jahr entstanden schnellere Boote speziell für die Regatta. Damit die traditionelle Bauweise nicht verschwand, schreiben die Regeln bis heute eine bahamaische Konstruktion, Fertigung und Besatzung vor. Die Sloops werden in Größenklassen eingeteilt und tragen große Großsegel an vergleichsweise niedrigen, offenen Rümpfen.
Ein charakteristisches Merkmal sind die „pry boards“: lange Bretter, auf denen Crewmitglieder weit nach Luv ausreiten, um das Boot aufrecht zu halten. Bei jeder Wende wechseln Menschen und Bretter die Seite. Die Technik macht das Rennen körperlich und hält eine Form des Segelns lebendig, die aus den ehemaligen Arbeitsbooten hervorging.
Eine lokale Regatta wurde nationales Kulturgut
Der Out Island Squadron organisierte die Veranstaltung von 1954 bis 1967. Im Umfeld der Unabhängigkeit wurde eine nationale Regattakommission gegründet; seitdem treten Crews aus vielen Family Islands in George Town gegeneinander an. Das Hafenfest umfasst heute mehrere Tage und weit mehr als die Rennen.
Trotz seines Wachstums bleibt der ursprüngliche Zweck erkennbar: Bootsbau, Segelwissen und Rivalitäten zwischen Inselgemeinden werden nicht in einem Museum bewahrt, sondern praktisch weitergegeben. Elizabeth Harbour ist dadurch einmal im Jahr Bühne eines landesweiten maritimen Archivs.