Compass Cay – Compass Cay Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Compass Cay Marina

Die Compass Cay Marina liegt in einem nahezu vollständig umschlossenen Naturhafen der zentralen Exuma Cays. Sie ist von der Great Bahama Bank sowie über markierte Durchfahrten vom Exuma Sound erreichbar. Der Betreiber nimmt Yachten bis 180 Fuß, rund 54,9 Meter, auf, veröffentlicht aber keine feste Gesamtzahl der aktuell nutzbaren Liegeplätze.

Von der Bankseite können Yachten mit bis zu sechs Fuß beziehungsweise etwa 1,8 Meter Tiefgang bei Niedrigwasser und acht Fuß beziehungsweise 2,4 Meter bei Hochwasser einlaufen. Im inneren Hafen werden zehn bis sechzehn Fuß Tiefe genannt. Die alternative Einfahrt am Joe Cay Cut ist ebenfalls tideabhängig. Erstbesucher sollen sich vom Betreiber einweisen lassen; Tiefgang, Gezeitenfenster, Yachtbreite und Platz müssen vorab bestätigt werden.

An den Stegen gibt es aufbereitetes Umkehrosmose-Wasser und Strom. Die aktuelle Preisliste führt Anschlüsse mit 30, 50 und 100 Ampere sowie dreiphasige 100 Ampere. Wasser und Abfallentsorgung werden separat berechnet. Zur Sanitär-Ausstattung gehören Toiletten und Duschen; Wäscherei wird von Buchungsportalen genannt, auf der aktuellen Betreiberseite jedoch nicht eindeutig als Leistung aufgeführt. WLAN steht in Marina und Unterkünften zur Verfügung.

Compass Cay besitzt keine eigene Tankstelle. Der Betreiber verweist ausdrücklich auf Staniel Cay, etwa fünf Meilen entfernt, als nächste Kraftstoffversorgung. Diesel und Benzin dürfen daher nicht für den Liegeplatz eingeplant werden. Auch Kran, Travellift, Slip, Trockendock, Landlager und eine technische Werft sind nicht dokumentiert.

Der kleine Marinashop verkauft Eis, Getränke, abgefülltes Wasser, wenige Lebensmittel und Bedarfsartikel. Auf der Insel gibt es Ferienhäuser, Wege und Strände, aber keinen vollwertigen Ort mit Supermarkt oder umfangreicher Versorgung. Für Übernachtungen gilt laut Betreiber eine Mindestdauer von drei Nächten.

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Anreise und Einkaufen

Compass Cay: Naturhafen, Karstinsel und Ammenhaie

Ein Hafen in aufgelöstem Kalkstein

Compass Cay liegt an der Grenze zwischen der flachen Bahama Bank im Westen und dem tiefen Exuma Sound im Osten. Der geschützte Hafen greift weit in die Insel ein und ist nur durch schmale, markierte Wasserwege erreichbar. Diese Form entstand im porösen Kalkstein, den Regen, Brandung und wechselnde Meeresspiegel über lange Zeit ausgehöhlt haben.

Auch an Land ist die Karstlandschaft sichtbar. Wege führen zu einer Fledermaushöhle, kleinen Buchten und dem 92 Fuß beziehungsweise 28 Meter hohen Compass Peak. Für eine so flache Inselkette ist diese Erhebung ein auffälliger Aussichtspunkt.

Warum Ammenhaie am Steg ruhen

Die Ammenhaie an der Marina sind zur bekanntesten Besonderheit von Compass Cay geworden. Die Art Ginglymostoma cirratum lebt bodennah an Korallenriffen, Seegrasflächen und Mangroven. Tagsüber ruhen die Tiere häufig in Gruppen auf Sandgrund oder in Felsspalten; nachts suchen sie aktiv nach Krebsen, Muscheln und anderen Bodentieren.

Zwei Barteln am Maul helfen beim Aufspüren von Beute. Kleine Zähne zerdrücken Schalentiere, während ein kräftiger Sog Nahrung vom Grund aufnimmt. Dass die Tiere oft reglos liegen, bedeutet daher nicht, dass sie zahm oder ungefährlich sind. Es bleiben wild lebende Haie, deren Verhalten durch regelmäßigen Kontakt und Fütterung am Dock verändert wird.

Eine private Insel am Rand des Schutzparks

Nördlich von Compass Cay beginnt der Exuma Cays Land and Sea Park. Seit 1958 schützt er 176 Quadratmeilen Inseln und Meer; als No-take-Gebiet verbietet er Fischfang und jede andere Entnahme. Compass Cay selbst liegt südlich der eigentlichen Parkgrenze, blickt aber direkt auf diese Inselwelt.

Die Marina verbindet dadurch zwei sehr unterschiedliche Nutzungen derselben Landschaft: private Unterkünfte und intensiven Tagesbesuch einerseits, großräumigen Meeresschutz andererseits. Die Haie am Dock machen Meerestiere leicht sichtbar; der ökologische Zusammenhang reicht jedoch weit über diese einzelne Attraktion hinaus.