Spanish Cay – Spanish Cay Marina
Liegeplätze und Infrastruktur der Spanish Cay Marina
Die Spanish Cay Marina liegt auf einer privaten, etwa fünf Kilometer langen Insel am nördlichen Eingang der Abacos. Sie ist offizieller Port of Entry; Zoll- und Einreiseabfertigung können damit direkt auf Spanish Cay erfolgen. Öffnungszeiten und die tatsächliche Anwesenheit der Behörden müssen vor einer internationalen Ankunft dennoch bestätigt werden.
Die Marina wird mit 81 Liegeplätzen geführt, von denen aktuelle Verzeichnisse 52 für Gäste und längerfristige Belegung ausweisen. Sie nimmt Yachten von 16 bis 250 Fuß, ungefähr 4,9 bis 76,2 Meter, auf. Als maßgebliche Tiefe bei mittlerem Niedrigwasser werden acht bis neun Fuß beziehungsweise etwa 2,4 bis 2,7 Meter genannt. Der konkrete Platz ist nach Länge, Breite und Tiefgang zu bestätigen.
An den Stegen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Verzeichnisse nennen Anschlüsse mit 30, 50 und 100 Ampere, veröffentlichen jedoch keine aktuelle vollständige Preis- und Spannungsübersicht des Betreibers. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören Toiletten, Duschen und Wäscherei. WLAN, Eis, Läden und ein Swimmingpool ergänzen die Anlage.
Die eigene Tankstelle verkauft Diesel und Benzin; der Anbieter wirbt mit gefiltertem Kraftstoff. Sorte, Menge, Preis und Ausgabezeit sollten vor Ankunft abgefragt werden. Die Marina überwacht UKW-Kanal 16, als Arbeitskanal wird auch Kanal 12 genannt.
Zum privaten Inselresort gehören Restaurant, Bar, renovierte Zimmer, Tennisplätze und Strand. Ein Kran, Travellift, Slip, Trockendock oder Landlager mit belastbaren technischen Grenzwerten ist in den aktuellen Informationen nicht ausgewiesen. Spanish Cay ist deshalb eine gut versorgte Liegeplatz- und Einreiseanlage, aber keine dokumentierte Vollwerft.
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Spanish Cay: privates Inselresort am nördlichen Tor der Abacos
Zwischen Grand Bahama und dem Sea of Abaco
Spanish Cay liegt nördlich von Green Turtle Cay und nur durch schmale Wasserstraßen von der langen Ostküste Great Abacos getrennt. Von hier aus öffnet sich nach Süden das geschützte Sea of Abaco; nach Norden folgen kleine Cays und Flachwasser bis in Richtung Grand Bahama. Diese Lage machte die Insel zu einem natürlichen ersten Anlaufpunkt im nördlichen Archipel.
Der Kontrast zwischen Atlantik- und Bankseite ist auf der schmalen Insel deutlich. An der Außenseite liegen Strand und offenes Riffwasser, während Marina und Flugfeld auf die geschützteren Bereiche ausgerichtet sind. Der Hafen ist kein gewachsener Ort, sondern Teil eines privat betriebenen Inselresorts.
Ein Port of Entry auf einer kleinen Privatinsel
Dass Spanish Cay Zoll und Immigration beherbergt, ist für eine so kleine Insel ungewöhnlich. Der Status verbindet staatliche Grenzabfertigung mit privater Marina-Infrastruktur. Neben dem Hafen besitzt die Insel eine eigene Landebahn; Straßenverkehr, Versorgung und Unterkünfte bleiben auf das Resort konzentriert.
Im Unterschied zu New Plymouth oder Hope Town gibt es deshalb keinen historischen Ortskern mit Kirche, Schule und öffentlichen Straßen. Das heutige Bild entstand aus der Funktion als Zwischenstation: Liegeplätze, Treibstoff, Flugfeld, Zimmer und Gastronomie liegen in einem eng zusammenhängenden Betrieb.
Abaco hieß auf frühen Karten bereits Habacoa
Der moderne Name Spanish Cay erinnert an die frühe europäische Kartierung, darf aber nicht mit einer spanischen Kolonialsiedlung auf der Insel verwechselt werden. Auf der Weltkarte des Seefahrers Juan de la Cosa von 1500 erscheinen die Abacos bereits als „Habacoa“, ein Name mit indigenen Wurzeln.
Die Lucayaner hatten den Bahama-Archipel lange vor den Europäern besiedelt und ihre Lebensweise eng auf Fischfang, Muscheln und den Verkehr zwischen Inseln ausgerichtet. Spanische Verschleppungen zerstörten diese Gesellschaft im frühen 16. Jahrhundert. Damit steht der heutige Inselname in einer Landschaft, deren belegte Geschichte deutlich weiter zurückreicht als die europäischen Bezeichnungen.