Marsh Harbour – Trade Winds Yacht Club

TradeWinds-Basis und Infrastruktur an der Conch Inn Marina

Der Eintrag „Trade Winds Yacht Club“ bezeichnet keine eigenständige Marina in Marsh Harbour. TradeWinds unterhält seine Charterbasis an der Conch Inn & Marina an der Bay Street; die nahezu identischen Koordinaten beider Einträge bestätigen denselben Standort. Liegeplatz, Hafendienst und technische Infrastruktur werden daher von der Conch Inn Marina bereitgestellt, während TradeWinds die Übergabe und Betreuung seiner Yachten organisiert.

Die Conch Inn Marina verfügt nach Angaben des regionalen Marinaverbands über 73 Liegeplätze und nimmt Yachten bis 120 Fuß, rund 36,6 Meter, auf. Eine verbindliche aktuelle Maximaltiefe nennt der Betreiber nicht auf seiner Leistungsseite. Tiefgang, Breite und die Zuordnung zu einem geeigneten Platz müssen deshalb direkt mit Marina beziehungsweise Charterbasis bestätigt werden.

An jedem Liegeplatz sind Wasser und Strom vorhanden. Angeboten werden Anschlüsse mit 30 und 50 Ampere; Strom und Wasser werden nach Verbrauch berechnet. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören private Toiletten, Duschen und eine Wäscherei mit Waschmaschinen und Trocknern. Kostenloses WLAN für Liegeplatz- und Bojengäste, Eis, Pool und eine rund um die Uhr besetzte Sicherheitswache ergänzen das Angebot.

Die Marina besitzt eine Tankstelle für Benzin und Diesel. Treibstoffart, Vorrat und Ausgabezeiten sollten dennoch vor einer geplanten Übernahme bestätigt werden. Das Restaurant Snappas Bar & Grill liegt unmittelbar auf dem Gelände. Für Kran, Travellift, Slip, Trockendock oder Landlager veröffentlicht die Marina keine technischen Daten; umfangreichere Werftarbeiten sind daher nicht als Bestandteil der TradeWinds-Basis anzusehen.

Neben den Stegplätzen gibt es Bojen, die ohne Reservierung nach Verfügbarkeit vergeben werden. Deren Preis umfasst Dinghysteg, WLAN, Duschen und Wäscherei. Für eine Charterübergabe ist jedoch ausschließlich die von TradeWinds mitgeteilte Basis- und Liegeplatzinformation maßgeblich.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Marsh Harbour – Trade Winds Yacht Club
Ansicht von Marsh Harbour – Trade Winds Yacht Club. Foto: Rüdiger Stehn from Kiel, Deutschland / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 2.0.

Das Sea of Abaco und seine geschützten Inselwelten

Ein flaches Meer hinter einer langen Inselkette

Marsh Harbour liegt am westlichen Rand des Sea of Abaco. Dieses Binnengewässer wird nach Osten durch eine Kette schmaler Cays vom offenen Atlantik getrennt. Great Guana Cay, Man-O-War Cay und Elbow Cay bilden dabei keine geschlossene Küste, sondern eine Folge aus Inseln, Sunden und schmalen Durchfahrten.

Der Untergrund gehört zu einer großen Kalksteinplattform. Heller Sand, Seegrasflächen und Korallenstrukturen liegen oft dicht nebeneinander und prägen die ungewöhnlich klare, türkisfarbene Wasserlandschaft. Die geringe Wassertiefe ist kein zufälliges Randphänomen, sondern ein bestimmendes Merkmal der Bahama Banks.

Pelican Cays: Schutzgebiet seit 1972

Südlich von Marsh Harbour liegt der Pelican Cays Land and Sea Park. Das 1972 eingerichtete Schutzgebiet umfasst 2.100 Acres, rund 850 Hektar, und war das zweite kombinierte Land- und Meeresschutzgebiet der Bahamas. Ausgangspunkt war eine Initiative von Einwohnern der Abacos, die das Riff bei Sandy Cay dauerhaft erhalten wollten.

Innerhalb der Parkgrenzen wurden mehr als 170 Arten dokumentiert. Korallenriffe, Fächerkorallen und Schwämme bieten Lebensraum für Nassau-Zackenbarsch, Karibik-Languste und Große Fechterschnecke. Meeresschildkröten nutzen das Gebiet als Rückzugsraum, während Seevögel auf den felsigen Cays in Kolonien brüten. Der Park besitzt kaum Infrastruktur und ist ausschließlich per Boot erreichbar.

Schutz entstand aus lokaler Verantwortung

Die Vorgeschichte des Parks begann 1965 mit der Good Neighbor Foundation. Bewohner und Unterstützer aus Abaco wandten sich an die Regierung, weil sie die besondere Kombination aus geschützter Lage, weißem Sandgrund, Fischschwärmen und natürlichen Conch-Beständen am Sandy-Cay-Riff bewahren wollten. 1972 folgte ein Pachtvertrag über 99 Jahre.

Aus dieser Arbeit ging 1974 die Abaco Conservation Society hervor. Die Entwicklung zeigt, dass Naturschutz in den Abacos nicht erst mit modernem Tourismus begann. Lokale Gruppen erkannten früh, dass Korallenriffe, Fischbestände und unbebaute Cays sowohl ökologisch als auch für die Inselgemeinschaften einen dauerhaften Wert besitzen.

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