Marsh Harbour – Marsh Harbour Marina
Liegeplätze und Infrastruktur der Marsh Harbour Marina
Die Marsh Harbour Marina liegt am ruhigen Nordufer des Hafens in Pelican Shores und ist eng mit dem Jib Room Restaurant verbunden. Aktuelle Betreiberunterlagen nennen Gast- und Langzeitliegeplätze, veröffentlichen aber keine eindeutige neue Gesamtkapazität. Ein regelmäßig aktualisiertes Verzeichnis führt 38 Plätze und ungefähr sechs Fuß Tiefe bei Niedrigwasser.
Für die Platzwahl sind Länge, Breite und Tiefgang direkt mit der Marina abzustimmen. Die festen Stege liegen geschützt im inneren Hafen; trotzdem können Nordwestwind und Tide die Bedingungen beeinflussen. Die Marina ist über UKW-Kanal 16 und während der Bürozeiten telefonisch erreichbar.
Wasser und Strom werden an den Liegeplätzen nach Verbrauch abgerechnet. Die aktuelle Preisliste nennt keine Ampere- oder Spannungsstufen, weshalb der benötigte Anschluss bestätigt werden muss. Zur Sanitär-Ausstattung gehören klimatisierte Toiletten, Warmwasserduschen und Wäscherei. WLAN steht in Marina und Jib Room zur Verfügung; Pool und kleiner Geschenkshop ergänzen die Anlage.
Ältere Hafenverzeichnisse nennen eine Tankstelle mit Diesel und Benzin, die aktuelle veröffentlichte Marina-Preisliste führt Kraftstoff jedoch nicht als Leistung auf. Deshalb darf eine Versorgung am eigenen Dock nicht vorausgesetzt werden. Vor dem Einlaufen sind Verfügbarkeit, Sorte und Öffnungszeiten direkt zu bestätigen; mehrere andere Tankstellen liegen im Hafenbereich.
Kran, Travellift, Slip, Trockendock und Landlager werden in den aktuellen Betreiberinformationen nicht ausgewiesen. Für umfassende Reparaturen oder ein Auskranen ist eine separate Werft erforderlich. Das Jib Room serviert an mehreren Wochentagen Mittag- und Abendessen; Rib Night am Mittwoch und Steak Night am Samstag sind feste lokale Termine.
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Der Jib Room und die soziale Seite von Marsh Harbour
Eine Marina mit eigenem Treffpunkt
Marsh Harbour Marina unterscheidet sich von den großen Resortanlagen durch die enge Verbindung zum Jib Room. Das Restaurant liegt erhöht über Pool und Hafenbecken. Seine Terrasse wurde über Jahre zu einem Treffpunkt für Einwohner, Langzeitlieger, Chartercrews und Besucher aus den umliegenden Cays.
Mittwochabends werden traditionell Rippchen gegrillt, samstags Steaks. Solche festen Wochenabende erfüllen auf den verstreuten Inseln eine soziale Funktion: Fähren und Boote bringen Gäste zusammen, Neuigkeiten werden ausgetauscht, anschließend leert sich der Hafen wieder in viele kleine Siedlungen.
Conch ist Nahrung, Handwerk und Instrument
Die Große Fechterschnecke, auf den Bahamas schlicht Conch genannt, begegnet in Marsh Harbour weit über die Speisekarte hinaus. Ihr festes Fleisch wird roh mit Zitrus und Pfeffer als Salat, geschmort, paniert als cracked conch oder zu fritters verarbeitet. Schneckenschalen tauchen an Docks, Verkaufsständen und in Gärten auf.
Eine abgeschnittene Spitze verwandelt die Schale außerdem in ein Blasinstrument. Der tiefe Ton gehört zur historischen Klangwelt des Junkanoo. Damit verbindet ein einziges Tier Fischerei, Alltagsküche, Dekoration und Musik—ein gutes Beispiel dafür, wie stark die Kultur der Bahamas aus verfügbaren Materialien der Inseln entstanden ist.
Junkanoo auf den Out Islands
Die größten Junkanoo-Paraden ziehen in Nassau durch die Bay Street, doch auch Abaco feiert die Tradition. Gruppen bereiten monatelang Choreografien und Kostüme vor. Karton, Krepppapier und Federn werden zu großformatigen Figuren, begleitet von Ziegenfelltrommeln, Kuhglocken, Pfeifen, Blechbläsern und Conch-Hörnern.
Die genauen Ursprünge sind nicht abschließend geklärt. Eng verbunden ist das Fest mit den Weihnachtstagen, an denen versklavte Afrikaner zeitweise frei bekamen und mit Masken, Musik und Tanz von Haus zu Haus zogen. Heute stehen Wettbewerb, Kunstfertigkeit und Gemeinschaft im Mittelpunkt; Boxing Day und Neujahr bleiben die wichtigsten Termine.