Hope Town - Elbow Cay – Hope Town Marina
Liegeplätze und Infrastruktur der Hope Town Inn & Marina
Die Hope Town Inn & Marina liegt am Westufer des Hope Town Harbour direkt neben dem Elbow Reef Lighthouse. Der Betreiber nennt 50 geschützte Liegeplätze für Yachten bis 125 Fuß beziehungsweise rund 38 Meter. Zusätzlich gibt es Moorings für Boote bis 45 Fuß; der Dockmaster koordiniert die Platzzuweisung über UKW-Kanal 16.
Für Zufahrt und Stege werden in aktuellen Marina-Verzeichnissen ungefähr sechs Fuß Tiefe bei Niedrigwasser genannt, rund 1,8 Meter. In Teilen des Fahrwassers kann sich Sand verlagern. Tiefgehende Yachten sollten Tide, aktuelle Mindesttiefe und passenden Platz vorab direkt mit dem Dockmaster abstimmen.
Die Stege bieten Strom mit 30, 50 oder 100 Ampere und Wasser aus einer Umkehrosmose-Anlage. Zum Sanitär-Angebot gehören Toiletten, Duschen und Wäscherei. WLAN, Eis, Gefrierschränke, Abfallentsorgung und ein Pool ergänzen die Infrastruktur; Restaurant, Rum-Bar, Hotelzimmer und Villen liegen auf dem 15 Acre großen Resortgelände.
Eine eigene Tankstelle besitzt die Hope Town Inn & Marina nach Angaben des Bahamas-Marina-Verzeichnisses nicht. Diesel und Benzin gibt es an der nahe gelegenen Lighthouse Marina, die sich als einzige Marine-Tankstelle auf Elbow Cay bezeichnet. Sorte, Vorrat, Wassertiefe am Tanksteg und Öffnungszeiten sollten vor dem Verholen bestätigt werden.
Die Marina veröffentlicht keine eigene Werftausstattung. Kran, Travellift, Slip, Trockendock und Landlager gehören nicht zum beschriebenen Angebot; auch umfassende Reparaturen werden nicht genannt. Kleinere technische Hilfe und Auskranen müssen mit einem separaten Betrieb vereinbart werden.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
Anreise und Einkaufen
Flughäfen in der Nähe
Supermärkte in der Nähe

Hope Town: zwischen Wrackbergung und dem letzten Kerosinleuchtfeuer
Eine Siedlung von 1785
Hope Town wurde 1785 von britischen Loyalisten gegründet, die nach der Amerikanischen Revolution die neu entstandenen Vereinigten Staaten verließen. Zu den prägenden Gründerinnen gehörte Wyannie Malone, eine Witwe aus South Carolina, die mit ihren vier Kindern auf Elbow Cay Zuflucht suchte.
Der Ort entwickelte sich an einem geschützten Hafen auf der Innenseite der langgestreckten Insel. Pastellfarbene Holzhäuser, schmale Wege und kleine Gärten bewahren den Charakter der Loyalistenarchitektur. Im alten Ortskern sind Autos verboten; Fußgänger und Fahrräder bestimmen das Straßenbild, während Golfcarts erst außerhalb des Zentrums verkehren.
Warum der Leuchtturm zunächst unerwünscht war
Der britische Imperial Lighthouse Service errichtete das rot-weiß gestreifte Elbow Reef Lighthouse in den 1860er-Jahren. Viele Einwohner lehnten den Bau ab, weil das neue Navigationslicht ihre Einnahmen aus der Bergung gestrandeter Schiffe bedrohte. Gegner versenkten sogar eine Barge mit Baumaterial.
1863 ging das Leuchtfeuer dennoch in Betrieb. Heute ist der 89 Fuß hohe Turm mit seinen 101 Stufen das Wahrzeichen der Abacos. Sein Linsenapparat wird weiterhin von Hand aufgezogen und mit Kerosin betrieben. Die Gemeinde beschafft Ersatzteile für die historische Technik und wehrt sich gegen eine vollständige Automatisierung.
Bewahrte Inselgeschichte und Abaco-Dinghies
Das Wyannie Malone Historical Museum sammelt Dokumente, Fotografien und Alltagsgegenstände aus der Geschichte von Elbow Cay. Es erinnert auch an die Choleraepidemie des 19. Jahrhunderts und den erhaltenen Friedhof. Dadurch wird die gepflegte Kulisse des Ortes mit den schwierigeren Erfahrungen einer isolierten Inselgemeinschaft verbunden.
Eine weitere lokale Tradition sind die hölzernen Abaco-Dinghies. Die kleinen, offenen Segelboote wurden für flache Gewässer, Fischerei und den Transport zwischen den Cays gebaut. Heute erscheinen sie vor allem bei Regatten, doch ihre Bauweise bewahrt Wissen aus einer Zeit, in der fast jede Verbindung nach Marsh Harbour oder zu den Nachbarinseln über das Wasser führte.