Göcek – Marin Türk Village Port

Liegeplätze, Werft und Infrastruktur im Göcek Village Port

Der frühere Marinturk Village Port wird aktuell von Setur Marinas als Göcek Village Port betrieben. Die Anlage liegt am westlichen Rand des Ortes und bietet 220 Wasserliegeplätze sowie 200 Landplätze. Maximale Schiffslänge und Wassertiefe veröffentlicht der neue Betreiber nicht pauschal; verbindlich sind deshalb nur die Daten der konkreten Reservierung.

Wasser und Strom sind an den Stegen vorhanden, die früheren Betreiberangaben nennen Anschlüsse bis 250 Ampere. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören Toiletten und Duschen. WLAN, 24-Stunden-Sicherheitsüberwachung, Parkplätze, Restaurant, Supermarkt sowie Annahmestellen für Altöl, Bilgenwasser und weitere Schiffsabfälle ergänzen den Betrieb.

Eine eigene Tankstelle wird auf der aktuellen Leistungsseite nicht eindeutig ausgewiesen. Kraftstoffversorgung darf daher nicht aus älteren oder allgemeinen Marinturk-Angaben abgeleitet werden. Diesel oder Benzin, Lieferort, Preis und Öffnungszeit müssen unmittelbar mit dem Hafenbüro geklärt werden.

Der 36.000 Quadratmeter große Werftbereich ist die besondere Stärke des Village Port. Zwei Travellifte heben bis 75 beziehungsweise 200 Tonnen; Bootsmover sind für 40 und 100 Tonnen angegeben. Unterbodenwäsche, Ein- und Auswassern, Lackierung, Wartung und Reparaturen werden von Fachbetrieben auf dem Gelände ausgeführt. Abmessungen und Gewichtsverteilung sind vor jedem Hebevorgang technisch zu prüfen.

Die Marina ist auf UKW-Kanal 69 erreichbar. Sie dient neben privaten Yachten besonders den zahlreichen Charterflotten Göceks als Wechsel-, Wartungs- und Landlagerstandort. Gerade an Übergabetagen entstehen deshalb dichte Betriebsabläufe; Ankunft, Krantermin und Arbeitsumfang sollten fest bestätigt sein.

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Göcek Village Port: vom Chromstandort zum großen Werftareal

Chromerz prägte den Hafenort vor den Yachten

Im Hinterland von Fethiye und Köyceğiz liegen bedeutende türkische Chromitvorkommen. Göceks geschützte Bucht diente über lange Zeit als Ladeplatz für Erz aus den umliegenden Bergen. Das Material gelangte auf dem Landweg zum Wasser und wurde dort für den Weitertransport verschifft.

Diese industrielle Phase erklärt, weshalb der kleine Ort schon vor dem Tourismus über Hafenflächen und Verbindungen ins Hinterland verfügte. Das Bild war jedoch ein anderes als heute: Arbeitsboote, Erzumschlag und einfache Versorgung bestimmten den Uferbereich, nicht Charterbasen und Freizeitstege.

1993 endete der örtliche Minenbetrieb

Die Verwaltung des Kreises Fethiye datiert die Schließung der Göceker Chrombetriebe auf 1993. Das ehemalige Minenareal wurde anschließend mit erheblichen Investitionen in Marina- und Tourismusanlagen umgewandelt. Damit wechselte nicht nur die Nutzung einzelner Grundstücke, sondern die wirtschaftliche Ausrichtung des gesamten Ortes.

Der Wandel ist an der Küste besonders deutlich: Flächen, die einst der Gewinnung und Verschiffung eines Rohstoffs dienten, wurden Teil einer Dienstleistungswirtschaft rund um Yachten, Unterkünfte und Gastronomie.

Der heutige Village Port setzt die technische Hafenfunktion fort

Innerhalb der Göceker Marinalandschaft nimmt Village Port mit seinem 36.000 Quadratmeter großen Werftareal eine arbeitsorientierte Rolle ein. Zwei schwere Travellifte und 200 Landplätze machen die Anlage weniger zu einer reinen Ferienkulisse als zu einem Zentrum für Wartung, Flottenlogistik und Winterlager.

In anderer Form bleibt damit eine technische Kontinuität bestehen. Göcek lebt nicht allein von schönen Buchten und Promenaden, sondern weiterhin von Flächen, Geräten und Fachkräften, die maritime Arbeit ermöglichen. Wo früher ein mineralischer Rohstoff den Hafenbetrieb bestimmte, sind es heute Boote selbst, die an Land bewegt, repariert und für die nächste Saison vorbereitet werden.

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