Göcek – D-Marin Göcek

Liegeplätze und Infrastruktur der D-Marin Göcek

Die D-Marin Göcek liegt in einem bewaldeten Areal östlich des Ortszentrums. Der aktuelle Betreiber nennt 388 Wasserliegeplätze und Positionen für Superyachten bis 85 Meter; an anderer Stelle derselben Seite stehen noch 380 Plätze und 70 Meter. Für eine Reservierung gelten daher ausschließlich die individuell bestätigten Maße und der zugewiesene Platz.

Wasser und Strom stehen an den Stegen zur Verfügung. Die Anschlüsse reichen von 16 bis 125 Ampere bei 220 oder 380 Volt und 50 Hertz. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten und Duschen, darunter barrierefreie Einrichtungen. Wäscherei, WLAN, Mooringhilfe, Sicherheitsdienst, Parkplätze und Pilotboot ergänzen den Betrieb.

Die Tankstelle versorgt Yachten innerhalb der Marina. Diesel oder Benzin, Preis, Öffnungszeit und geeigneter Zugang sind vor dem Manöver zu bestätigen. Einrichtungen zur Sammlung von Schiffsabfällen gehören in dem besonders geschützten Küstengebiet zur wesentlichen Infrastruktur.

Das 18.000 Quadratmeter große Werftareal bietet 150 Landplätze, einen 75-Tonnen-Travellift, einen 40-Tonnen-Trailer und eine Slipanlage. Zwei Hallen ermöglichen Winterarbeiten. Fachbetriebe führen Motor-, Elektro-, Lack- und Faserverbundarbeiten sowie weitere Wartung aus; die technischen Grenzwerte jedes Hebevorgangs müssen separat geprüft werden.

Die Marina liegt nicht direkt an der städtischen Promenade, sondern in einer eigenen Bucht mit Pinienwald. Sie wird auf UKW-Kanal 73 gerufen und bietet rund um die Uhr Mooringhilfe. Versicherungsnachweis, Bootsdokumente und Transitlog sind bei der Ankunft bereitzuhalten.

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Fethiye-Göcek: Schutzgebiet zwischen Marinas und empfindlichen Buchten

Die Inselwelt gehört zu einem besonderen Umweltschutzgebiet

Die Küsten und Inseln rund um Göcek sind Teil des Fethiye-Göcek Özel Çevre Koruma Bölgesi, eines staatlich ausgewiesenen besonderen Umweltschutzgebiets. Der Schutz umfasst nicht nur einzelne Strände, sondern ein zusammenhängendes System aus bewaldeten Hängen, Buchten, Inseln, Seegrasflächen und marinen Lebensräumen.

Die zerklüftete Küstenform schafft viele ruhige Ankerplätze, konzentriert aber gleichzeitig den Nutzungsdruck. Yachten, Ausflugsboote, Fischerei, Siedlungen und Abwasser wirken in relativ geschlossenen Wasserflächen zusammen. Deshalb gelten hier strengere Planungs- und Forschungsregeln als an gewöhnlichen Küstenabschnitten.

Fest installierte Moorings sollen Ankergrund schützen

In stark besuchten Buchten beschädigen fallende und schleifende Anker Seegras und andere Bodenlebensräume. Staatliche Stellen entwickelten daher ein Managementmodell mit fest installierten Bojen und Landösen. Boote können daran festmachen, ohne bei jedem Besuch einen eigenen Anker in den Grund zu werfen.

Das System dient zugleich dazu, Belegung und Abfallentsorgung geordneter zu steuern. Es ersetzt keine nautische Prüfung: Größe, Wettergrenze und Zustand jeder Mooringanlage müssen weiterhin beachtet werden. Sein Hauptzweck ist der Schutz des Untergrunds, nicht die Garantie eines Liegeplatzes bei jeder Wetterlage.

Marinainfrastruktur ist Teil des Umweltproblems und seiner Lösung

Göcek besitzt außergewöhnlich viele große Marinas auf engem Raum. Sie versiegeln Ufer und erzeugen Verkehr, stellen zugleich aber Abwasserabsaugung, Altölannahme, Mülltrennung und kontrollierte technische Arbeitsflächen bereit. Entscheidend ist, dass diese Systeme tatsächlich benutzt werden und kein Abfall in die Buchten gelangt.

D-Marin betreibt deshalb Pump-out-, Bilgen- und Abfallanlagen neben den üblichen Liegeplatzdiensten. Der Kontrast ist typisch für Göcek: Die große Yachtwirtschaft beruht auf der Qualität der geschützten Landschaft und muss gleichzeitig verhindern, dass genau diese intensive Nutzung Wasser, Küste und Meeresboden dauerhaft schädigt.

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