Fethiye – Yes Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Yes Marina

Die Yes Marina ist eine kleine T-förmige Steganlage an der Südwestseite der Bucht von Fethiye, rund eine Seemeile westlich des Stadthafens. Nach aktueller Betreiberangabe können etwa 30 Yachten bis 25 Meter Länge an Mooringleinen liegen. Die Tiefe am Steg wird mit drei bis fünf Metern angegeben; der konkrete Platz muss dennoch zu Tiefgang und Breite passen.

Jeder Platz besitzt Wasser und Strom mit 16 Ampere. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten und Warmwasserduschen. Wäscherei, WLAN, Computerzugang, Taxi und ein kleiner Markt ergänzen den Betrieb. Das Personal hilft beim Anlegen und kann begrenzte technische Unterstützung organisieren.

Eine eigene Tankstelle wird auf der offiziellen Leistungsseite nicht genannt. Einzelne externe Verzeichnisse führen Kraftstoff oder Bunkerservice auf Anfrage, doch diese Angabe reicht nicht für eine verlässliche Versorgung am Steg. Diesel oder Benzin sollten nur nach direkter Bestätigung eingeplant werden.

Ein Kran, Travellift, Hartstand oder eine voll ausgerüstete Werft sind nicht vorhanden. Technische Hilfe am Wasser ist möglich, größere Arbeiten und jedes Auskranen müssen jedoch mit einem spezialisierten Betrieb in Fethiye oder Göcek vereinbart werden.

Restaurant, Café und Bar liegen direkt am Steg; das Zentrum von Fethiye ist etwa 15 Gehminuten entfernt und wird außerdem regelmäßig von Dolmuş-Kleinbussen bedient. Wegen der geringen Kapazität ist eine Reservierung besonders am Wochenende sinnvoll. Preise werden ausschließlich direkt auf Anfrage mitgeteilt.

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Anreise und Einkaufen

Fethiye 1957: ein Erdbeben veränderte Stadt und Museum

Zwei starke Stöße trafen Fethiye im April 1957

In der Nacht vom 24. auf den 25. April 1957 erschütterete eine schwere Erdbebenfolge Fethiye und das südwestliche Anatolien. Der stärkste Stoß erreichte eine geschätzte Oberflächenwellenmagnitude von 7,1. Auch Köyceğiz, Marmaris und Muğla waren betroffen.

Große Teile der damaligen Stadt wurden zerstört oder schwer beschädigt. Offizielle historische Auswertungen nennen 67 Todesopfer. Wohnhäuser, öffentliche Gebäude und Geschäftsräume brachen zusammen; auch das Gebäude der 1940 gegründeten Handelskammer ging verloren.

Der Wiederaufbau legte antike Funde frei

Beim Räumen und bei neuen Fundamentarbeiten kamen zahlreiche bewegliche Altertümer aus dem Boden des antiken Telmessos zum Vorschein. Die Funde wurden zunächst in und um den heutigen Hafen als Freilichtsammlung zusammengetragen. Damit gab das Erdbeben den unmittelbaren Anstoß für die systematische Museumsarbeit in Fethiye.

1962 entstand ein erstes kleines Depotmuseum unter dem damaligen Rathaus. Als die Sammlung weiterwuchs, begann 1982 der Bau eines eigenen Museumsgebäudes; es öffnete 1987. Das heutige Museum geht damit direkt auf die Verbindung von Katastrophe, Wiederaufbau und archäologischer Sicherung zurück.

Das moderne Straßenbild ist jünger als die sichtbaren Gräber

Die flachen Wohn- und Geschäftsviertel rund um den Hafen entstanden zu großen Teilen nach dem Erdbeben. Dazwischen blieben einzelne Sarkophage und das antike Theater sichtbar, während die Felsgräber oberhalb der Stadt weniger unmittelbar von den Neubauten betroffen waren.

Diese zeitliche Umkehr prägt Fethiye: Monumente des mehr als zweitausend Jahre alten Telmessos stehen über einer Stadt, deren bauliches Gesicht vielfach erst nach 1957 geformt wurde. Filmaufnahmen im Archiv des türkischen Kulturministeriums dokumentieren Trümmer, Hilfsmaßnahmen und Besuche im Katastrophengebiet und machen den Einschnitt bis heute nachvollziehbar.

Restaurants und Hotels in der Nähe