Fethiye – Yacht Classic Hotel Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Yacht Classic Hotel Marina

Die Yacht Classic Hotel Marina liegt in Karagözler unmittelbar westlich der Ece Marina. Der Betreiber nennt 30 Liegeplätze. Eine öffentliche Tabelle mit Wassertiefen, maximaler Yachtlänge und Platzbreiten gibt es nicht; alle Maße und die Verfügbarkeit müssen deshalb mit der Marina abgestimmt werden.

Die aktuelle offizielle Marinaseite beschreibt vor allem die Hotelangebote und veröffentlicht keine technischen Angaben zu Wasser und Strom am einzelnen Platz. Auch Anschlusswerte und Verbrauchskosten fehlen. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst private Duschen; außerdem können Marinagäste nach den jeweils geltenden Bedingungen Pools, Sauna und türkisches Bad nutzen.

Eine eigene Tankstelle wird nicht aufgeführt. Die benachbarte Ece Marina besitzt zwar einen Fuel Dock, dieser gehört jedoch zu einem anderen Betrieb. Diesel oder Benzin dürfen daher nicht als Leistung der Yacht Classic Marina dargestellt werden und müssen separat organisiert werden.

Kran, Travellift, Hartstand oder Werft werden ebenfalls nicht genannt. Die Anlage ist ein Hotelsteg mit begrenzter Kapazität, kein technischer Marinabetrieb. Reparaturen und ein Auskranen sind mit spezialisierten Unternehmen in Fethiye zu vereinbaren.

Restaurant, Bar, Hotel, Spa und Pool befinden sich direkt am Steg; weitere Versorgung und das Stadtzentrum liegen in Gehentfernung. Ein Teil der Plätze kann durch Hotelgäste oder Charterbetrieb gebunden sein. Eine schriftliche Bestätigung des Platzes und aller benötigten Anschlüsse ist deshalb wichtiger als allgemeine Angaben aus älteren Hafenverzeichnissen.

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Kayaköy: Levissi und die Folgen des Bevölkerungsaustauschs

Levissi wuchs auf dem steinigen Hang über der Ebene

Acht Kilometer südlich von Fethiye liegt Kayaköy, das in osmanischer Zeit Levissi hieß. Die griechisch-orthodoxe Bevölkerung baute ihre Häuser auf den felsigen Hang, damit die fruchtbare Ebene für Felder und Gärten frei blieb. Die Gebäude wurden so gestaffelt, dass sie einander Licht und Aussicht möglichst wenig nahmen.

Im Ort gab es Kirchen, Kapellen, Schulen, Geschäfte, Arzt und Apotheke. Das heute sichtbare Ensemble stammt überwiegend aus der späten osmanischen Zeit. Unter ihm liegt der ältere Siedlungsraum von Karmylassos; archäologische Funde reichen sicher bis in das 4. Jahrhundert vor Christus zurück.

Der Austausch von 1923 entvölkerte den Ort

Nach Krieg und Gründung der modernen Staaten Türkei und Griechenland regelte das Lausanner Abkommen einen verpflichtenden Bevölkerungsaustausch nach Religionszugehörigkeit. Die orthodoxen Bewohner von Levissi mussten nach Griechenland gehen. Viele von ihnen gründeten bei Athen Nea Makri, also „Neu-Makri“, benannt nach dem damaligen Fethiye.

Muslimische Familien aus Westthrakien wurden im Gegenzug in der Region angesiedelt. Viele wollten jedoch nicht dauerhaft in den steilen, für ihre Landwirtschaft ungeeigneten Häusern leben und zogen in die Ebene oder andere Orte. So blieb der dicht bebaute Hang weitgehend leer.

Holz verschwand, Stein blieb stehen

Nach der Aufgabe verfielen Dächer, Türen, Fenster und Zwischendecken. Das Erdbeben von 1957 beschädigte weitere Gebäude. Zurück blieb ein ausgedehntes Gerüst aus Natursteinmauern, Kirchen, Zisternen und schmalen Wegen, das heute als archäologischer und denkmalgeschützter Ort zugänglich ist.

Die Ruinen sind deshalb keine romantische „Geisterstadt“ ohne Kontext. Sie dokumentieren eine gewachsene Gemeinde, deren soziale und wirtschaftliche Verbindungen durch staatlich organisierten Bevölkerungsaustausch abbrachen. Ein gemeinsames Friedensgebet eines Priesters aus Rhodos und eines Imams aus Fethiye im Jahr 1990 setzte bewusst ein anderes Zeichen: Kayaköy sollte auch an Nachbarschaft und Verständigung erinnern.

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