Fethiye – Marina Imbat

Liegeplatz und Infrastruktur der Marina İmbat

Marina İmbat bezeichnet eine Charterbasis an der Karagözler-Küste von Fethiye, nicht eine große öffentliche Marina mit umfassend veröffentlichter Tarif- und Platzliste. Mehrere aktive Vercharterer führen den Standort weiterhin als Basis. Eine belastbare aktuelle Zahl frei buchbarer Gastplätze, Wassertiefen oder maximaler Schiffsmaße ist jedoch nicht veröffentlicht.

Für die dort stationierten Charteryachten sind Wasser und Strom zur Übergabe und Wartung zu erwarten, doch eine öffentliche Zusage für fremde Yachten samt Anschlusswerten fehlt. Dasselbe gilt für die Sanitär-Infrastruktur aus Toiletten und Duschen. Leistungen einer benachbarten Marina dürfen nicht auf Marina İmbat übertragen werden.

Eine eigene Tankstelle ist nicht bestätigt. Charterboote werden in Fethiye an vorhandenen Anlagen betankt, daraus folgt aber kein frei zugänglicher Fuel Dock direkt an dieser Basis. Diesel oder Benzin müssen mit dem Vercharterer beziehungsweise einer bestätigten Tankstelle organisiert werden.

Auch Kran, Travellift, Hartstand und eine öffentlich buchbare Werft sind nicht dokumentiert. Die Basis betreut ihre eigene Flotte und kann technische Hilfe vermitteln; umfangreiche Arbeiten oder ein Auskranen erfordern eine gesonderte Vereinbarung mit einem Fachbetrieb.

Die Lageangaben aktiver Charteranbieter verorten Marina İmbat an der Fevzi-Çakmak-Straße und nennen UKW-Kanal 72. Da in Karagözler mehrere kleine Stege und Betriebe dicht aufeinanderfolgen, ist eine genaue Ankunftsanweisung des jeweiligen Vercharterers unerlässlich. Ohne diese Bestätigung sollte der Name nicht als selbstständig anlaufbare Gastmarina interpretiert werden.

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Gemiler Adası: ein frühbyzantinisches Kirchenzentrum vor Fethiye

Auf der kleinen Insel standen mindestens vier Kirchen

Vor der Küste westlich von Fethiye liegt Gemiler Adası, auch Lebissos genannt. Auf der nur etwa einen Kilometer langen Insel befinden sich vier Kirchenruinen, Gräber, Wohnhäuser und zahlreiche Zisternen. Ein Teil der Siedlungsspuren setzt sich unter der heutigen Wasserlinie fort.

Die Hauptnutzung wird in das 5. bis 7. Jahrhundert datiert. Zusammen mit weiteren Kirchen bei Ölüdeniz und auf der Fethiye-Halbinsel deutet die Dichte religiöser Bauten auf ein wichtiges kirchliches Zentrum, möglicherweise sogar einen Bischofssitz.

Ein gedeckter Korridor verband zwei Höhenkirchen

Die größte Anlage, von den Ausgräbern als Kirche Nummer 3 bezeichnet, steht am höchsten Punkt der Insel. Ihr basilikaler Grundriss und ihre Größe erinnern an eine Kathedrale. Zwischen ihr und Kirche Nummer 4 verlief ein etwa 160 Meter langer und 2,5 Meter breiter Korridor.

Der aufwendig angelegte Weg verband die Kirchen über das steile Gelände und schützte Prozessionen oder Besucher vor Sonne und Wetter. Häuser und Wasserreservoirs entlang der Hänge zeigen, dass hier nicht nur einzelne Mönche lebten, sondern eine organisierte Gemeinschaft versorgt werden musste.

Ausgrabungen machten die versunkene Siedlung lesbar

Zwischen 1995 und 2003 untersuchten das Fethiye Museum und die Universität Osaka die Insel gemeinsam. Die Forschenden nummerierten die Kirchen, dokumentierten Mosaik- und Baureste und ordneten die Siedlung in das Netzwerk frühbyzantinischer Küstenorte ein.

Als Ursache der Aufgabe gelten die arabischen Angriffe des 7. Jahrhunderts sowie die unsichere Küstenlage. Bewohner könnten sich in besser geschützte Orte des Hinterlands zurückgezogen haben. Heute stehen die Mauern unbewohnt zwischen Macchie und Fels, während Boote in der schmalen Passage zur Gemiler-Bucht ankern. Die Insel ist damit zugleich archäologischer Ort und unmittelbar sichtbare Küstenlandschaft.

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