Fethiye – Ece Marina
Liegeplätze und Infrastruktur der Ece Marina
Die Ece Marina liegt im Viertel Karagözler am südlichen Rand des Zentrums von Fethiye. Der aktuelle Betreiber nennt eine von den Bootsgrößen abhängige Kapazität von 350 Yachten bis 50 Meter Länge. Ältere Branchenunterlagen führen 460 Plätze und 60 Meter; für eine Buchung sind die aktuelleren Betreiberangaben und die konkrete Platzfreigabe maßgeblich.
Wasser und Strom stehen an den Stegen zur Verfügung, mit Stromanschlüssen von 16 bis 125 Ampere. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten und Duschen; WLAN, Mülltrennung, Bilgen- und Abwasserabsaugung sowie Sicherheits- und Mooringdienst rund um die Uhr ergänzen den Betrieb.
Die Tankstelle gibt Kraftstoff innerhalb der Marina ab. Besonders zu den Rückgabezeiten der Charterflotten kann es dort zu Wartezeiten kommen. Diesel oder Benzin, Preis, Öffnungszeit und die für größere Yachten geeignete Anlegeseite sollten vor dem Manöver abgestimmt werden.
Ein 100-Tonnen-Travellift und Landlager werden in der aktuellen Branchenübersicht genannt. Technische Betriebe übernehmen Motor-, Maschinen-, Schweiß-, Holz-, Lack-, Rigg- und Segelarbeiten. Da der Betreiber auf seiner Hauptseite keine vollständigen Liftabmessungen veröffentlicht, müssen Gewicht, Breite, Rumpfform und Anschlagpunkte vor jedem Auskranen geprüft werden.
Zum Komplex gehören Hotel, Pool, Restaurants, Spa, Yachtclub, Parkplätze und Yachtausrüster. Das Stadtzentrum ist zu Fuß erreichbar. Die Marina arbeitet ganzjährig und rund um die Uhr; beim Einlaufen sind UKW-Kanal und aktuelle Anweisung des Mooringteams zu beachten.
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Fethiye: Telmessos und die lykischen Felsgräber
Telmessos lag am westlichen Rand Lykiens
Unter dem modernen Fethiye liegt die antike Hafenstadt Telmessos. Sie gehörte zum lykischen Kulturraum und war in der Antike für ihre Seher bekannt. 545 vor Christus kam die Stadt unter persische Herrschaft; 333 vor Christus ergab sie sich Alexander dem Großen.
Nach wechselnden hellenistischen Herrschaften wurde Telmessos römisch und später byzantinisch. Der mittelalterliche Name Makri beziehungsweise Meğri blieb bis ins 20. Jahrhundert in Gebrauch. Erst 1934 erhielt der Ort den Namen Fethiye, zur Erinnerung an den 1914 tödlich verunglückten Militärpiloten Fethi Bey.
Das Grab des Amyntas übersetzt einen Tempel in den Fels
Oberhalb der Stadt wurden zahlreiche Gräber direkt in den steilen Berghang geschlagen. Drei besitzen tempelartige Fassaden. Das am besten erhaltene trägt die griechische Inschrift „Amyntas, Sohn des Hermapias“ und wird in das 4. Jahrhundert vor Christus datiert.
Zwei Säulen stehen zwischen vorspringenden Seitenwänden, darüber folgen Gebälk und Giebel. Hinter der steinernen Nachbildung einer viergeteilten Tür liegt eine schlichte Grabkammer mit drei Klinen. Die Fassade verbindet lykische Bestattungstradition mit ionischer Architektur und wurde zum bekanntesten Symbol Fethiyes.
Ein dreisprachiger Stein half, Lykisch zu entziffern
Das Fethiye Museum sammelt Funde aus der Stadt und dem weiteren lykischen Umland. Eine besonders wichtige Stele trägt Texte in Lykisch, Aramäisch und Griechisch. Der Vergleich der drei Fassungen trug wesentlich zum Verständnis der lykischen Sprache bei.
Weitere Objekte reichen vom 3. Jahrtausend vor Christus bis in byzantinische Zeit. Keramik, Skulpturen, Münzen und Inschriften zeigen, dass die heutige Hafenstadt nicht neben, sondern unmittelbar auf Telmessos gewachsen ist. Theater, Sarkophage und Felsgräber erscheinen deshalb zwischen Wohnstraßen und moderner Hafeninfrastruktur statt in einem abgeschlossenen Ruinengelände.