Phuket – Sapam Bay

Liegeplätze und Infrastruktur der Phuket Boat Lagoon

Der als Phuket Sapam Bay geführte Standort bezeichnet die Phuket Boat Lagoon am Ende des Khlong Tha Rua. Sie liegt nicht als offene Marina in der Ao Sapam, sondern in einem geschützten Binnenbecken, das über einen langen, gezeitenabhängigen Kanal mit der Ostküste verbunden ist. Die 1995 eröffnete Anlage war Phukets erster vollständiger Marinakomplex.

Der Betreiber nennt 180 Wasserliegeplätze für Yachten bis 32 Meter Länge. Die Zufahrt ist stärker begrenzend als das Hafenbecken: Zeitpunkt, aktueller Pegel, Tiefgang und gegebenenfalls Lotsenhilfe sind mit dem Marinabüro abzustimmen. Der offizielle Funkkontakt erfolgt über UKW-Kanal 67 oder 71.

An allen Wasserliegeplätzen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Veröffentlicht sind Anschlüsse mit 32 und 64 Ampere; Spannung, Phasenzahl und passender Adapter müssen für den konkreten Platz bestätigt werden. Bewachte Pontonzugänge, Videoüberwachung und Feuerlöscheinrichtungen gehören zur Marina. Sanitär-Einrichtungen mit warmen Duschen und Umkleiden werden in aktuellen Hafenverzeichnissen genannt, ihre Lage und Zugangsberechtigung sind beim Check-in zu erfragen.

Die Tankstelle ist täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Betreiber veröffentlicht auf der Serviceseite jedoch nicht, welche Kraftstoffsorten angeboten werden. Diesel oder Benzin, verfügbare Menge, Preis und die Erreichbarkeit der Abgabestelle für das eigene Schiff sollten deshalb vor dem Einlaufen bestätigt werden.

Für Arbeiten an Land verfügt die Boat Lagoon über 160 Hardstand-Plätze, 24 Dry-Stack-Plätze, drei Travellifte mit 40, 80 und 120 Tonnen, einen Sechs-Tonnen-Gabelstapler und eine 7,8 Meter breite Betonrampe. Auf dem Gelände arbeiten spezialisierte Techniker, Ausrüster und Werftbetriebe. Hotel, Restaurants, Geschäfte und Yachtzubehör machen die Anlage zu einem umfassenden Servicezentrum, nicht nur zu einer Charterbasis.

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Anreise und Einkaufen

Ao Sapam zwischen Seevolk, Zinnhandel und Yachtindustrie

Vom Küstenkanal zum Werftzentrum

Die Boat Lagoon liegt mehrere Kilometer hinter der offenen Sapam-Bucht. Mangroven, flaches Gezeitenwasser und der Khlong Tha Rua prägen die Zufahrt. Der geschützte Innenraum war für eine Marina attraktiv, verlangte aber einen markierten und regelmäßig unterhaltenen Kanal.

Mit ihrer Eröffnung 1995 begann die Entwicklung großer privater Marinas an Phukets Ostküste. Die Boat Lagoon spezialisierte sich früh nicht nur auf Liegeplätze, sondern auf Reparatur und Refit. Hardstand, Hebeanlagen und die Konzentration unabhängiger Handwerksbetriebe machten das ehemalige Randgebiet zu einem der wichtigsten Yachtserviceorte Südthailands.

Sapam und das Fest der schwimmenden Boote

In Ban Sapam lebt eine Gemeinschaft der Chao Le, der südthailändischen Seevölker. Zu ihren überlieferten Bräuchen gehört das Loi-Ruea- oder Boat-Floating-Festival. Dafür wird ein kleines Holzboot angefertigt und mit symbolischen Beigaben wie Haar- und Nagelabschnitten sowie Holzfiguren versehen.

Das Boot wird nachts dem Meer übergeben. Der Brauch soll Unglück und Sorgen forttragen und der Gemeinschaft Glück bringen. Die Provinz Phuket nennt Sapam neben Rawai, Sirey und Laem La ausdrücklich als einen der Orte, an denen dieses Fest nach einem lokalen Kalender begangen wird. Damit besteht neben der modernen Yachtindustrie eine deutlich ältere maritime Kultur fort.

Zinn als Grundlage des alten Phuket

Phukets wirtschaftlicher Aufstieg beruhte im 19. Jahrhundert vor allem auf Zinn. Bergbau und Handel zogen chinesische Arbeiter und Kaufleute an, viele über Penang. Aus diesem Austausch entstand eine Peranakan-Kultur, in der chinesische, malaiische und europäische Einflüsse miteinander verschmolzen.

Die Häuser in Phuket Old Town machen diese Geschichte bis heute sichtbar. Schmale Geschäftshäuser, Innenhöfe und repräsentative Villen entstanden aus dem Wohlstand der Minenbesitzer und Händler. Die heutige Yachtwirtschaft an der Ostküste steht so in einer längeren Reihe internationaler Wirtschaftszweige, die Phukets Lage an der Andamanensee nutzten und die Insel weit über ihre Strände hinaus veränderten.

Restaurants und Hotels in der Nähe