Phuket – Ao Po Grand Marina
Liegeplätze und Infrastruktur der Ao Po Grand Marina
Die Ao Po Grand Marina liegt an Phukets Nordostküste mit freiem Blick in die Phang-Nga-Bucht. Sie ist als Tiefwassermarina ausgelegt und rund um die Uhr ohne gezeitenabhängiges Zeitfenster erreichbar. Der Betreiber nennt 230 Liegeplätze und nimmt auch sehr große Yachten auf; bei Annäherung wird der konkrete Platz über UKW-Kanal 69 zugewiesen.
Die Einfahrt ist 50 Meter breit. Die Mindesttiefe beträgt bei Kartennull etwa drei Meter an der Innenseite und bis zu sieben Meter an der seewärtigen Seite der äußeren Stege. Diese Werte ersetzen keine Freigabe für ein bestimmtes Schiff: Tiefgang, Verdrängung, Länge, Breite und benötigter Stromanschluss sind bereits bei der Reservierung anzugeben.
An allen Liegeplätzen steht abgerechnetes Wasser zur Verfügung. Das Strom-Angebot reicht von einphasigen Anschlüssen mit 16, 32 und 63 Ampere bis zu dreiphasigen Anschlüssen mit 63, 125, 250 und 400 Ampere. Sanitär-Einrichtungen mit WC, Dusche und Umkleide liegen am Fitnessbereich; deren Nutzung ist für registrierte Lieger eingeschlossen. WLAN, bewachte Zugänge, Videoüberwachung und Feuerlöschstationen ergänzen die Steginfrastruktur.
Die Tankstelle besitzt eine tief erreichbare Anlegeseite und gibt Shell V-Power Diesel über normale sowie eine Hochleistungspumpe mit bis zu 400 Litern pro Minute ab. Außerdem wird Shell 95 Gasohol angeboten. Betriebszeit und benötigte Menge sollten vorab bestätigt werden, besonders bei großen Bunkermengen.
Für den Landbetrieb gibt es 60 Hardstand-Plätze, eine Sliprampe und zwei Roodberg-Trailerlifte. Der größere hebt bis 80 Tonnen, nimmt Boote bis ungefähr 30,5 Meter und 3,4 Meter Tiefgang auf; der kleinere ist für 47 Tonnen, rund 18,3 Meter Länge und 2,1 Meter Tiefgang angegeben. Werkstätten, technische Dienstleister, Restaurant, Pool, Fitnessbereich, Parkplätze und organisierbare Provisionierung befinden sich auf dem Gelände.
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Ao Po am Rand der Kalksteinwelt von Phang Nga
Eine offene Ostküste mit tiefem Wasser
Ao Po liegt gegenüber der Inseln Ko Raet und Ko Nakha Yai an Phukets weniger bebauter Ostseite. Anders als die Marinas im flachen Inneren der Sapam-Bucht benötigt die Anlage keinen langen Gezeitenkanal. Tiefes Wasser reicht bis an die äußeren Stege und erklärt ihre Spezialisierung auf große Yachten.
Hinter der Marina beginnt das ländlicher geprägte Pa-Khlok-Gebiet mit Kautschukflächen, Dörfern und Mangrovenbuchten. Vor ihr öffnet sich keine geradlinige Küste, sondern ein Labyrinth aus Inseln und Felstürmen. Die Marina steht damit genau am Übergang zwischen Phukets Landverkehr und der vom Wasser bestimmten Landschaft der Phang-Nga-Bucht.
Kalkstein, Höhlen und versunkene Täler
Die Bucht ist für senkrecht aus dem Meer steigende Kalksteinformationen, Höhlen und sogenannte Hongs bekannt. Diese innen liegenden Hohlräume entstanden durch Lösung und Erosion des Kalksteins; manche sind nur durch niedrige Tunnel erreichbar. Steigende Meeresspiegel überfluteten nach der letzten Eiszeit die tieferen Bereiche der Karstlandschaft.
Ao Phang Nga wurde 1981 zum Nationalpark erklärt. Mangroven säumen weite Festlandküsten, während die isolierten Felsen spezialisierte Pflanzen und Tiere tragen. Die geschützte Wasserfläche ist trotz ihrer ruhigen Erscheinung kein einheitlich tiefes Becken: Untiefen, Felsinseln und enge Durchfahrten gliedern sie in zahlreiche kleine Räume.
Ko Panyi: ein Dorf am Felsen
Weiter nördlich liegt Ko Panyi, eine überwiegend muslimische Siedlung auf Pfählen am Fuß eines Kalksteinfelsens. Wohnhäuser, Moschee, Schule und Restaurants wurden über dem flachen Wasser errichtet, weil auf dem steilen Inselkörper kaum ebene Fläche vorhanden ist. Fischerei war lange die wirtschaftliche Grundlage; heute kommt Tagestourismus hinzu.
Eine besondere Ortsgeschichte begann nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1986. Kinder bauten aus altem Holz eine schwimmende Spielfläche, weil im Dorf kein freies Land existierte. Daraus entwickelte sich Panyee FC, eine erfolgreiche Jugendmannschaft. Ein neuer Platz steht heute an Land, während eine schwimmende Version an jene improvisierte Lösung erinnert.