Koh Samui – Bophut, Fischerman Village
Moorings und Infrastruktur vor Bophut
Bophut Fisherman’s Village ist kein Hafen und keine Marina. Die Charterbasis liegt vor dem Strand an der Nordküste Ko Samuis; ihre Yachten liegen an Moorings in der Bucht. Gäste und Gepäck werden nach vorheriger Abstimmung mit einem Beiboot vom Strand zur Yacht gebracht. Feste Gaststege, Fingerpontons oder einen allgemein zugänglichen Marinakai gibt es an diesem Datenbankpunkt nicht.
Der örtliche Charterbetreiber beschreibt die Boote als mittig vor dem Strand nahe Hansar Resort und Fisherman’s Village vertäut. Fremde Yachten ankern in der Bucht auf Sand; ein regionaler Revierführer nennt zwei bis vier Meter Wassertiefe in der flachen Nordküstenbucht. Mooring, Ankerplatz, Schwojkreis und sichere Anlandung sind abhängig von Belegung, Tiefgang, Wind und Jahreszeit.
Am Mooring stehen weder Wasser noch Strom zur Verfügung. Es gibt auch keine zugehörigen Sanitär-Anlagen an einem Marinagebäude. Toiletten, Duschen und weitere Einrichtungen an Land gehören zu Hotels, Restaurants oder dem Charterbetrieb und dürfen nur mit deren Zustimmung genutzt werden. Provisionen müssen an Land beschafft und mit dem Beiboot transportiert werden.
Eine Tankstelle oder Zapfsäule für Yachten existiert in Bophut nicht. Wasser und Kraftstoff lassen sich nach Revierangaben eher an gewerblichen Anlegern in der östlich anschließenden Bangrak-Bucht organisieren; eine direkte Anfahrt, Abgabemenge und der zulässige Bootstyp sind dort vorab zu klären. Kanistertransport über Strand und Beiboot erfordert besondere Sorgfalt.
Ko Samui besitzt keinen voll ausgestatteten Yachthafen mit Travellift, Kran, Werft und Landlager. Solche Arbeiten können daher auch in Bophut nicht durchgeführt werden. Der Strandzugang ist gezeitenabhängig und kann bei Brandung unsicher werden; während des Nordostmonsuns ist Bophut deutlich weniger geschützt als bei südwestlichen Winden.
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Bophut: vom Fischerort zur restaurierten Ladenstraße
Eine Bucht ohne Marina
Fisherman’s Village bildet den alten Ortskern am östlichen Ende des Bophut Beach. Die schmale Straße verläuft direkt hinter der Uferlinie. Vom Wasser aus fehlen die Wellenbrecher und Hafenbecken einer Marina; offene Strandfront, kleine Anlegestellen und vor der Küste liegende Boote bestimmen das Bild.
Die historischen Geschäftshäuser zeigen thailändisch-chinesische Einflüsse. Viele wurden zu Restaurants, kleinen Hotels und Läden umgebaut. Der Name Fisherman’s Village beschreibt deshalb heute stärker die Herkunft und Architektur des Ortes als einen großen aktiven Fischereihafen. Der wöchentliche Abendmarkt hat die Straße zusätzlich zu einem der bekanntesten Ausgehbereiche Ko Samuis gemacht.
Kokospalmen vor dem Tourismus
Bevor Hotels, Flughafen und Fährverkehr die Inselwirtschaft veränderten, prägten Kokosplantagen große Teile Ko Samuis. Nüsse und Kopra konnten per Schiff zum Festland transportiert werden, während Straßen im Inselinneren lange nur schwach ausgebaut waren. Alte Palmenbestände zwischen den Siedlungen erinnern noch an diese landwirtschaftliche Phase.
Der Wandel vollzog sich innerhalb weniger Jahrzehnte. Bophuts alte Ladenhäuser blieben erhalten, wurden aber fast vollständig für Gastronomie und Beherbergung umgenutzt. So ist im Straßenbild noch die Maßstäblichkeit eines Küstenortes erkennbar, obwohl seine wirtschaftliche Funktion heute vom internationalen Tourismus bestimmt wird.
Ko Samui und der Ang-Thong-Archipel
Ko Samui ist Thailands drittgrößte Insel und die größte Insel eines Archipels mit mehr als 80 Eilanden. Westlich liegt der Mu-Ko-Ang-Thong-Meeresnationalpark. Seine dicht stehenden Kalksteininseln unterscheiden sich geologisch und landschaftlich deutlich von den breiteren, bewohnten Küstenflächen Samuis.
Der Nationalpark schützt Inselwälder, Felsküsten, flache Buchten und Meereslebensräume. Gleichzeitig erklärt der Archipel die lange Bedeutung kleiner Boote: Inseln, Fischgründe und Siedlungen waren über das Wasser verbunden, lange bevor Straßen, Autofähren und der Flughafen den Alltag Ko Samuis neu ausrichteten.