Malaga – Marina Benalmádena
Liegeplätze und Werftservice im Puerto Deportivo de Benalmádena
Der unter „Málaga“ geführte Standort ist der kommunale Puerto Deportivo de Benalmádena, rund 16 Kilometer südwestlich des Hafens von Málaga. Die Marina besitzt mehr als 1.000, nach kommunalen Angaben rund 1.100 Liegeplätze für Boote von sechs bis 35 Metern. Platz und Tiefgang sind vorab zu bestätigen; westlich der Einfahrt liegt die markierte Untiefe Laja Bermeja.
Wasser und Strom stehen über Versorgungssäulen an allen Liegeplätzen bereit. Anschlussleistung und Abrechnung hängen vom Platz ab. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und weitere Nutzereinrichtungen; Zugang und saisonale Zeiten nennt die Capitainerie. Gastronomie, Läden und Wohnungen bilden einen großen kommerziellen Bereich innerhalb des Hafenkomplexes.
Die Tankstelle am Wartekai verkauft Benzin und Diesel. Die veröffentlichte Bedienzeit reicht täglich von 8 bis 14:30 Uhr und von 15 bis 21 Uhr, ist aber aktuell zu prüfen. Eine feste Pumpe für Schwarz- oder Grauwasser wird auf der Serviceseite nicht eindeutig ausgewiesen. Entsorgung und Annahme technischer Abfälle müssen daher beim Hafenpersonal erfragt werden.
Die Werft besitzt einen Travelift bis 50 Tonnen und Flächen für Winterlager, Reinigung und Reparatur. Der Betrieb wird 2026 neu ausgeschrieben; die tatsächliche Verfügbarkeit einzelner Leistungen ist deshalb bei der Terminbuchung zu bestätigen. Überwachungskameras und gesicherte Stegzugänge sind vorhanden, ersetzen laut Betreiber jedoch keine individuelle Bewachung des Boots.
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Benalmádena: Wachtürme, archäologische Funde und eine Marina der späten Moderne
Wachtürme sicherten eine lange Zeit gefährdete Küste
Die Torre Bermeja steht nahe dem heutigen Hafen und stammt in ihren älteren Teilen aus der islamischen Zeit. Gemeinsam mit der Torre Quebrada und weiteren Küstenposten überwachte sie Buchten und Strände. Rauch- und Feuersignale warnten das Hinterland vor Angriffen.
Die Türme wurden nach der christlichen Eroberung weitergenutzt und umgebaut. Ihre Lage wirkt heute zwischen Straßen und Ferienanlagen ungewöhnlich, erinnert aber daran, dass die flache Küste vor dem modernen Städtewachstum nur punktuell besiedelt und schwer zu verteidigen war.
Die Cueva del Toro belegt wesentlich ältere Besiedlung
Im Kalkstein der Sierra de Mijas liegt die Cueva del Toro mit prähistorischen Malereien und Funden. Sie geben Hinweise auf Gemeinschaften, die Jagd, Sammeln und frühe Wirtschaftsformen im Küstenhinterland nutzten. Später hinterließen Phönizier und Römer weitere Spuren entlang der Bucht.
Das Museo de Arte Precolombino Felipe Orlando im höher gelegenen Benalmádena Pueblo verbindet eine ungewöhnliche Sammlung amerikanischer Objekte mit lokaler Archäologie. Dadurch werden sowohl die lange regionale Siedlungsgeschichte als auch die moderne Sammlungsgeschichte sichtbar.
Puerto Marina wurde als Hafen-, Wohn- und Freizeitanlage entworfen
Die Marina entstand in mehreren Bauphasen ab den 1970er Jahren und wurde 1982 eröffnet. Inselartige Wohnblöcke, Brücken, Innenhöfe und Liegeplätze bilden eine bewusst theatralische Architektur mit maurischen und mediterranen Anklängen.
Die Anlage erhielt in den 1990er Jahren internationale Marina-Auszeichnungen und wurde zum Zentrum des Küstentourismus. Sie unterscheidet sich grundlegend von einem gewachsenen Fischerhafen: Wohnen, Gastronomie, Handel und Bootsliegeplätze waren von Anfang an als gemeinsames Freizeitprodukt geplant.