Izola – Marina Izola

Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Izola

Die Marina Izola liegt westlich des alten Stadt- und Fischereihafens, geschützt durch zwei lange Wellenbrecher. Belastbare slowenische Regierungsinformationen nennen 620 Liegeplätze für Schiffe bis 30 Meter Länge. Ältere und kommerzielle Verzeichnisse nennen teils höhere Zahlen; für die tatsächliche Aufnahme sind daher ausschließlich die aktuelle Platzbestätigung, Breite und Wassertiefe maßgeblich.

Die Liegeplätze besitzen Wasser und Strom mit 220 beziehungsweise 380 Volt. Sanitäranlagen mit Toiletten, Duschen und Wäscherei, Rezeption, bewachte Anlage, Parkgarage, Gastronomie, nautischer Bedarf und weitere Geschäfte liegen im Marinakomplex Amfora oder unmittelbar daneben.

Für das Heben von Booten steht ein Travellift mit 50 Tonnen Tragfähigkeit zur Verfügung, ergänzt durch Mastkran und Transportgerät. Werkstätten bearbeiten Motoren, Navigationselektronik, Beschichtung, Kunststoff, Stahl und Holz. Hub, Landlager und Reparaturen müssen nach Gewicht, Rumpfform, Abmessungen und Arbeitsumfang verbindlich reserviert werden.

Die kommunalen Liegeplätze im alten Hafen sind ein eigener Betrieb. Dort werden ebenfalls zeitweise Plätze mit Wasser, Strom, Sanitärnutzung und Müllentsorgung angeboten. Eine Zuweisung der Komunala Izola ist jedoch kein Marinaplatz und umgekehrt; bei der Ansteuerung sind Hafenbecken und Ansprechpartner klar zu unterscheiden.

Eine Tankstelle für Boote befindet sich nicht an jedem Marinasteg, sondern an einem gesonderten Tankplatz im Hafenbereich von Izola. Vor dem Anlegen sind genauer Standort, aktuelle Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, Wassertiefe und die zulässige Zufahrt beim Betreiber zu bestätigen.

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Anreise und Einkaufen

Izola, eine Insel aus Fisch und Industrie

Als Izola noch eine Insel war

Der Ortsname trägt seine Geografie noch in sich: Izola war ursprünglich tatsächlich eine Insel. Bis ins frühe Mittelalter blieb sie unbewohnt. Mit der Siedlungsentwicklung unter venezianischer Herrschaft entstanden Hafen, Kirchen und Paläste auf dem erhöhten Inselkern.

Erst unter österreichischer Verwaltung wurde der trennende Meeresarm endgültig zugeschüttet. Die heutige Altstadt ist deshalb keine Halbinsel im natürlichen Sinn, sondern ein ehemaliger Inselkörper, der durch Landgewinnung dauerhaft mit Istrien verbunden wurde.

Fabriken mit eigenen Fangflotten

Im 19. Jahrhundert veränderten Fischerei und Konservenindustrie den Ort grundlegend. Die Betriebe Ampelea und Arrigoni verarbeiteten vor allem kleine blaue Fische und unterhielten eigene Fangflotten sowie Werftkapazitäten. Für viele Familien wurde die Fabrikarbeit ebenso prägend wie der Fang selbst.

Das Haus des Meeres Izolana dokumentiert diese Geschichte mit Fotografien, Dosen, Werkzeugen, Booten und einem dreidimensionalen Stadtmodell. Es zeigt auch die Arbeit der zahlreichen Frauen, die den Fang in den Konservenbetrieben verarbeiteten und damit einen wesentlichen Teil der industriellen Belegschaft stellten.

Die Schmalspurbahn Parenzana

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verband die Parenzana Triest über Izola und das istrische Hinterland mit Poreč. Die Schmalspurbahn transportierte nicht nur Reisende, sondern Salz, Olivenöl, Obst, Gemüse, Fischprodukte, Stein, Kalk, Holz, Mehl und Wein.

Ihre Strecke erschloss landwirtschaftliche Orte und brachte Arbeitskräfte zu den Küstenbetrieben. Heute folgt der „Weg der Gesundheit und Freundschaft“ großen Teilen des ehemaligen Bahnkorridors. Zwischen Izola und Strunjan führt er durch den 244 Meter langen Šalet-Tunnel und macht die technische Trasse der stillgelegten Bahn weiterhin im Gelände sichtbar.

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