Vibo Valentia – Marina Stella del Sud

Liegeplätze und Service in der Marina Stella del Sud

Die Marina Stella del Sud liegt als privater Stegbetrieb innerhalb des großen Hafens von Vibo Marina. Der Betreiber nennt 67 Liegeplätze und betreut seit den 1990er-Jahren sowohl Dauerlieger als auch Gäste. Eine aktuelle öffentlich zugängliche Tabelle mit Maximallänge und Tiefgang für jeden Platz fehlt; Bootsdaten, verfügbare Wassertiefe und die Zuweisung innerhalb des Industrie- und Fährhafens sind vor der Ankunft zu bestätigen.

Frischwasser und Strom mit 220 oder 380 Volt werden laut Betreiber rund um die Uhr angeboten. Sanitär, Duschen und deren Zugangszeiten sind auf der aktuellen Serviceseite nicht so eindeutig beschrieben wie Wasser und Energie; diese Ausstattung ist deshalb ausdrücklich zu erfragen. Unterstützung beim Anlegen, Taucherarbeiten und verschiedene Wartungsleistungen gehören zum Angebot.

Eine Tankstelle befindet sich nach Betreiberangaben in der Marina. Sie arbeitet im Sommer nach Öffnungszeiten und außerhalb der Saison auf Anfrage, weshalb Kraftstoffart, Menge und Termin vorab vereinbart werden sollten. Für Hausmüll, Altöl, Batterien, Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser veröffentlicht der Betreiber keine vollständige Annahmematrix; die jeweils zuständige Sammelstelle muss bestätigt werden.

Rumpfreinigung, Antifouling, Anodenwechsel sowie Kontrollen von Welle, Propeller und Seeventilen werden genannt. Ein eigener Travelift, stationärer Kran, eine Helling oder die zulässigen Hebelasten sind dagegen nicht klar ausgewiesen. Größere Arbeiten und Landlagerung dürfen daher nicht vorausgesetzt werden. Das Umfeld ist ein arbeitender Hafen; Sicherheitszonen und Anweisungen der Hafenbehörde haben Vorrang.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Ansicht von Vibo Valentia – Marina Stella del Sud
Ansicht von Vibo Valentia – Marina Stella del Sud. Foto: ANTONIO DAZZETTI / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0.

Vibo Marina und Vibo Valentia: Hafenebene unter dem antiken Hipponion

Vibo Marina liegt unterhalb der historischen Stadt

Der Hafenort und das höher gelegene Vibo Valentia sind räumlich deutlich getrennt. Vibo Marina entwickelte sich an der Küste als Arbeits-, Industrie- und Verkehrshafen, während das historische Zentrum mehrere Kilometer landeinwärts auf einem Höhenzug liegt.

Diese Zweiteilung ist älter als die moderne Hafenanlage. Schon antike Verkehrswege verbanden die Küste mit dem Siedlungsplateau; ein mittelalterliches Kastell bei Bivona sicherte später den Zugang vom Meer.

Hipponion wurde griechisch, brettisch und römisch geprägt

Das antike Hipponion war eine griechische Stadt im Einflussbereich von Locri. Nach Herrschaften unter anderem aus Syrakus und bei den Brettiern wurde der Ort in römischer Zeit als Kolonie Vibo Valentia neu organisiert. Reste der griechischen Stadtmauer und Funde aus Heiligtümern und Nekropolen dokumentieren diese langen Phasen.

Der Name wechselte später zu Monteleone und im 20. Jahrhundert wieder zu Vibo Valentia. Diese Namensgeschichte spiegelt die vielen politischen Neuordnungen Süditaliens deutlicher als eine einzige, durchgehend erhaltene Altstadtstruktur.

Das archäologische Museum sitzt im normannisch-staufischen Burgkomplex

Das Museo Archeologico Statale Vito Capialbi befindet sich im Castello Normanno-Svevo. Die Anlage wurde im Mittelalter ausgebaut, unter den Anjou und Aragonesen verändert und nach Erdbebenschäden teilweise zurückgebaut.

Die Sammlung reicht von prähistorischen Objekten über griechische Votivgaben und Keramik bis zu brettischen und römischen Funden. Besonders die Grab- und Heiligtumsfunde machen verständlich, warum die heutige Hafenebene nur einen Ausschnitt einer wesentlich größeren historischen Landschaft bildet.

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