Reggio – Marina Reggio di Calabria

Liegeplätze und Versorgung in der Marina von Reggio Calabria

Die Freizeitschifffahrt in Reggio Calabria nutzt einen kleinen Bereich innerhalb des größeren Verkehrs- und Fährhafens. Öffentliche regionale Übersichten nennen nur eine begrenzte Zahl an Liegeplätzen und Boote eher moderater Größe; eine verlässliche aktuelle Betreibertabelle zu Gastkapazität, Maximallänge und Tiefgang ist nicht vollständig veröffentlicht. Platz, Maße, Einfahrt und Anmeldung sind deshalb direkt mit der zuständigen Hafenstelle abzustimmen.

Wasser und Strom werden für die ausgerüsteten Liegeplätze genannt. Sanitär, Duschen und die Zugangssituation sind jedoch nicht in derselben Klarheit wie bei einer abgeschlossenen Vollservice-Marina dokumentiert und müssen aktuell bestätigt werden. Das Hafenareal liegt am städtischen Ufer; Einkauf, Gastronomie und Verkehrsanbindungen befinden sich in Reggio, ersetzen aber keine gesicherte Leistung unmittelbar am Steg.

Eine Tankstelle beziehungsweise Kraftstoffversorgung wird in regionalen Hafenverzeichnissen für Reggio geführt. Betreiber, Betriebszeiten, Anfahrmöglichkeit und Kraftstoffsorten sollten vorab geklärt werden. Dasselbe gilt für Müll, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser: Ohne bestätigte Annahmestelle darf nicht von einer vollständigen Entsorgungsstation ausgegangen werden.

Motor- und Elektrohilfe werden in Hafenübersichten erwähnt, ein aktueller Travelift, eine leistungsfähige Krananlage, Werfthalle oder ein umfassendes Landlager sind für diesen Liegeplatz aber nicht eindeutig belegt. Größere Hebe- und Reparaturarbeiten benötigen daher eine gesonderte Planung. Im Hafen haben Fähr-, Handels- und Behördenverkehr Vorrang; Strömung und Wind im nahen Stretto di Messina verlangen besondere Aufmerksamkeit.

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Reggio Calabria: Magna Graecia, Bronzi di Riace und die Straße von Messina

Rhegion war eine griechische Stadt an einer strategischen Meerenge

Reggio gehört zu den alten Siedlungszentren der Magna Graecia. Seine Lage am südlichen Zugang zur Straße von Messina verband Handel und Seeverkehr, setzte die Stadt aber zugleich Erdbeben, Angriffen und politischen Machtwechseln aus. Vom antiken Stadtgebiet sind unter anderem griechische Mauerreste und römische Thermen erhalten.

Das moderne Zentrum entstand zu großen Teilen nach dem verheerenden Erdbeben von 1908 neu. Deshalb prägen planmäßige Straßenzüge und jüngere Architektur das Stadtbild stärker als ein geschlossenes mittelalterliches Viertel.

Die Bronzi di Riace stehen heute im archäologischen Nationalmuseum

Die beiden griechischen Bronzestatuen wurden 1972 vor Riace an der ionischen Küste entdeckt. Nach mehreren Restaurierungsphasen erhielten sie ihren dauerhaften Platz im Museo Archeologico Nazionale di Reggio Calabria. Datierung, Urheber und dargestellte Figuren werden wissenschaftlich weiterhin unterschiedlich gedeutet.

Das Museum zeigt darüber hinaus Funde aus Kalabrien von der Vorgeschichte bis in die römische Zeit. Dazu gehören weitere bedeutende Bronzeköpfe aus Porticello sowie Objekte aus den griechischen Städten der Region.

Der Lungomare verbindet Archäologie und heutigen Stadtraum

Am Lungomare Falcomatà liegen Reste römischer Bäder und Abschnitte antiker Befestigungen unmittelbar neben Gärten und moderner Uferpromenade. Über der Meerenge erscheint Sizilien sehr nah; bei klarer Luft ist der Ätna hinter der Küste sichtbar.

Diese Aussicht ist zugleich ein Hinweis auf die besonderen lokalen Bedingungen. Das Stretto bündelt Gezeitenströmungen und Wind, während die schmalste Passage seit der Antike mit Erzählungen von Skylla und Charybdis verbunden wird. Mythos und reale Hydrographie liegen hier ungewöhnlich dicht beieinander.

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