Neapel – St. Lucia, Marina Darsena
Liegeplätze und Werftservice im Porticciolo di Santa Lucia
Der Porticciolo di Santa Lucia am Borgo Marinari besteht aus mehreren Vereinen und privaten Betreibern. Für den hier beschriebenen Full-Service-Bereich nennt Powerboat Italia Plätze für Yachten von zehn bis 24 Metern; ein benachbarter Betreiber nennt 65 Plätze bis 26 Meter. Reservierung, konkreter Ponton, Breite und Tiefgang müssen deshalb eindeutig zugeordnet werden.
Wasser und Strom mit 16, 32 oder 63 Ampere stehen an den ausgerüsteten Plätzen bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und warme beziehungsweise kalte Duschen. Anlegehilfe arbeitet über UKW-Kanal 73; Bewachung, Videoüberwachung, WLAN, Beleuchtung und zahlreiche städtische Dienste liegen unmittelbar am Borgo Marinari.
Eine Tankstelle liefert Kraftstoff nach Betreiberangabe rund um die Uhr; Sorten, Abgabepunkt, Durchfluss und aktuelle Bedienbedingungen müssen dennoch bestätigt werden. Altöl und Batterien besitzen Sammelbehälter. Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser sowie weitere Abfälle müssen nach Stoffart angemeldet werden.
Tägliches Heben und Zuwasserlassen ist bis zehn Tonnen dokumentiert. Mechanik, Elektrik, Tischlerei, GFK, Polsterung und Taucherarbeiten werden angeboten. Jeder Hub benötigt Termin, Maße, Gewicht und Hebepunkte; größere Einheiten benötigen eine andere Werft. Das historische Becken besitzt keinen Raum für großflächige Erweiterungen oder umfangreiches Landlager.
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Santa Lucia und Borgo Marinari: Megaride, Castel dell'Ovo und Neapels Hafenviertel
Megaride gehört zu den ältesten Siedlungsorten Neapels
Auf dem kleinen Felsen Megaride lagen sehr frühe griechische Siedlungsspuren im Gebiet des späteren Neapolis. In römischer Zeit befand sich hier die luxuriöse Villa des Lucullus.
Später nutzten Mönche und militärische Anlagen die Insel. Damm, Bebauung und Hafenbecken verbanden sie zunehmend fest mit der Uferstadt.
Castel dell'Ovo wuchs aus mehreren Befestigungsphasen
Das Kastell erhielt seinen Namen durch die mittelalterliche Legende, Vergil habe ein schützendes Ei in seinen Fundamenten verborgen. Der Bau selbst entstand und veränderte sich unter normannischen, staufischen, angevinischen und aragonesischen Herrschaften.
Seine Mauern bestimmen das Becken weit stärker als moderne Marinaarchitektur. Der benachbarte Borgo Marinari entwickelte sich als dichtes Viertel aus Wohnungen, Werkstätten, Vereinen und Gastronomie.
Santa Lucia war Arbeitsviertel und olympischer Segelort
Fischer, Bootsleute und Seeleute prägten den Borgo Santa Lucia. Das Lied „Santa Lucia“ verbreitete den Ortsnamen weltweit, während Uferumbauten und Aufschüttungen die frühere Küstenlinie stark veränderten.
Bei den Olympischen Spielen 1960 dienten Becken am Borgo Marinari und Molosiglio als Segelhäfen. Heute teilen sich Traditionsvereine, private Betreiber, Arbeitsboote und Gastronomie einen historisch geschützten Raum, der nicht beliebig erweitert werden kann.