Genua – Marina di Porto Antico
Liegeplätze und Versorgung in Marina Porto Antico
Marina Porto Antico liegt im historischen Hafenbecken von Genua innerhalb des großen Handelshafens. Der Betreiber nennt 270 Plätze für Boote von etwa sechs bis 75 Metern; die Zufahrt besitzt mehr als acht Meter Tiefe, einzelne Kais und interne Wege variieren. Platzbreite und Tiefgang müssen über UKW-Kanal 74 bestätigt werden.
Wasser und Strom bis 400 Ampere stehen an den Betonkais bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten, Duschen und private Umkleiden. WLAN, Müllabholung am Steg, Brandschutz, Sicherheit, Anlegehilfe, Gepäcktransport, Lager und reserviertes Parken gehören zum Angebot; Personal ist rund um die Uhr vor Ort.
Eine Tankstelle beziehungsweise organisierte Kraftstoffversorgung gehört zu den Leistungen. Abgabeort, Sorten, Durchfluss und Öffnungszeiten müssen für das Boot abgestimmt werden. Batterien und Altöl werden angenommen; Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser sowie weitere technische Abfälle sind nach Art und Menge anzumelden.
Mehrere Werften und technische Betriebe liegen im Genueser Hafen, sind aber nicht sämtlich Teil der Marina. Travelift, Kran, Reparatur und Landlager benötigen einen separaten Auftrag mit Maßen, Gewicht und Hebepunkten. Die lange Zufahrt durch den Handelshafen folgt einem markierten Korridor und den dortigen Geschwindigkeitsregeln.
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Genuas Porto Antico: Handelsrepublik, Hafenlager und Stadterneuerung von 1992
Der Hafen trug eine maritime Republik
Genua entwickelte sich im Mittelalter zu einer bedeutenden Seemacht. Kaufleute und Flotten handelten im westlichen und östlichen Mittelmeer, im Schwarzen Meer und mit Nordeuropa. Hafen, Banken und private Familiennetzwerke waren eng miteinander verbunden.
Die schmalen Caruggi hinter dem Wasser führten zu Kontoren, Lagerhäusern und Palästen. Reichtum aus Handel und Kreditwesen wurde in den Rolli-Palästen der frühen Neuzeit sichtbar.
Molen und Lager folgten wachsenden Schiffen
Der Porto Antico wurde über Jahrhunderte durch Moli, Darsenen und Speicher erweitert. Baumwollspeicher, Zollflächen und Krane trennten das Arbeitsufer zunehmend von der Stadt.
Als Schiffe größer wurden, wanderte ein großer Teil des Güterverkehrs in westliche Hafenbecken. Die alten Anlagen verloren ihre zentrale Umschlagfunktion, blieben aber Teil des aktiven Gesamtports.
Die Columbus-Ausstellung öffnete den Hafen zur Stadt
Für die Expo 1992 gestaltete Renzo Piano große Teile des Porto Antico neu. Aquarium, öffentliche Plätze, Kultur- und Gastronomiebauten machten zuvor abgeschlossene Hafenflächen zugänglich.
Die Marina liegt mitten in diesem umgenutzten Areal. Historische Darsenen, moderne Freizeitnutzung und der weiterhin aktive Großhafen existieren nebeneinander—ein präziseres Bild als die Vorstellung eines vollständig musealisierten alten Hafens.