Rodi Garganico – Marina di Rodi Garganico

Liegeplätze und Werftservice im Porto Turistico di Rodi Garganico

Der 2009 eröffnete Porto Turistico di Rodi Garganico liegt unterhalb der Altstadt an der Nordküste des Gargano. Der Betreiber nennt rund 300 Liegeplätze für Boote bis 45 Meter. Platzbreite, zulässiger Tiefgang und konkrete Position müssen reserviert werden; Fähren zu den Tremiti-Inseln und lokale Ausflugsboote nutzen ebenfalls den Hafen.

Wasser und Strom stehen an den ausgerüsteten Liegeplätzen bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst zwei große Toiletten- und Duschanlagen, die für Hafengäste rund um die Uhr zugänglich sind. Anlegehilfe, Videoüberwachung, Wäscherei, Informationspunkt, Fahrzeugvermietung, Gastronomie und etwa 30 weitere Betriebe gehören zum Komplex.

Die Tankstelle liefert Diesel, Benzin und steuerbegünstigten Kraftstoff und ist laut Betreiber täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr geöffnet; saisonale Änderungen sind zu prüfen. Müll wird getrennt und teils direkt am Boot gesammelt. Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser sowie Altöl, Batterien und Sonderabfälle müssen nach Art und Menge angemeldet werden.

Die Werft besitzt einen Travelift bis 180 Tonnen und bietet reguläre sowie außerordentliche Wartung. Jeder Hub benötigt dennoch Termin, Maße, Gewicht und geprüfte Hebepunkte. Landlager und konkrete Reparaturarbeiten sind separat zu vereinbaren. Sandtransport und die offene Gargano-Küste können amtliche Tiefenhinweise erforderlich machen.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Marina di Rodi Garganico
Ansicht von Marina di Rodi Garganico. Foto: Luca Di Santo / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0.

Rodi Garganico: Zitrushandel, Trabucchi und eine Hafenstadt am grünen Gargano

Zitrusgärten machten den Ort zu einem Exporthafen

In geschützten Küstentälern um Rodi und Vico del Gargano gedeihen Orangen und Zitronen. Trockenmauern, Windschutz und ein besonderes Mikroklima ermöglichten die Oasi Agrumaria in einer sonst von Kalk, Wald und steilen Hängen geprägten Landschaft.

Trabaccoli und kleinere Handelsschiffe transportierten die Früchte über die Adria nach Dalmatien, Triest und weiter nach Mitteleuropa. Politische Grenzen und veränderte Märkte ließen diesen Handel nach dem Zweiten Weltkrieg stark zurückgehen; die geschützten Sorten Arancia del Gargano und Limone Femminello erinnern daran.

Trabucchi gehören zur Arbeitsarchitektur der Küste

Entlang des Gargano stehen hölzerne Fischfangplattformen mit langen Auslegern und großen Netzen. Sie erlaubten den Fang vom Felsufer aus, ohne bei jedem Wetter mit kleinen Booten auslaufen zu müssen.

Ein Trabucco bei Rodi wurde im Zusammenhang mit dem neuen Hafen rekonstruiert. Er ist daher nicht in jedem Bauteil ein unverändertes historisches Original, vermittelt aber Technik und Form einer regionalen Fangmethode.

Der moderne Hafen ergänzt einen älteren Küstenort

Rodi liegt auf einem niedrigen Vorsprung über Stränden und Gärten. Die genaue antike Gründungsgeschichte bleibt umstritten; kommunale Darstellungen nennen verschiedene griechische und daunische Hypothesen, ohne eindeutigen archäologischen Beweis.

Der heutige Yachthafen wurde erst 2009 eröffnet. Er schuf einen geschützten Anleger für Sportboote und Fähren zu den Tremiti-Inseln, während Altstadt, Zitruslandschaft und Foresta Umbra die wesentlich älteren kulturellen und natürlichen Schichten des Ortes bilden.

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