Mahon – Marina Port Mahon

Liegeplätze und Infrastruktur in Marina Port Mahón

Marina Port Mahón liegt am Moll de Llevant zwischen Punta de Cala Figuera und Punta del Rellotge. Sie ist auf große Yachten ausgerichtet und nicht mit Marina Menorca in Sa Colàrsega zu verwechseln. Der Betreiber nennt 30 Liegeplätze für Yachten von 25 bis 60 Meter Länge. Zulässiger Tiefgang, Platzbreite und Versorgungsleistung werden für jede Reservierung individuell bestätigt.

Wasser und Strom stehen am Liegeplatz bereit. Die Marina veröffentlicht keine allgemeine Tabelle zu Spannung, Frequenz, maximaler Stromstärke, Steckertypen oder Verbrauchspreisen; diese Werte müssen mit den technischen Daten der Yacht abgeglichen werden. WLAN, Wetterinformationen, Festmacherhilfe, 24-Stunden-Marinerodienst und ein Notfallsystem ergänzen die Versorgung.

Eine eigene Sanitär-Infrastruktur mit Duschen oder Wäscherei wird in der aktuellen Serviceliste nicht ausdrücklich zugesichert. Zugang zu solchen Einrichtungen ist daher vorab mit dem Concierge zu klären. Private Stege, kontrollierter Kundenzugang und ein rund um die Uhr besetzter Sicherheitsdienst gehören dagegen ausdrücklich zur Ausstattung.

Die Tankstelle liegt laut Betreiber 260 Meter von der Marina entfernt. Sie ist damit ein benachbarter Hafendienst, keine Zapfstelle an jedem Liegeplatz. Kraftstoffsorten, Öffnungszeiten, Wassertiefe, maximale Yachtabmessungen und eine erforderliche Anmeldung sind direkt mit der Station beziehungsweise über den Marinerodienst zu bestätigen.

Ein Travellift, Kran, eine Rampe oder ein eigener Werftbereich werden von Marina Port Mahón nicht angeboten. Für Arbeiten oder Ein- und Auswasserung vermittelt der Concierge externe Betriebe im Hafen. Taucherdienst, Müllabholung, Paket- und Postservice stehen zur Verfügung. Die Marina arbeitet auf UKW-Kanal 9; die Anweisung des Marinerodienstes ist wegen der großen Yachtabmessungen vor dem Einlaufen einzuholen.

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Anreise und Einkaufen

Sant Felip und Fort Marlborough: Festungen an der Einfahrt von Maó

Ein großer Naturhafen brauchte eine kontrollierte Mündung

Maós Hafen reicht etwa fünf Kilometer ins Land und bietet hinter seiner schmalen Einfahrt außergewöhnlich viel geschützte Wasserfläche. Wer die Mündung beherrschte, kontrollierte deshalb nicht nur einen lokalen Ankerplatz, sondern einen militärisch und wirtschaftlich wichtigen Stützpunkt im westlichen Mittelmeer.

Marina Port Mahón liegt weit innerhalb dieses natürlichen Schutzraums. Auf dem Weg zum offenen Meer folgen jedoch Inseln, Buchten und Verteidigungswerke, die aus verschiedenen Epochen stammen. Besonders dicht ist das System rund um Es Castell und die südliche Seite der Hafeneinfahrt.

Sant Felip entstand nach Barbarossas Angriff

Nach dem osmanischen Angriff unter Khair ad-Din Barbarossa im Jahr 1535 begannen die Spanier mit dem Ausbau des Castell de Sant Felip. Die Festung bewachte die Landzunge unmittelbar an der Einfahrt und wurde in den folgenden Jahrhunderten mehrfach erweitert, belagert und verändert.

Im 18. Jahrhundert galt Sant Felip als eine der bedeutenden Festungen im Mittelmeer. Nach wechselnden britischen, französischen und spanischen Herrschaften ließen die Spanier große Teile der oberirdischen Anlagen zerstören. Erhalten blieben vor allem ausgedehnte unterirdische Galerien, die den früheren Maßstab des Komplexes erkennen lassen.

Fort Marlborough sicherte die Flanke in Cala Sant Esteve

Die Briten ergänzten das Verteidigungssystem durch Fort Marlborough. Es lag südlich der Haupteinfahrt in Cala Sant Esteve und sollte Sant Felip gegen einen Angriff über Land unterstützen. Ein großer Teil der Anlage wurde in den Fels eingelassen, sodass sie vom Meer aus weniger leicht zu erkennen und zu beschießen war.

Der Name erinnert an John Churchill, den ersten Duke of Marlborough. Heute dient das restaurierte Fort als Zentrum zur Militärgeschichte des Hafens. Zusammen mit den Tunneln von Sant Felip zeigt es, weshalb Maó im 18. Jahrhundert wiederholt umkämpft war: Nicht die Stadt allein war das Ziel, sondern ihr außergewöhnlicher Hafen. Die modernen Großyachtstege am Moll de Llevant liegen damit in einem Wasserraum, dessen Architektur über Jahrhunderte von strategischer Kontrolle geprägt wurde.

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