Mahon – Marina Menorca

Liegeplätze und Infrastruktur bei Marina Menorca in Sa Colàrsega

Dieser Eintrag bezeichnet die Anlage von Marina Menorca am innersten Ende des Hafens von Maó in Sa Colàrsega. Er ist nicht mit Marina Port Mahón weiter östlich am Moll de Llevant zu verwechseln. Marina Menorca betreibt hier sieben Stege mit insgesamt mehr als 200 Liegeplätzen für Boote von fünf bis 15 Meter Länge; der jeweilige Platz und seine Maße werden mit der Reservierung bestätigt.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen zur Verfügung. Für die nach der 2026 erneuerten Konzession geplante Anlage sind intelligente Versorgungssäulen, Ladepunkte für Elektroboote und eine Verbrauchsanzeige per App angekündigt. Während des Umbaus muss der Betreiber bestätigen, welche Stege und Anschlüsse tatsächlich in Betrieb sind.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst kostenlose Toiletten und Duschen. Ein abgeschlossener Landzugang, Marinerodienst, Wetterinformationen, kostenloses WLAN, Feuerlöscheinrichtungen, Müllsammelpunkt und ein kostenloser Parkplatz mit 60 Plätzen gehören zur veröffentlichten Ausstattung. Ein Taucherdienst und Fahrzeug- beziehungsweise Bootsvermietung werden über Drittanbieter vermittelt.

Eine Tankstelle führt Marina Menorca in Sa Colàrsega nicht als vorhandenen Service auf. Kraftstoff ist an einer anderen zugelassenen Station im Hafen von Maó zu beziehen; Betankung am Liegeplatz darf nicht angenommen werden. Auch eine eigene Absauganlage für Bilgen- oder Schmutzwasser wird in der aktuellen Serviceliste nicht zugesichert.

Die Marina veröffentlicht für Sa Colàrsega weder Travellift noch Kran, Rampe oder eigenen Werftbetrieb. Ein- und Auswasserung sowie technische Arbeiten müssen daher mit einem externen Betrieb im Hafen koordiniert werden. Die Marina ist auf UKW-Kanal 9 erreichbar. Da die Anlage nach der neuen Konzession umfassend neu gebaut werden soll, sind Bauzustand, Zufahrt und verfügbare Leistungen kurzfristig zu bestätigen.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Mahon – Marina Menorca
Ansicht von Mahon – Marina Menorca. Foto: SSANTY / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Maós Naturhafen und das Hospital auf der Illa del Rei

Die Stadt entstand auf dem Fels über einem fünf Kilometer langen Hafen

Maó liegt nicht auf einer flachen Uferzone, sondern auf einem Felsrücken über dem nördlichen Hafenrand. Treppen und steile Straßen verbinden das Zentrum mit den Kaianlagen. Sa Colàrsega bildet das geschlossene westliche Ende dieses rund fünf Kilometer langen Naturhafens.

Seine Tiefe und der schmale, gut zu verteidigende Zugang machten den Hafen über viele Jahrhunderte strategisch bedeutend. Römer, Byzantiner, Muslime, Spanier, Franzosen und Briten nutzten oder kontrollierten ihn. Die verschiedenen Herrschaften hinterließen nicht nur Festungen, sondern auch Spuren in Stadtgrundriss, Handel und Alltagssprache.

Die Briten verlegten Menorcas Machtzentrum nach Maó

Mit dem Vertrag von Utrecht kam Menorca im frühen 18. Jahrhundert unter britische Herrschaft. Die neue Verwaltung bevorzugte Maós großen Hafen gegenüber der bisherigen Hauptstadt Ciutadella. Hafen, Straßenverbindungen und Verteidigungsanlagen wurden ausgebaut; Maó entwickelte sich zum militärischen und wirtschaftlichen Zentrum der Insel.

Im historischen Zentrum sind aus dieser Zeit unter anderem verglaste Erker erhalten, die auf Menorca als „boinders“ bezeichnet werden. Auch einzelne englische Wörter gingen in die Alltagssprache ein. Die britische Prägung war damit nicht auf Kasernen und Forts beschränkt.

Auf der Illa del Rei arbeiteten Krankenhaus und Quarantäne getrennt

Mitten im Hafen liegt die Illa del Rei, auch Bloody Island genannt. Dort errichteten die Briten im 18. Jahrhundert ein Militärhospital. Der U-förmige Komplex umfasste später 40 Krankensäle sowie Räume für Ärzte und Pflegepersonal, Apotheke, Küchen, Wäscherei, Bäder und drei Zisternen. 1784 ergänzten die Spanier eine Kapelle.

Das Hospital blieb bis 1964 in Nutzung. Davon zu unterscheiden ist der größere Lazarettkomplex näher an der Hafeneinfahrt: Er wurde zwischen 1793 und 1807 für Schiffe und Menschen errichtet, bei denen ansteckende Krankheiten vermutet wurden. Hospital, Quarantänestation und die Festungen an der Mündung machen den Hafen zu einem zusammenhängenden Geschichtsraum – von Sa Colàrsega aus zieht er sich über Inseln und Ufer bis zum offenen Meer.

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