Cuitadella – Port Iselas Baleares (PortIB)

Liegeplätze und Infrastruktur im PortsIB-Hafen Ciutadella

Dieser Eintrag bezeichnet den direkt von PortsIB verwalteten Teil des alten Hafens von Ciutadella, nicht den benachbarten Club Nàutic und nicht den außerhalb der Stadt liegenden Fährhafen Son Blanc. Der offizielle Hafenführer weist für PortsIB 154 Plätze an Schwimmstegen aus, ausgelegt für Boote bis zwölf Meter Länge und bis etwa fünf Meter Tiefgang. Maßgeblich bleibt die bestätigte Zuweisung.

Wasser und Strom stehen an den PortsIB-Liegeplätzen zur Verfügung. Eine öffentlich aktuelle Aufstellung zu Spannung, maximaler Stromstärke, Steckern und Verbrauchskosten fehlt; diese Angaben sind vor Anschluss bei der Hafenstelle zu klären. Reparaturmöglichkeiten, öffentliche Parkplätze und zahlreiche Geschäfte befinden sich im Hafenbereich und in der unmittelbar anschließenden Altstadt.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst öffentliche Toiletten und Duschen. Rampe, Recyclingstation sowie Behälter für Haus- und Gefahrstoffe sind ebenfalls ausgewiesen. Eine Absaugung von Bilgen- oder Schmutzwasser wird im offiziellen Menorca-Hafenhandbuch für diesen Bereich nicht zugesichert und darf deshalb nicht vorausgesetzt werden.

Die Tankstelle liegt beim Club Nàutic und wird als konzessionierter Dienst für den Hafen geführt. Aktuelle Öffnungszeiten veröffentlicht PortsIB saisonal; Kraftstoffsorten, Wassertiefe, Bootsmaße und kurzfristige Betriebsänderungen sind dennoch direkt beim Betreiber zu bestätigen. Die Tankstelle gehört nicht zur Ausstattung jedes PortsIB-Steges.

Für größere Arbeiten nennt der offizielle Hafenführer im PortsIB-Bereich einen Bootslift bis 200 Tonnen und für Boote bis 30 Meter Länge. Diese ältere Übersicht ersetzt keine technische Freigabe: Gewicht, Breite, Tiefgang, Anschlagpunkte und verfügbare Werftfläche müssen vor jeder Bewegung schriftlich bestätigt werden. Die aktuelle PortsIB-Seite nennt UKW-Kanal 8 für die Hafenstelle.

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Anreise und Einkaufen

Ciutadellas alter Hafen zwischen Stadtmauer und Castell de Sant Nicolau

Die schmale Hafenbucht reichte bis an die befestigte Stadt

Ciutadellas alter Hafen liegt in einem langen, schmalen Meeresarm unterhalb des historischen Zentrums. Über Jahrhunderte verband er Ankerplatz, Warenumschlag und Fischerei unmittelbar mit einer ummauerten Stadt. Noch heute fällt das Gelände steil vom Es Born und vom Rathaus zum Wasser ab.

Ein Kloster der Augustiner stand im 15. Jahrhundert direkt am Hafen nahe der Stadtmauer und dem Pont del Rei. Die Brüder erhoben von Schiffen ein Ankerrecht und waren dafür am Unterhalt der Bucht und der Brücke beteiligt. Hafenwirtschaft und Stadtbefestigung waren damit nicht getrennt, sondern räumlich und finanziell eng miteinander verbunden.

Der Angriff von 1558 prägte das Gedächtnis der Stadt

Im Juli 1558 belagerte eine osmanische Flotte Ciutadella, nahm die Stadt ein und verschleppte einen großen Teil der überlebenden Bevölkerung. Gebäude am Hafen, darunter das Augustinerkloster, wurden schwer getroffen. In Ciutadella ist das Ereignis als „Any de sa Desgràcia“, das Jahr des Unglücks, bis heute Teil des öffentlichen Gedächtnisses.

Die Verteidigungsanlagen wurden später erneuert. Der Bastió de sa Font war einer von fünf Bastionen an den Stadttoren und diente zugleich als Regenwasserzisterne. Das Bauwerk beherbergt heute das Stadtmuseum, dessen Sammlung die Geschichte Menorcas von der Vorgeschichte bis zur christlichen Eroberung 1287 dokumentiert.

Am Ausgang der Bucht bewacht Sant Nicolau die Zufahrt

Ende des 17. Jahrhunderts entstand an der Hafeneinfahrt das Castell de Sant Nicolau. Der gedrungene, achteckige Wehrbau ersetzte eine einfachere mittelalterliche Anlage und sollte erneute Landungen feindlicher Schiffe erschweren. Er unterscheidet sich in Form und Ausstattung deutlich von den meist runden Küstenwachtürmen Menorcas.

Der heutige Weg vom inneren Hafen zur Burg folgt dem Wasser bis zur offenen Küste. Auf dieser kurzen Strecke bleibt die historische Funktion des Ortes lesbar: Der geschützte Meeresarm brachte Schiffe bis an die Stadt, während Mauern, Bastionen und schließlich Sant Nicolau genau diesen Zugang sichern sollten. Gastronomie und Freizeitnutzung füllen heute die alten Kaiflächen, doch ihre Lage folgt weiterhin der mittelalterlichen Hafenbucht.

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