Addaia – Puerto Addaia

Liegeplätze und Infrastruktur im Port d’Addaia

Port d’Addaia liegt tief in einer stark gegliederten Naturbucht an Menorcas Nordküste. Aktuelle Hafenverzeichnisse nennen 168 Liegeplätze für Boote bis 15 Meter Länge bei ungefähr zwei bis drei Metern Wassertiefe. Der Betreiber veröffentlicht selbst keine vollständige aktuelle Größenstaffel; verbindlich sind daher nur die bestätigte Platzzuweisung und deren Maße.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen zur Verfügung. Spannung, maximale Stromstärke, Steckertyp und Verbrauchsabrechnung werden auf der aktuellen Serviceseite nicht ausgewiesen und müssen vor Anschluss geklärt werden. Marinerodienst, Wetterinformationen, Kundenparkplätze, Bibliotheks- und Coworkingraum sowie ein naher Bootsausrüster ergänzen den Hafen.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Duschen, Toiletten sowie Waschmaschine und Trockner. Bar, Restaurant und ein Supermarkt liegen im beziehungsweise nahe beim Hafengelände. Öffnungszeiten und Zugang außerhalb der Bürozeiten sind mit der Marina zu vereinbaren.

Eine Tankstelle wird vom Betreiber nicht als eigener Service aufgeführt. Kraftstoff muss daher außerhalb der Marina beziehungsweise über einen zugelassenen Lieferweg organisiert werden; eine Betankung am Liegeplatz ist ohne ausdrückliche Freigabe nicht anzunehmen. Auch eine öffentliche Absauganlage für Schwarz- oder Bilgenwasser ist in der aktuellen Liste nicht zugesichert.

Rampe, Winterlager und ein Sublift für Boote bis 20 Tonnen stehen bereit. Die ältere Angabe eines Zehn-Tonnen-Lifts ist damit überholt. Gewicht, Breite, Tiefgang und Aufnahmepunkte werden vor jeder Bewegung technisch geprüft. Die Marina arbeitet auf UKW-Kanal 9; alle Plätze werden nur befristet vermietet, wobei ein Kontingent für Tages-, Wochen- und Monatsgäste vorgesehen ist.

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Anreise und Einkaufen

Die britische Torre d’Addaia über einer strategischen Naturbucht

Die enge Einfahrt machte Addaia militärisch interessant

Die Bucht von Addaia schneidet tief in Menorcas Nordküste ein. Inseln, Landzungen und mehrere Seitenarme verdecken das innere Becken vom offenen Meer und bieten natürlichen Schutz. Derselbe verwinkelte Zugang ließ sich von erhöhten Positionen gut überwachen.

Während der britischen Herrschaft über Menorca wurde die Sicherung solcher Buchten Teil eines umfassenden Küstenverteidigungssystems. Addaia lag zudem auf dem Weg zwischen offenen Nordküstenplätzen und dem großen Hafen von Maó.

Zwischen 1798 und 1802 entstand ein Turm für 18 Soldaten

Die Briten errichteten die Torre d’Addaia auf der Halbinsel zwischen Cala Molí und der Hauptbucht. Der kegelförmige Bau besaß drei Ebenen. Im Erdgeschoss lagen Pulver, Vorräte, Ersatzmaterial und eine in den Boden eingelassene Zisterne; das mittlere Gewölbegeschoss diente der Mannschaft.

Die Garnison war für 18 Männer ausgelegt und sollte Vorräte für etwa einen Monat aufnehmen. Auf der Dachplattform stand eine schwenkbare Kanone hinter einem breiten Brustwehrkranz. Eine vorkragende Maschikuli erlaubte es, den Fuß des Turms zu bestreichen.

Rotglühende Kugeln sollten hölzerne Schiffe in Brand setzen

In der Nähe befand sich vermutlich ein Ofen, in dem Kanonenkugeln bis zur Rotglut erhitzt wurden. Gegen Holzschiffe konnten solche Geschosse nicht nur Rumpf und Takelage beschädigen, sondern Brände auslösen. Die massive Zisterne und die Vorratsräume ermöglichten der Besatzung, auch bei abgeschnittenem Landweg auszuhalten.

Die Eigentümer restaurierten den Turm 1973. Die eingestürzte Maschikuli wurde dabei nicht rekonstruiert; außerdem verlegte man den ursprünglichen Zugang vom mittleren Geschoss auf Bodenniveau und ergänzte später eine Treppe. Trotz dieser Änderungen ist der Innenaufbau gut erhalten. Vom Hafen aus erinnert der Bau daran, dass Addaias ruhige, heute von Naturpark und Meeresreserve umgebene Bucht einst gerade wegen ihres Schutzes militärisch kontrolliert wurde.

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