Ibiza – San Antoni PortsIB
Liegeplätze und Infrastruktur im PortsIB-Hafen Sant Antoni
Der öffentliche Port de Sant Antoni de Portmany wird teilweise direkt von Ports de les Illes Balears und teilweise vom Club Nàutic Sant Antoni verwaltet. Diese Seite betrifft den direkt verwalteten PortsIB-Bereich. Die Hafenbehörde nennt dort 245 Liegeplätze, davon fünf regulär für Transitboote; saisonale zusätzliche Plätze werden in getrennten Vergabeverfahren angeboten.
Wasser und Strom sind an den Liegeplätzen vorhanden; 2025 wurden die Schwimmstege einschließlich neuer Versorgungssäulen und Leitungsnetze erneuert. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Duschen, Toiletten und Wäscherei. Abfalltrennung, gefährliche Abfälle sowie Absaugung von Bilgen- und Sanitärwasser werden angeboten. Hafenbüro und Bootsservice sind saisonal unterschiedlich besetzt.
Eine Tankstelle gehört zum öffentlichen Hafen. PortsIB veröffentlicht einen ungewöhnlich gegliederten Wochenplan mit Vormittagsbetrieb an mehreren Tagen und zusätzlichem Nachmittagsfenster dienstags und donnerstags. Vor der Anfahrt sind deshalb Öffnung, Kraftstoffart, Preis und Warteposition direkt zu bestätigen.
Pórtico elevador, Kran und Rampe sind als Hafenausrüstung aufgeführt, konkrete Traglasten und zulässige Maße aber nicht veröffentlicht. Ein Auskranen oder Landaufenthalt darf erst nach technischer Bestätigung durch das Hafenbüro geplant werden. Reparaturbetriebe und mechanische Werkstätten befinden sich im Hafenumfeld.
Der PortsIB-Bereich arbeitet auf Funkkanal 14 und ist nicht mit Es Nàutic auf Kanal 9 gleichzusetzen. Neben Freizeitbooten nutzen Fischerei, Ausflugsverkehr und gewerbliche Einheiten das Becken. Transitcrews müssen das Formular des Hafenpersonals zeitnah im PortsIB-Büro abgeben; Sant Antoni ist kein Grenzübergangshafen.
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Sant Antonis Arbeitshafen: Llaüts, Fischereizunft und ein Leuchtturm im Stadtzentrum
Die geschützte Bucht ernährte Fischer über viele Jahrhunderte
Die große Bucht von Portmany bot nicht nur einen Ankerplatz, sondern Quellen und Brunnen für Frischwasser. Bereits in punischer Zeit wurden Fänge angelandet und durch Salzen haltbar gemacht. Im Mittelalter nutzten Fischer Netze, Langleinen und andere Verfahren, deren Grundprinzipien teilweise bis in die jüngere handwerkliche Fischerei fortbestanden.
Der frühe Ort um die Wehrkirche war daher eng mit Bauern und Fischern verbunden. Erst im 20. Jahrhundert entstanden ein organisierter Fischereikai und stärker mechanisierte Fangmethoden.
Das Llaüt blieb das charakteristische Arbeitsboot
Ibizenkische Schiffbauer, die mestres d’aixa, fertigten robuste hölzerne Llaüts. Ihr breiter, stabiler Rumpf eignete sich für Küstenfischerei und die bewegte See außerhalb der Bucht. Lateinersegel prägten die Boote im 18. und 19. Jahrhundert; später ersetzten Motoren den traditionellen Antrieb, ohne die Grundform vollständig zu verdrängen.
Heute organisiert die Fischereizunft einen kleineren, kontrollierten Berufsfang. Die 2008 eingeführte Marke Peix Nostrum kennzeichnet Ware der professionellen Inselflotte und verlangt Rückverfolgbarkeit sowie kurze Wege zwischen Fang und Vermarktung.
Ses Coves Blanques wechselte vom Seezeichen zum Kulturzentrum
Am Ende des Hafenbereichs wurde 1897 der Leuchtturm Ses Coves Blanques eröffnet. Damals stand er in einem nahezu unbebauten Teil der Bucht. Mit dem Wachstum Sant Antonis rückte die Stadt an das Bauwerk heran; 1963 wurde das Feuer außer Betrieb genommen.
Nach der Übergabe an die Gemeinde und einer Sanierung öffnete das Gebäude 2010 als Ausstellungs- und Meeresinterpretationszentrum. 2014 erhielt der Turm sogar seine ursprüngliche Laterne zurück, die zerlegt in einem Hühnerstall wiedergefunden worden war. Der ehemalige Leuchtturm zeigt damit besonders anschaulich, wie aus dem Rand eines Arbeitshafens ein Teil der heutigen Uferstadt wurde.