Ibiza – Marina Port Ibiza (Ibiza Magna)
Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Port Ibiza
Die früher als Ibiza Magna bekannte Anlage heißt heute Marina Port Ibiza. Sie belegt die innerstädtischen Kais unmittelbar vor dem historischen Viertel La Marina und darf nicht mit der auf der Nordseite des Hafenbeckens gelegenen Marina Ibiza verwechselt werden. Der aktuelle Betreiber nennt 89 Liegeplätze für Yachten bis 60 Meter Länge und zehn Meter Tiefgang.
Wasser und Strom stehen am Liegeplatz bereit; für große Yachten werden Stromanschlüsse bis 400 Ampere genannt. WLAN, Müllabholung, Recyclingstellen, Kurierdienst und Wetterinformationen ergänzen die Versorgung. Hafenpersonal ist rund um die Uhr für Manöverhilfe verfügbar, die Ankunft wird auf UKW-Kanal 9 oder 16 angemeldet.
Eine Sanitär-Anlage mit Duschen und Toiletten wird in der aktuellen öffentlichen Serviceliste nicht ausgewiesen. Auch Wäscherei sowie Absaugung von Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sind dort nicht belastbar dokumentiert. Wer diese Leistungen benötigt, sollte Verfügbarkeit und Zugang vor der Reservierung ausdrücklich beim Concierge bestätigen lassen.
Eine eigene Tankstelle führt der Betreiber nicht als Marina-Service auf. Kraftstoff ist deshalb nicht als Versorgung am Platz einzuplanen; die nächstgeeignete öffentliche Bunkerstation und deren zulässige Yachtmaße müssen über Hafenbüro oder Concierge geklärt werden. Gleiches gilt für Kraftstofflieferungen, die den Regeln der staatlich verwalteten Hafenanlage unterliegen.
Marina Port Ibiza besitzt weder ein veröffentlichtes Werftareal noch belastbare Angaben zu Kran oder Travellift. Technische Arbeiten, Taucher und externe Dienstleister werden auf Anfrage koordiniert; Ein- und Auswasserung erfordern eine andere geeignete Anlage. Private 24-Stunden-Überwachung, Kameras, Notfallsysteme, interner Shuttle und ein kostenfreier Gästefürsprecher gehören dagegen ausdrücklich zum Angebot.
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La Marina: vom Strand der Schiffbauer zur Hafenpromenade Eivissas
Vor den heutigen Kais lagen Strand und Werften
Die Avinguda de les Andanes bildet heute die repräsentative Front zwischen Altstadt und Hafen. Noch im 19. Jahrhundert verlief hier jedoch eine offene Uferlinie. Auf dem Strand standen einfache Schiffbauplätze, Fischer zogen ihre Boote an Land und besserten Netze aus. Erst mit dem systematischen Hafenausbau entstanden feste Molen und befestigte Kais.
1851 wurde ein kleines Innenbecken angelegt. Sein geringer Tiefgang genügte nur kleineren Schiffen; größere Einheiten mussten weiterhin vor den Inselchen Grossa, Plana und Botafoc ankern. Selbst die 1852 eingerichtete regelmäßige Passagierverbindung nach Palma konnte deshalb nicht bei jeder Wetterlage bis zum Kai gelangen.
La Marina war die Vorstadt der Seeleute und Hafenarbeiter
Zwischen Stadtmauer und Wasser wuchs seit dem 14. Jahrhundert das Viertel La Marina. Während wohlhabendere Familien innerhalb der Befestigung lebten, wohnten hier Seeleute, Handwerker und Hafenarbeiter. Zeitweise hatte die ungeschützte Vorstadt ungefähr doppelt so viele Einwohner wie Dalt Vila, war Piratenangriffen aber deutlich stärker ausgesetzt.
Die Kirche Sant Elm entstand aus einer Kapelle der Seefahrergilde. Der Mercat Vell, enge weiße Straßen und einfache Wohnhäuser bewahren weitere Spuren des Alltags außerhalb der Mauern. Der westliche Teil Richtung Vara de Rey wuchs vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit den Beschäftigten der Hafenwerften.
Der Arbeitshafen wanderte nach Botafoc
Ein umfassender Ausbauplan aus dem frühen 20. Jahrhundert ordnete Wellenbrecher, Innenmolen, Baggerungen und die Verbindung der vorgelagerten Inseln neu. Viele dieser Maßnahmen bestimmten die Form des Hafens über Jahrzehnte. Im 21. Jahrhundert entstanden auf der Botafoc-Seite neue Handels- und Fährflächen; 2013 wurden wesentliche Güterumschläge aus den inneren Kais dorthin verlagert.
Damit änderte sich die Funktion der alten Uferfront. Wo zuvor Fähren, Fischer und Ladungsverkehr dominierten, liegen heute Sport- und Großyachten vor einer weitgehend fußläufigen Promenade. Die Marina steht somit nicht lediglich vor einer historischen Kulisse: Ihre Kais sind selbst das jüngste Kapitel einer Uferlinie, die vom Arbeitsstrand über den Industriehafen zum städtischen Freiraum umgebaut wurde.