Ibiza – Marina Ibiza Nueva

Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Ibiza

Die früher häufig Marina Ibiza Nueva genannte Anlage firmiert heute als Marina Ibiza. Sie liegt auf der Nordseite des Stadthafens unmittelbar neben Botafoc Ibiza, besitzt aber eine eigene Verwaltung. Die aktuelle Startseite nennt 425 Liegeplätze und Yachten bis 110 Meter; eine Unterseite führt noch 394 Plätze bis 95 Meter. Verbindlich sind daher ausschließlich reservierter Platz und schriftlich bestätigte Maße.

Wasser und Strom stehen am Liegeplatz bereit. Die Versorgung reicht von 220 und 380 Volt bis 400 Volt für Superyachten. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören Toiletten und Duschen. WLAN, Satellitenfernsehen, kontrollierter Zugang, 24-Stunden-Sicherheitsdienst, Parkplatz, Abfalltrennung sowie Absaugung von Schwarz- und Grauwasser ergänzen den Betrieb.

Die Tankstelle bietet Kraftstoff innerhalb der Marina; zusätzlich ist Belieferung direkt am Liegeplatz möglich. Kraftstoffart, Menge, Preis und Zeitfenster sind vorab zu vereinbaren, insbesondere für große Yachten und bei starkem Hafenverkehr.

Für kleine Boote gibt es Landlager mit Gabelstapler bis zehn Tonnen. Größere Refit- und Werftarbeiten übernimmt Varadero Ibiza im Fischereihafen: Dort hebt ein Travellift Yachten bis 160 Tonnen und zehn Meter Breite. Druckwäsche, Antifouling, Lack, Holz-, Dreh- und Metallarbeiten werden vor Ort angeboten. Gewicht und Anschlagplan müssen vor jedem Hub geprüft werden.

Marina Ibiza arbeitet auf UKW-Kanal 9 und bietet Manöverhilfe, RIB- und Taucherdienst. Gastronomie und hochwertige Geschäfte liegen am Hafen; ein Gästeshuttle erleichtert Wege. Die benachbarte Botafoc-Anlage und Marina Port Ibiza sind eigenständige Betriebe und dürfen bei Reservierung, Zufahrt oder Abrechnung nicht verwechselt werden.

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Anreise und Einkaufen

Puig des Molins: Ibizas Totenstadt erzählt vom Leben im antiken Hafen

Der Friedhof entstand mit der phönizischen Stadt

Puig des Molins liegt südwestlich von Dalt Vila, etwa einen halben Kilometer vom antiken Siedlungshügel entfernt. Als die Phönizier im 7. Jahrhundert vor Christus ihre Stadt an die Bucht verlegten, richteten sie hier auch den Friedhof ein. Er blieb während der punischen und römischen Zeit in Gebrauch.

Die räumliche Trennung folgte antiken Vorstellungen: Die Stadt der Lebenden lag am Hafen und auf dem befestigten Hügel, die Toten wurden außerhalb bestattet. Spätere landwirtschaftliche Terrassen und Windmühlen gaben dem Areal seinen heutigen Namen.

Unter dem Hügel liegen Tausende Grabkammern

Besonders charakteristisch sind punische Hypogäen, unterirdische Kammern, die über senkrechte Schächte erreicht wurden. Viele liegen dicht nebeneinander und bilden eine ausgedehnte Totenstadt. Nur ein Teil ist zugänglich; der weitaus größere Bestand bleibt unter Vegetation und jüngeren Ablagerungen geschützt.

Beigaben wie Keramik, Schmuck, Amulette, Terrakottafiguren und importierte Gegenstände dokumentieren Bestattungsrituale und Handelskontakte. Sie zeigen zugleich, dass Ibiza kein isolierter Außenposten war, sondern in Netzwerke zwischen Nordafrika, Iberischer Halbinsel und weiteren Mittelmeerregionen eingebunden blieb.

Das Museum verfolgt Rituale bis in byzantinische Zeit

Das Monografische Museum wurde 1968 eingerichtet und nach langer Sanierung 2012 vollständig wiedereröffnet. Seine Ausstellung verbindet die Funde mit der Entwicklung religiöser Vorstellungen von der phönizischen Gründung über punische und römische Herrschaft bis in die Spätantike und byzantinische Zeit.

Puig des Molins gehört seit 1999 zum UNESCO-Welterbe „Ibiza, Biodiversity and Culture“. Der Friedhof ergänzt die befestigte Oberstadt um eine andere Perspektive: Während Dalt Vila politische und militärische Macht über dem Hafen sichtbar macht, bewahren die Grabkammern persönliche Namen, Schutzsymbole und Gegenstände jener Menschen, die den antiken Hafen betrieben.

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