Ibiza – Marina Botafoch

Liegeplätze und Infrastruktur in Botafoc Ibiza

Die Marina auf der Nordseite des Hafens heißt heute Botafoc Ibiza und wird von OCIBAR betrieben. Die Betreiberseiten nennen 428 beziehungsweise 430 Liegeplätze; die veröffentlichte Staffel reicht von sechs bis 30 Meter Schiffslänge. Da selbst aktuelle Dokumente leicht abweichende Summen ausweisen, ist allein die bestätigte Reservierung für Platz und Maße verbindlich.

Wasser und Strom liegen als getrennte Anschlüsse an den Liegeplätzen. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen und Umkleiden für Liegeplatzkunden. Ein 24-Stunden-Marinerodienst, Taucher, selektive Müll- und Abfallsammlung sowie Telefon- und Datenanschlüsse ergänzen den Hafenbetrieb.

Die Tankstelle führt Diesel und Benzin; interne Planungsunterlagen dokumentieren getrennte Tanks. An größeren Liegeplätzen kann Kraftstoffservice am Platz angeboten werden. Lieferform, Menge, Preis und Zeitpunkt sind trotzdem vorab zu bestätigen, damit weder der öffentliche Hafenverkehr noch benachbarte Boote behindert werden.

Ein großes Werftareal dient Ein- und Auswasserung, Landaufenthalt, Rumpfreinigung und Reparaturen. Der Betreiber veröffentlicht auf der aktuellen Übersichtsseite jedoch keine belastbare Traglast für Kran oder Travellift. Gewicht, Breite und technische Machbarkeit müssen deshalb mit der Werft abgestimmt werden; vorhandene Servicefirmen ersetzen keine Freigabe des Hebevorgangs.

Botafoc liegt gegenüber der befestigten Altstadt Dalt Vila und wenige Minuten vom Zentrum entfernt. Restaurants, Modegeschäfte, Charter-, Verkaufs- und Wartungsbetriebe befinden sich im Marinakomplex. Die Anlage darf nicht mit der unmittelbar benachbarten Marina Ibiza verwechselt werden, die eine eigene Verwaltung, Kapazität und Reservierung besitzt.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Ibiza – Marina Botafoch
Ansicht von Ibiza – Marina Botafoch. Foto: Alex Kulikov / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0.

Eivissa: phönizischer Handelsplatz und Festungsstadt über dem Hafen

Sa Caleta war der Ausgangspunkt der phönizischen Besiedlung

Phönizische Händler errichteten im 7. Jahrhundert vor Christus zunächst eine Siedlung bei Sa Caleta an der Südküste. Zu Beginn des 6. Jahrhunderts wurde dieser Platz aufgegeben; die Bewohner verlegten das Zentrum in die besser geschützte Bucht des heutigen Eivissa. Von dort entwickelte sich Ibosim zu einem wichtigen punischen Handels- und Produktionsort.

Die Insel verband Salzgewinnung, Landwirtschaft und maritime Routen im westlichen Mittelmeer. Funde aus dem weitläufigen Gräberfeld Puig des Molins belegen Kontakte bis zu griechischen, iberischen und ägyptischen Regionen.

Dalt Vila bewahrt Befestigungen vieler Herrschaften

Der Hügel über dem Naturhafen blieb durch römische, islamische und katalanische Zeit besiedelt. Nach der katalanischen Eroberung 1235 entstanden Kirchen und Verwaltungsbauten über älteren Strukturen. Der heutige Straßenverlauf innerhalb der Oberstadt folgt dennoch teilweise wesentlich älteren Grenzen.

Im 16. Jahrhundert ließ die spanische Krone die Stadt gegen Artillerie und osmanische Angriffe neu befestigen. Italienische Ingenieure planten mächtige Bastionen mit niedrigen, dicken Mauern und weiten Schussfeldern. Diese Renaissanceanlage prägt die Silhouette von Dalt Vila bis heute.

UNESCO verbindet Kulturgeschichte mit Meeresnatur

1999 nahm die UNESCO „Ibiza, Biodiversity and Culture“ in die Welterbeliste auf. Zum Kulturerbe gehören Dalt Vila, Sa Caleta und Puig des Molins; das Naturerbe umfasst unter anderem die Posidonia-Seegraswiesen zwischen Ibiza und Formentera. Die Auszeichnung betrachtet damit Hafenstadt und Meereslandschaft als zusammenhängendes System.

Von Botafoc aus ist diese Beziehung unmittelbar sichtbar: Auf der gegenüberliegenden Seite steigt die befestigte Stadt über dem Hafen auf, während die Zufahrt durch Gewässer führt, deren Seegrasbestände Lebensraum, Sedimentbindung und Wasserqualität sichern. Die moderne Marina liegt somit in einer Bucht, deren wirtschaftliche und strategische Bedeutung seit mehr als zweieinhalb Jahrtausenden belegt ist.

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